Leserstimmen: Ihre Erfahrungsberichte zum Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis

Um Interessierten einmal aufzuzeigen, was alles in der Diagnose und Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis Tag für Tag schief läuft, haben wir einen Bereich für Ihre Erfahrungen, Hashimoto-Geschichten, Erfahrungsberichte und Kommentare zu Ihren persönlichen Situationen eingerichtet.

Denn viele Hashimoto-Thyreoiditis-Betroffen stehen nach wie vor alleine dar, wenn es um die richtige und zielführende Behandlung der Autoimmunerkrankung geht.

Ein Hauptgrund dafür ist, dass heutzutage bei der Diagnose der Hashimoto-Thyreoiditis seitens der Mediziner, noch so einiges schief läuft.

Es wird immer noch nur auf den TSH-Wert geschaut, die freien Schilddrüsenwerte werden ignoriert, Nährstoffmängel werden außen vor gelassen und der Bezug zum Darm, der Ernährung und einer ganzheitlichen Sichtweise  wird einfach „übersehen“.

Auch wird die Hashimoto-Thyreoiditis aus der Erfahrung heraus nach wie vor häufig verharmlost und Ärzte sehen häufig keinen Handlungsbedarf im Bezug auf eine sinnvolle Behandlung. Dies alles führt dazu, dass Hashimoto-Betroffene oft über viele Jahre hinweg, unnötig leiden müssen.

Es ist alles andere als einfach, mit der Hashimoto-Thyreoiditis leben zu müssen und manchmal muss man auch einfach ein wenig Dampf ablassen und sich den Frust von der Seele schreiben. Dies können Sie gerne unter folgendem Link tun:

Nachfolgend finden Sie die ersten Erfahrungsberichte Betroffener, die uns bisher erreicht haben:


Claudia, 46

Hallo.

Ich hoffe, das hier kann auch eine etwas längere Geschichte ab.

Im Jahr 2017 hatte ich sehr viel um die Ohren. 2012 machte ich mich selbstständig und seitdem lief es auch auf Hochtouren. Was auch soweit gut war. Habe immer Gas gegeben, um es zum Laufen zu bringen und auch so zu halten.

2017 wurde dann alles zu viel: Seit Jahren ein an Demenz erkrankter Schwiegervater, um dessen organisatorische Angelegenheiten ich mich gekümmert habe ( man merke sich an dieser Stelle schon mal das Wort KÜMMERN), es folgte eine Hilfestellung meiner Mutter, mit der ich eine gesetzliche Betreuung für ihre Mutter – also meine Oma – durchgesetzt habe, mein Vater kam ins Krankenhaus und ich war sehr besorgt um ihn.

Mein Mann ist ebenfalls selbstständig, und ich habe mich jahrelang auch um seine Büroarbeiten gekümmert. Also praktisch 2 Betriebe geführt. Und während dieser ganzen Zeit quälten mich auch noch ständig Blasenentzündungen und hin und wieder Herzrasen. Auch fielen mir büschelweise die Haare aus und ich wurde immer dicker.

Dass das die Vorboten für den heutigen HASHI waren, weiss ich JETZT. So gegen Oktober 2017 merkte ich langsam, dass ich nicht mehr konnte. Hielt aber durch, immer wieder mit dem Gedanken: Bald ist Urlaub. Dann kannst du dich ausruhen.

Also half ich einem Kollegen noch aus, der dringend Hilfe in seiner Firma brauchte. Das war dann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Im Dezember standen wir dann am Flughafen in der Gepäckaufgabe, um endlich in den lang ersehnten Urlaub zu fliegen.

Plötzlich erlitt ich einen heftigen Kreislaufzusammenbruch. Das sollte aber nicht der einzige bleiben. Insgesamt hatte ich fünf, davon im Flieger nochmal zwei davon. Im Urlaub selbst ging es mir nicht wirklich gut, ich war „ausgepowert“ und erschöpft, gleichzeitig spürte ich aber auch eine innere Unruhe.

Eines morgens stand ich vorm Spiegel und erschrak regelrecht. Mein Gesicht war total aufgequollen und die Augen nur noch Schlitze. Ich sah aus als hätte ich einen Kampf mit Klitschko gehabt. Wieder zuhause, brach ich dann komplett zusammen.

Als ich Post öffnete und Mailbox anhörte, bin ich zitternd und weinend zusammengebrochen und hatte nur noch einen Gedanken: Lasst mich alle in Ruhe! Ich kann mich nicht mehr KÜMMERN!!!

