Warum Gluten bei Hashimoto-Thyreoiditis schädlich sein kann

Viele Betroffene der Hashimoto-Thyreoiditis leiden gleichzeitig unter einem durchlässigen Darm, dem sogenannten Leaky-Gut. Dafür kann in manchen Fällen eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten die Ursache sein.

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Wie sehr sich Gluten auf Ihre Darmgesundheit, und damit auf den Verlauf Ihrer Autoimmunerkrankung auswirken kann und was Sie über Gluten wissen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was genau ist eigentlich Gluten?

Der Begriff Gluten ist, wenn man so will, nicht erst seit gestern in aller Munde. Mehr und mehr glutenfreie Nahrungsmittel sind mittlerweile in unseren Supermärkten erhältlich und  dennoch macht es immer wieder den Anschein, dass nur die Wenigsten wissen, was Gluten eigentlich ist.

Bei Gluten, welches im Übrigen wörtlich aus dem lateinischen übersetzt „Leim“ bedeutet, handelt es sich um Eiweißbausteine, die im Getreidekorn enthalten sind. Doch erst wenn das Korn von Weizen, Roggen, Dinkel oder Gerste gemahlen und anschließend mit Wasser vermengt wird, entsteht Gluten. 

Denn die verschiedenen Proteine des Korns vereinen sich unter diesen Voraussetzungen zu einer klebrigen Masse und bilden sozusagen als natürliches Eiweiß-Netzwerk das Gluten.

Betrachtet man einmal die Zusammensetzung von Gluten, dem Eiweiß im Korn mit den besonderen Eigenschaften, so erkennt man zwei Protein-Gruppen: Einmal die Prolamine und auf der anderen Seite die Gluteline. Hierbei gibt es dann noch einmal einen Unterschied zwischen Weizen und Roggen:

Weizengluten »»» setzt sich zusammen aus Gliadin und Glutenin

Roggengluten »»» setzt sich zusammen aus Secalin und Secalinin

Hinweis: Übrigens müssen in Deutschland seit November 2005 Lebensmittel mit Gluten gekennzeichnet werden. Denn statistisch gesehen leidet von 100 Menschen einer an einer entzündlichen Darmerkrankung, der Zöliakie. 

Wie kann sich Gluten auf Ihre Darmgesundheit auswirken?

Hier möchte ich eines vorweg nehmen: Nicht jeder Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte leidet automatisch an einer Glutenunverträglichkeit. Doch natürlich ist es nachgewiesen, dass besonders viele Darmerkrankungen, und hier vor allem der Reizdarm oder auch der durchlässige Darm, bei Menschen zu finden sind, die an der Autoimmunerkrankung Hashimoto leiden.

Doch gerade Gluten ist ein Eiweißbestandteil, der über die Nahrung aufgenommen, den ohnehin angegriffenen Darm weiter reizen kann. Zudem ist es eine Tatsache, dass das in den industriell gefertigten Lebensmitteln enthaltenen Gluten sich an der Dünndarmwand absetzt. Dort aber zerstört es die natürliche Darmbarriere und sorgt schlussendlich für einen durchlässigen Darm, dem Leaky-Gut.

Zudem ist der Darm dadurch deutlich in seiner Nährstoffaufnahme aus der Nahrung eingeschränkt, was auf Dauer zusätzliche Probleme mit sich bringt.

Hinweis: In der menschlichen Dünndarmwand befindet sich der größte Teil unseres Immunsystems. Dieses aber ist bei uns Hashimoto-Betroffenen ohnehin stark geschwächt. Von daher hat Gluten, meiner Meinung nach, bei den meisten von uns in der Nahrung nichts zu suchen.

Denn das Gluten ist generell schwer abbaubar und selbst bei gesunden Menschen hat der ein oder andere Darm ein größeres Problem damit. Doch wer kein geschwächtes Immunsystem hat, dessen Enzyme im Darm arbeiten sozusagen „störungsfrei“ und können die Proteine, die durch das Gluten im Darm vorhanden sind, einfach und auf natürlichem Wege abbauen. Nicht so bei Menschen, die an der Autoimmunkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis leiden.

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Was passiert mit dem Gluten, wenn man einen durchlässigen Darm hat?