Das ging tagelang so, und ich dachte: so muss sich ein Burnout anfühlen… Schlimm war in den folgenden Wochen, in denen NICHTS mehr ging, dass mein Mann mich noch beschimpft hat, ich solle mich mal zusammenreissen. Schliesslich müsse ich wieder arbeiten. Wie ich mir das vorstelle?

Beim Arzt stellte man dann relativ schnell fest: Schilddrüse. Mit einem TSH-Wert von 7,05. Da war ich erstmal froh über eine Diagnose. Und dachte, alles wird gut. Ich muss dazusagen, dass ich schon immer „Schilddrüse“ habe, diese aber nie Probleme gemacht hat .

Ich war jahrzehntelang mit Euthyrox 100 gut eingestellt. Nach der Diagnose verschrieb mir mein Hausarzt Euthyrox 150. Was fatale Folgen hatte, ich aber zu dem Zeitpunkt nicht wusste, da ich keine Ahnung von der Materie hatte.

Ich bekam allerschlimmste Angstzustände und Panikattacken, mir war zum Kotzen übel jeden Tag. Wahnsinniges Herzrasen. Ich hatte keinen Appetit mehr und aß entsprechend nichts mehr. Es war wie zugeschnürt. Ich bekam nichts runter. Das einzig gute daran war, dass Ich 7 Kilo verlor. Und das Weinen hörte und hörte nicht auf. Ich dachte, ich lande echt in der Klapse.

Ich rief den Arzt an. Immer und immer wieder. Er glaubte mir nicht. Immer wieder die Worte: kann nicht sein. Ich notierte alle meine Beschwerden, und er kommentierte wieder mit: kann nicht sein. Sie schreiben mir hier Überfunktionssymptome auf. Sie haben aber eine Unterfunktion.

Mittlerweile wusste ich aber, dass das von der Tablette kam, denn genau 20 Minuten nach jeder Einnahme fing mein Körper an zu reagieren. In der Zwischenzeit suchte ich einen Neurologen auf und erbettelt mir was gegen die Angstzustände. Ich hielt das einfach nicht mehr aus!!!

Ich bekam Opipramol 50 mg, die ich 4 x am Tag nehmen sollte. Sie brachten aber: NICHTS.

Schliesslich ging ich zu einer Endokrinologin. Die stellte Hashimoto fest. Sie nahm meine Beschwerden aber ebenfalls nicht ernst. Sagte nur: Opipramol! Jaaa! Sehr gut! ( übersetzt hieß das: Jaaa. Nimm und verdünnisier dich.) Nachdem ich auch IHR schon mehrfach auf den Keks gegangen war.

Mit diesem Befund und der Anordnung auf 125 Mikrogramm zu senken, ging ichwieder zu meinem Hausarzt. Der sagte: Hashimoto ist das Gleiche. Sie sollten mal einen Psychologen aufsuchen.

Eine endokrinologische Endokrinologin stellte zeitgleich eine Östrogendominanz aufgrund beginnender Wechseljahre fest und verschrieb mir eine Gestagenpille. Die machte meinen Zustand aber noch schlimmer, und ich setzte sie wieder ab.

Meine Gynäkologin sagte, das sei alles Quatsch. Ich sei nicht in den Wechseljahren und Reime mir da was zusammen. Also wieder die Psychschiene.

Irgendwann schickte mich mein Hausarzt zu einem „Schilddrüsenspezialisten“ der ein Szintigramm erstellen sollte. Dieser behauptete doch tatsächlich, dass ich den HASHI schon immer gehabt hätte. Achso: meine Werte waren zu dem Zeitpunkt alle in der Norm. Soviel dazu, dass es tatsächlich so ist, dass Werte und Befinden NICHTS miteinander zu tun haben.

Für das Szintigramm musste ich 3 Wochen das Hormon absetzen. In dieser Zeit stieg mein TSH auf 14,7. Ich erfuhr das genaue Gegenteil zu meinem bis dahin anhaltenden Zustand und fiel in eine fürchterliche Depression, Antriebs- und Interesselosigkeit. Ausserdem ganz viele Symptome aus der auf dieser Seite aufgelisteten Symptome.

An dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an Michael. Durch deine Seite habe ich erstmals erfahren, was meine Krankheit bedeutet und dass ich NICHT ballaballa bin.

Mein Hausarzt zog das ins lächerliche und kommentierte abfällig: TSH 14,7…. Jetzt haben Sie Depressionen, nicht? Haha. Sehr witzig.

Ich fing an, mich immer mehr über das Thema Hashimoto zu informieren. Internet, Kaufte mir Bücher, ging in Foren. Und war sooo erleichtert, als ich las, dass es so vielen Menschen ähnlich ging wie mir.

Zum ersten mal Begriff ich: es ist tatsächlich die Schilddrüse, die mich so sehr quält.

Das Szintigramm ergab nichts, ich bekam nur die Hashimotobestätigung. Und hörte erstmals, dass mein Hausarzt 4 Steigerungsschritte übersprungen habe. Der Doc setzte mich erstmal auf 50 Mikrogramm Euthyrox, nach einiger Zeit auf 75. Ich fing also ganz von vorne an.

Bei 75 war er der Meinung, das reiche. Meine Werte seien in Ordnung. Mir ging es aber immer noch beschissen. Wieder wurde abgetan mit den Worten: dann muss da noch was anderes sein.

Ich erbettelte mir wenigstens 88 Mikrogramm. Widerwillig schrieb er mir ein Rezept. Da mich bis dahin alle in die Psychoecke gedrängt hatten, und ich nicht mehr konnte und wollte, und nachdem ich nun schon 4 Monate krank geschrieben war, suchte ich eine Psychotherapeutin auf.

Krank schreiben wollte mich mein Arzt auch nicht mehr, er meinte es müsse langsam mal gut sein. Nach ein paar Sitzungen war sich meine Therapeutin sicher, dass ich ein hormoneller Problem habe.

Meine Symptome ließen sich keiner typischen Psychischen Erkrankung zuordnen. Zwar schon den Depressionen, aber es gab einfach keinen Grund dafür. Mein Leben war glücklich und zufrieden, bis diese Zusammenbrüche passierten.

Ein weiterer Vorteil war, dass sie selbst Schilddrüsenpatientin ist und die Problematik aus eigener Erfahrung kannte. Sie bot mir eine begleitende Therapie als Hilfestellung an, die ich dankend annahm, und ihr heute noch nach über einem Jahr „Therapie“ unglaublich dankbar für ihre Unterstützung bin.

Das erste mal nach Monaten war ich so was von erleichtert. Bin mit dieser Info wieder zum Hausarzt, und was soll ich sagen? Wieder nur Abfälligkeiten: was hat denn eine Therapeutin mit der Schilddrüse zu tun? ICH mach über 20 Jahre Schilddrüse. Bestellen Sie Ihrer Therapeutin schöne Grüße von mir, sie hätte keine Ahnung.

Das war für mich der Punkt, mich von diesem Idioten zu verabschieden. Ich war Sooo wütend!! ER hatte im Grund alles verbockt, indem er mich mit einer Überdosis Schilddrüsenhormon abgeschossen hatte!!! Das wusste ich zu dem Zeitpunkt endlich durch meine Recherchen. ÜBERHAUPT keine Ahnung hatte er!!!

Die Monate vergingen, ich ging wieder arbeiten, obwohl ich nicht in der Lage war. Dann wurde plötzlich alles noch schlimmer, jedes mal, wenn ich meine Periode bekam. Tagelang nur geweint, totale körperliche Erschöpfung. Es ging eigentlich gar nichts mehr. Weinend brach ich sogar vor einer Kundin zusammen. Alles war einfach nur noch peinlich und nicht zu ertragen.

Ich erkannte mich selbst nicht mehr wieder. Das war nicht ICH…Ich wünschte mir in dieser Zeit sehr oft den Tod… Ich hatte zwar nach jeder Hormonsteigerung gute Momente, aber nach spätestens 2 Wochen knickte alles wieder ein und alles war beim Alten.

Ich hatte einfach keinerlei Gefühle mehr. Ausser dieser abgrundtiefen Traurigkeit. Ich war innerlich tot. Keine Freude mehr, keine Liebesgefühle, kein sexuelles Interesse, nichts. Ich wollte am liebsten nur noch allein sein.

Das hätte mich fast meine Ehe gekostet. Zumal mein Mann das einfach nicht verstehen konnte. Immer wieder musste ich mir anhören, dir geht’s doch gut, du hast doch alles, freu dich doch mal. HALLO? Ich bin KRANK. Ich kann das nicht steuern.

Im Oktober 2018 fand ich ein Forum, in dem es Rat von einem Hormonexperten gab. Ich schilderte mein Problem kurz und bekam auch prompt Antwort. Zum ersten mal hatte ich das Gefühl, dass da jemand tatsächlich Ahnung hat.