Wer am Leaky-Gut-Syndrom leidet, der hat, um es einfach auszudrücken, eine löchrige Darmwand. Dadurch können die unverdauten Proteine ganz einfach in den Blutkreislauf wandern und sich im ganzen Körper verteilen. Das hat aber zur Folge, dass eine Immunreaktion entsteht. 

So ist es eigentlich leicht nachvollziehbar, dass mit einer glutenhaltigen Ernährung die Autoimmunkrankheit nur noch verstärkt wird. Oder anders gesagt: Die Symptome, mit denen sich die Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar macht, verstärken sich bei einer glutenhaltigen Ernährung.


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Woran erkennt man eine Glutenunverträglichkeit?

In erster Linie werden Sie bei Gluten wahrscheinlich an Weizen, Roggen oder Dinkel denken. Doch auch Bulgur, Gerste oder Grünkern enthalten beispielsweise diese Proteine. 

Darüber hinaus können aber auch glutenähnliche Proteine Darmprobleme hervorrufen oder diese zumindest verstärken. Zudem sind es aber auch die folgenden Inhaltsstoffe, auf die Sie achten sollten, wenn Sie an Hashimoto-Thyreoiditis und den damit verbundenen Begleiterkrankungen leiden: 

  • WGA im Weizen, das WheatGerm Agglutinin
  • ATIs, die Trypsin Inhibitoren
  • Phytinsäure, die in relativ hoher Konzentration enthalten ist und dafür sorgt, dass zugeführte Mineralien für deinen Körper schlechter verfügbar sind
  • FODMAPs, also eine bestimmte Gruppe von Kohlenhydraten, die in ihrer erhöhten Konzentration die Darmbeschwerden ebenfalls massiv beeinflussen

Doch natürlich erkennen Sie an den Inhaltsstoffen Ihrer Lebensmittel noch nicht, ob Sie tatsächlich an einer Glutenunverträglichkeit leiden.

Hierzu müssten Sie sich und Ihren Körper etwas genauer beobachten, denn eine solche Unverträglichkeit gegenüber den Proteinen Gluten, zeigt sich Beispielsweise an den nachfolgenden Symptomen:

  • Verdauungsprobleme in Form von häufigem Durchfall, Blähungen, Verstopfungen
  • Zunehmend schwächeres Immunsystem und damit leichtere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten
  • Hautprobleme in Form von unerklärlichen Ausschlägen, Juckreiz oder gar einer autoimmunen Reaktion deines Körpers in Form einer Schuppenflechte
  • Depressionen, Antriebslosigkeit, Launenhaftigkeit
  • Konzentrationsprobleme und Motivationsschwierigkeiten
  • Häufige Kopfschmerzen, die oft auch zu einer Migräne ansteigen
  • Scheinbar unbegründete Müdigkeit, die chronische Ausmaße annimmt
  • Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken, Gliederschmerzen, rheumatische Symptome
  • Eisenmangel und auffallend blasse Haut

Natürlich sind diese Symptome zunächst einmal recht allgemein. Wohl kaum einer würde hier gleich das konsumierte Korn und eine daraus resultierende Glutenunverträglichkeit in Zusammenhang bringen. Das genau ist auch oftmals das Problem, denn auch die Schulmediziner sehen hier nicht immer gleich den wirklichen Zusammenhang.

Konsumieren Sie hingegen häufig glutenhaltige Nahrungsmittel und leiden unter einigen der oben genannten Symptomen, sollten Sie die Beschwerden nicht weiter ignorieren.

Tipp: Haben Sie den Verdacht, dass Ihre Beschwerden mit einer Glutenunverträglichkeit zusammenhängen könnten, dann besteht die Möglichkeit beim behandelndem Arzt einen Bluttest machen lassen, in welchem sich die Antikörper gegen die genannten Proteine nachweisen lassen.Zusammen mit einer Untersuchung hinsichtlich einer bestehenden Zöliakie kann hier schnell festgestellt werden, ob Sie Gluten gut oder eben nicht so gut vertragen.

Sie können aber auch unter Umständen selbst herausfinden, ob Sie das Gluten vertragen oder nicht. Verzichten Sie einfach für 4 bis 6 Wochen auf alle glutenhaltige Lebensmittel. Verbessert sich Ihr Gesundheitszustand und die Entzündungswerte gehen langsam zurück, so können Sie von einer Glutenunverträglichkeit ausgehen.