Nach einigem hin und her schreiben machte ich seine Praxis in Lippstadt ausfindig und fuhr dort hin. Die 2 Stunden Fahrt und dass ich das selbst bezahlen müsste, war mir egal.

Dieser Doc hörte mir zum ersten mal zu und erklärte mir auch viel. Er deckte noch Mängel an Folsäure, Vitamin D und Zink auf und empfahl mir zusätzlich Selen. Auch er bestätigte die Wechseljahre und den Zusammenhang mit Hashimoto.

Gegen das PMS Syndrom bekam ich ein leicht dosiertes Hormonersatzpräparat. Welches endlich anschlug. Endlich! Ich steigerte im darauf folgenden Dezember mein Euthyrox nochmal auf 94. Zwei Wochen später ging es mir wieder gut. Aber eben WIEDER nur für 2 Wochen.

Da ich das mittlerweile kannte, bin ich dann auf 100 gegangen. Ein paar Tage später merkte ich wieder diese Angstzustände, die sich weiter steigerten und andere ÜF Symptome. Das teilte ich dem Arzt mit, und ich merkte, dass er schon langsam ungehalten wurde.

Dieses ewige hin und her ginge so nicht, ich solle mal über meine Lebensweise nachdenken, usw blabla. Schob mich dann ebenfalls auf die Psychoschiene, da meine Schilddrüsenwerte wieder mal in der Norm lagen.

Er verordnete mit ein Antidepressivum (Escitalopram), und ich verließ wieder weinend und verzweifelt die Praxis. Okay, dachte ich. So viele Ärzte haben dir jetzt das Gleiche gesagt, also musst du dich jetzt damit abfinden, dass du tatsächlich Psycho bist.

Ich besorgte mir die Tabletten und hoffte, dass die endlich Erleichterung bringen würde. Zuerst reduzierte ich aber wieder mein Euthyrox . Was er mir eigentlich untersagt hatte, aber ich hielt diesen seit mittlerweile 6 Wochen anhaltenden Zustand nicht mehr aus.

Was soll ich sagen? Es wurde besser. Die Ängste verschwanden und überhaupt der irre Zustand. Ich schlich trotzdem die Antidepris ein, musste aber wieder einmal feststellen, dass auch die nichts brachten. Im Gegenteil.

Ab Februar 2019 bewirkten die sämtliche Nebenwirkungen: Durchfälle, Kopfschmerzen, extremste Schwitzen, das bis heute noch anhält und WIRKLICH schlimm ist. Ich laufe förmlich aus.

Seit Mai habe ich nun auch noch eine Plantarfasciitis, und seitdem Hummel ich mit teilweise heftigen Schmerzen durchs Leben. Auch hier hat bisher NICHTS geholfen. Aber damit kann ich leben. Besser als mit dem Psychoterror.

Mittlerweile habe ich eine gute Hausärztin, die mir förmlich befahl, die Antidepressiva abzusetzen. Da bin ich jetzt bei, was sich auch als nicht so einfach gestaltet. Immer wieder Absetzsymtome, die ein Wiedereindosieren nötig machen.

Die Opipramol sind bis auf eine halbe fast weg. Die Escitalopram von 10 mg auf jetzt 3,75. Das ist schon ein riesiger Fortschritt, und es geht mir immer besser, je mehr davon wegkommt.

An dieser Stelle möchte ich allen Hashis davon abraten, dieses Teufelszeugs zu nehmen. Und das kuriose ist: Mit jeder Senkung des Escitalopram brauche ich mehr Schilddrüsenhormon.

Ich stelle mittlerweile selbst und nach Gefühl ein. Werte interessieren mich nicht mehr. In 6er Schritten (6 Mikrogramm).

Nach dem erneuten Versuch mit 100 hatte ich ein Erlebnis, wo ich dachte: JETZT ist alles gut. Mir ging es fantastisch. Alle Gefühle waren wieder da. Ich konnte wieder lachen. Super! Aber leider sollte auch das wieder nur 2 Wochen anhalten.

Ich bin jetzt seit ein paar Tagen bei 106,5, und hoffe, dass es weiter so bergauf geht. Zumindest bin ich wieder Mensch und kann wieder meinen Alltag bewältigen.

Dani, 36

Hallo zusammen,

ich habe 2006 nach der Geburt meines Sohnes das erste Mal mit Schwindel und Panikgefühlen zu tun gehabt…habe das auf die hormonelle Umstellung geschoben und nicht weiter beachtet.

2009 ging es mir nach mehreren Infekten total schlecht…immer wieder Fieberschübe und Herzrasen…mein damaliger Hausarzt meinte ohne jegliche Untersuchung…Burnout.

Ich hatte auf einmal einen Blutdruck von 170/100 und einen Puls von 130.

Bin dann in die Notaufnahme wo mir gesagt würde alle Werte wären toll…entspannen Sie sich mal….machen Sie doch Yoga.

Ich war völlig geplättet davon.

Aber da musste ich wohl durch…nach einem Hausarztwechsel dann die Diagnose Pfeiffrisches Drüsenfieber…Ich dachte prima du bist nicht verrückt.

Zwischenzeitlich habe ich immer wieder die Schilddrüsenwerte testen lassen weil ich da einen Verdacht hatte…und 2012 dann das erste Mal auffällige Werte…Ich bekam L Thyroxin.

Ein auf und ab seitdem…wir haben ja schon 2019…

Ich habe immer wieder Über- und Unterfunktionssymptome…die volle Palette.

Erst seitdem ich Mariendistel für die Leber und Zeolith täglich einnehme für den Darm geht es mir deutlich besser!!! Aber mal sehen…auch das wird wieder vergehen.

Vielen Dank für diese tolle Seite die mich so lange begleitet und mir das Gefühl gibt nicht alleine zu sein.

Steht für euch ein! Kümmert euch selbst und lässt euch nicht ein Psycholeiden andichten!!!

LG Dani

Norbert

Hallo zusammen,
erst einmal möchte ich mich bei Euch für diese sehr gute Homepage bedanken, die natürlich nur durch Eure Mühe und Erfahrung entstehen konnte, DANKE!

Hier habe ich das Gefühl, dass ich mit den Informationen etwas anfangen kann. Bin jetzt seit einigen Monaten auf der Suche nach Informationen zu Hashimoto und komme irgendwie nicht mit diesen zurecht. Meistens wird doch nur die Oberfläche angekratzt und man erkennt sich nur zu einem geringen Anteil wieder. Auf Eurer Seite ist dies komplett anders!

Vielleicht kurz zu mir und wieso ich eigentlich auf der Suche bin. Im vergangenen Jahr wurde bei meiner Frau Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert und wie es der Zufall so will, im Frühjahr dann auch bei mir.

Das Ganze ist eigentlich durch eine normale Checkup-Untersuchung festgestellt worden, da wir den Hausarzt wegen Umzug gewechselt hatten. Da ich bei meiner Frau bereits Hashimoto und die Therapie miterleben konnte, hatte ich mir gar nicht so viele Gedanken gemacht, zumal meine Frau mit der Einnahme der Schilddrüsenhormone sehr schnell Besserung ihres Zustands feststellte.

Leider bei mir genau das Gegenteil. Ich habe das Gefühl, ich bin nicht mehr ich. Eben noch der flotte und zuverlässige Projektmanager den nichts so schnell aus der Bahn wirft und jetzt, schleppe ich mich durch den Tag, vergesse Kleinigkeiten, kann mich nur sehr schwer konzentrieren, bin permanent Müde und meine schnell ändernde Gemütszustände erinnern an Dr. Jekyll und Mr. Hyde. (Ich explodiere binnen Sekunden wegen Lappalien.

Trotz bewusster Ernährung wachse und gedeihe ich prächtig. Mein Darm und ich waren eine Einheit, quasi ein Schweizer Uhrenwerk nach dem man die Uhr stellen konnte und jetzt ist auch alles aus den Fugen geraten. Gut, einige Wehwehchen aus der Vergangenheit erklären sich jetzt, aber gefühlt nehmen andere zu und ich bin kein Mensch, der sich Krankheiten einredet oder mit aller Gewalt krank sein möchte. Am liebsten gehe ich Ärzten aus dem Weg, was mir jetzt vielleicht auch auf die Füße fällt!

Nach einem halben Jahr Tabletteneinnahme habe ich das Gefühl, mein Leben ist komplett aus den Fugen geraten. Gerade hatte ich meinen zweiten Labor-Termin und ehrlich gesagt graut es mir schon vor dem Besprechungstermin am Montag. Beim letzten Besprechungstermin (es war der erste Termin in der dreimonatigen „Einstellphase“) mit meinem Hausarzt, sagte er mir, der TSH-Wert ist gut und verschrieb mir meine Tablettendosis für die nächsten drei Monate. That’s all!

O.K. dachte ich mir, er ist Arzt und muss es ja wissen und seit dem befinde ich mich gefühlt im freien Fall! Für Montag werde ich mir eine Liste zusammenstellen und ihm präsentieren.

Durch Eure Seite habe ich festgestellt, dass meine Symptome klassisch sein können bzw. sind und ich wohl einen Spezialisten hinzuziehen muss. Mit oder ohne meinen Hausarzt werde ich diesen Schritt wohl gehen, aber ich möchte so schnell wie möglich mein altes Leben zurück gewinnen, was ich vor der Diagnose hatte.

Noch einmal vielen Dank für die sehr gute und informative Seite und natürlich für’s „Zuhören“!

Liebe Grüße
Norbert

Nadja, 39

Ich leide seit 24 Jahren an Hashimoto-Thyreoiditis. Die Diagnose wurde in meiner damaligen Ausbildungsstelle (Arztpraxis) gestellt! Eingestellt auf L-Thyroxin 75mg lief ich über 20 Jahre müde, platt, energielos durch’s Leben, weil ich bei allen, zwischenzeitlichen Kontrollen beim Radiologen immer die Aussage bekam, das alles in der „Norm“ sei und die angegebenen Symptome psychischer Gründe bedürfen.

Erst als ich anfing mich intensiv selbst mit der Hashimoto-Thyreoiditis zu beschäftigen und mir eine sehr gute Naturheilpraxis suchte, wurde ich endlich richtig eingestellt!

Schulmedizinisch ist man verloren!!!

Und nicht jeder Patient hat das Geld sich eine Naturheilpraxis zu suchen, geschweige denn sich die notwendigen Mikronährstoffe zu kaufen! Ein Trauerspiel bei einer solch fiesen Erkrankung, die einen völlig im Griff hat und das eigene Leben tagtäglich bestimmt!

Grüsse
Nadja

Karin, 42

Hallo und vielen Dank für die Möglichkeit auch mal etwas los zu werden.
Ich habe Hashimoto bereits seit 3 Jahren und richtig eingestellt bin ich immer noch nicht.

In der kommenden Woche habe ich einen Termin bei einem anscheinend guten Arzt für Hashimoto. Ich habe mir bereits so einige Notizen gemacht, die ich dann beim Termin versuche loszuwerden. Eigentlich mache ich mir da auch nicht mehr zu viele Hoffnungen, aber es ist ein weiterer Strohhalm, nachdem ich greifen muss.

Nachgewiesen wurde bei mir bisher eine Nebennierenschwäche, Östrogendominanz und ein starker Progesteronmangel. Alleine das herauszufinden hat mich viel Rennereien gekostet und Behandlungstechnisch passiert trotz sehr schlechter Werte nicht wirklich viel. Aktuell probiere ich auch einiges mit Thybon hin und her, komme aber auch da auf keinen grünen Zweig.

Nun nehme ich Zink, Vitamin D3, Magnesium, Vitamin C, OPC und so einige andere NEM´s ein. Das hilft mir bereits ein wenig. Trotzdem geht es tendenziell mit meiner Verfassung stetig bergab und mein bisheriger Arzt schiebt alles auf meinen Stress auf der Arbeit, ist aber auch nicht bereit mehr Laborwerte zu machen als wie den Tsh, Eisen und das kleine Blutbild. Vitamin und einige Hormone habe ich auf eigene Faust in einem Fremdlabor machen lassen.

Parallel versuche ich mich gerade in einige Bücher einzulesen, in der Hoffnung das ich mir selbst ein wenig helfen kann.

Ich wünschte nur, dass der kommende Arzttermin wirklich einmal was bringt und man mich von Kopf bis Fuß untersucht und sagen kann, was genau ich alles zu tun habe, damit es mir endlich wieder besser geht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ganz Liebe Grüße an die Seitenbetreiber und vielen Dank fürs zuhören !

Karin

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Quellenangaben
Bildquellen:
  • Titelbild: © Chanintorn.v | Fotolia.de

Michael Ayed

ist seit 2008 von der Hashimoto-Thyreoiditis betroffen und hat seither einen schweren Leidensweg hinter sich gebracht, um 2019 endlich eine deutliche Besserung seines gesundheitlichen Zustandes erfahren zu können. Er betreibt seit mehr als 12 Jahren intensive Recherchen zum Thema Hashimoto-Thyreoiditis und schreibt hier die gesammelten Informationen und Erfahrungen für Laien verständlich nieder.
Michael Ayed
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