Was kann man tun, wenn man von einer Glutenunverträglichkeit betroffen ist?

Sofern Sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden und zudem auch noch einen durchlässigen Darm haben, dann werden Sie nicht drum herum kommen: Sie müssen Ihre Ernährung umstellen!

Denn nur wenn Sie auf Gluten in Ihrer Nahrung verzichten, können Sie die Symptome lindern und die entzündlichen Merkmale mindern.

In welchen Nahrungsmittel ist Gluten enthalten?

Damit Sie sich ein wenig einfacher orientieren können, wo überall Gluten enthalten und auch versteckt sein können – hier eine kleine Übersicht an risikobehafteten Lebensmitteln:

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Glutenhaltiges Getreide

  • Weizen
  • Roggen
  • Dinkel
  • Gerste
  • Hafer*
  • Grünkern
  • Einkorn
  • Urkorn
  • Emmer
  • Weizenderivate
  • Kamut
  • Couscous
  • Fariner
  • Triticale

* Zu beachten wäre hier, dass Hafer von Natur aus glutenfrei ist, jedoch beim Verarbeitungsprozess häufig mit Gluten kontaminiert wird.

Glutenhaltiges Brot, Cracker und Wrap’s

Die meisten Brote, Cracker und Wraps enthalten Gluten. Die einzige Möglichkeit dies genau zu kontrollieren besteht darin, die Zutatenliste zu studieren um zu überprüfen, welche Mehle verwendet wurden. Wenn Sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden, vermeiden Sie in jedem Fall folgende Backwaren:

  • Weißbrot
  • Vollkornbrot
  • Kartoffelbrot
  • Roggenbrot
  • Sauerteigbrot
  • Weizencracker
  • Vollkorn-Wrap´s
  • Mehltortillas
  • Fladenbrot
  • Bagels
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Glutenhaltige Backwaren

Backwaren werden typischerweise aus Weizenmehl oder anderen glutenhaltigen Mehlen hergestellt. Daher sollten Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit diese Lebensmittel vollständig meiden:

  • Kuchen
  • Kekse
  • Gebäck
  • Brezeln
  • Donuts
  • Muffins
  • Pfannkuchen
  • Waffeln

Glutenhaltige Pasta auf Weizenbasis

Pasta auf Weizenbasis gilt in vielen Ländern und Kulturen als Grundnahrungsmittel. Obwohl es mittlerweile eine große Auswahl an glutenfreien Alternativen gibt, werden die meisten traditionellen Nudeln meist weiterhin aus glutenhaltigen Mehlen hergestellt:

  • Nudeln
  • Spaghetti
  • Gnocchi aus Weizenmehl
  • Knödel

Glutenhaltige Gewürze

Obwohl Gewürze meist sehr unwahrscheinlich als Glutenquellen erscheinen, können Sie nicht gerade selten einen beachtlichen Glutenanteil aufweisen. Dazu gehören:

  • Sojasauce
  • Grillsauce
  • Salatdressings
  • Marinaden
  • Sahnesaucen
  • Gewürzmischungen
  • Soßenmischungen
  • Malzessig
  • Verschiedene Ketchup-Sorten

Glutenhaltige Snacks

Schnelle Snacks für zwischendurch gehören sehr häufig zu den glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Seien Sie besonders vorsichtig bei folgenden Snacks:

  • Brezeln
  • Müsliriegel
  • Chips
  • Energieriegel
  • Kekse
  • Snack-Mischungen
  • Schoko-Riegel
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Glutenhaltige Getränke

Einige Getränke werden aus glutenhaltigen Zutaten hergestellt – daher ist es auch hier wichtig die Zutatenlisten zu lesen. Zu den Getränken, die Gluten enthalten können, gehören:

  • Bier (Kölsch, Pils, Weizenbier und Alt-Bier)
  • Verschiedene Flaschenweine
  • Verschiedene Kaffeegetränke
  • Getränkemischungen
  • Schokoladenmilch

Glutenhaltige, verarbeitete Lebensmittel und Zusatzstoffe

Viele verarbeitete Lebensmittel und verschiedene Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln können auch Gluten enthalten. Dazu gehören:

  • Fleischersatzstoffe wie vegetarische Burger und Hot-Dogs
  • Verarbeitete Fleischprodukte
  • Schmelzkäse
  • Eierersatz
  • Suppenkonserven und Suppenmischungen
  • Industriell gefertigte Pudding- und Dessert-Cremes 
  • Verschiedene Eis-Sorten
  • Frühstückscerealien
  • Pommes Frites und andere, fritierte Lebensmittel
  • Aromatisierter Tofu
  • Fertige Milchshakes
  • Fertiggerichte mit Milch und/oder Käse
  • Fertigprodukte, wie Kartoffelpüree, Kartoffelchips, Puffreis
  • Kandierte Früchte
  • Industriell gefertigte Smoothies
  • Gemüsefertiggerichte
  • Wurst
  • Fertiggerichte mit Fleisch oder Fisch
  • Fertigsoßen
  • Sojasoßen
  • Gewürzzubereitungen
  • Brühwürfel
  • Backzutaten
  • Süßigkeiten und/oder deren Bestandteile, wie Bonbons, Schokolade, Kakao, Kaugummi, Eis
  • Säfte mit Zusatzstoffen

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Welche Nahrungsmittel sollten Sie zudem bei einer Glutenunverträglichkeit nicht essen?

Zudem gibt es eine Reihe an Nahrungsmitteln welche zwar kein Gluten enthalten, die Sie aber dennoch tunlichst meiden sollten, um Ihr Immunsystem wieder zu stärken und die entzündlichen Darmbeschwerden in den Griff zu bekommen:

  • Fast Food
  • Frittierte Lebensmittel
  • Industriell verarbeitete und stark bearbeitete Nahrungsmittel
  • Isolierte Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Backwaren, Brot, weißem Reis, Zucker, Nudeln und Stärke enthalten sind
  • Alkohol
  • Süße Softdrinks und Limonaden 
  • Industriell gefertigte Speiseöle
  • Produkte auf Algenbasis
  • Alle Nahrungsmittel, auf die Sie ohnehin schon allergisch reagieren
  • Fisch wie Makrele, Thunfisch und Schwertfisch, da diese Fischarten stark mit Schwermetall belastet sind
  • Sojaprodukte, da diese zu viel Goitrogene, Isoflavone und Anti-Nährstoffe enthalten

Welche Nahrungsmittel kann man bedenkenlos bei einer Glutenunverträglichkeit essen?

Vermutlich macht es für Sie nun den Anschein, dass Sie im Grunde gar nichts mehr essen dürfen und alles was lecker erscheint absolut tabu für Sie ist. Die ist ganz und gar nicht der Fall und es stehen weiterhin jede Menge leckere und vor allem gesunde Nahrungsmittel auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit bereit.

Zu einer gesunden Ernährung für Hashimoto-Betroffene und Menschen mit Leaky-Gut und Glutenunverträglichkeit gehören:

  • Möglichst so viele unverarbeitete und naturbelassene Nahrungsmittel wie möglich essen
  • Viel frisches Gemüse, wobei hier gilt: Je bunter und grüner, desto besser
  • Möglichst zweimal in der Woche Fisch, wobei Sie hier aber den Jodgehalt im Blick haben sollten
  • Fettige, tierische Produkte
  • Kräuter und Gewürze
  • Knochenbrühe
  • Fermentierter Tee
  • Zitronensaft
  • Vergorenes Gemüse wie Sauerkraut oder Essiggurken
  • Leinöl und extra natives Olivenöl
  • Extra natives Kokosöl
  • Zwiebelgewächse
  • Beerenobst

Im Detail müssen Sie sich bei folgenden Nahrungsmittel-Gruppen keine Sorgen machen und können diese problemlos und in beliebigen Mengen verzehren:

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse sind von Natur aus glutenfrei. Denken Sie jedoch daran, dass bestimmte Produkte, wie frittiertes Gemüse und mit Süßigkeiten überzogenes Obst, Gluten enthalten können. Im Folgenden finden Sie Vorschläge für leckeres, glutenfreies Obst und Gemüse:

  • Äpfel
  • Avocados
  • Beeren
  • Bananen
  • Zitrusfrüchte
  • Pflaumen
  • Pfirsiche
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Zwiebeln
  • Süßkartoffeln
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Karotten
  • Paprika
  • Butternut-Kürbis
  • Zucchini
  • Rosenkohl
  • Pilze

Hülsenfrüchte

Bohnen und Linsen sind glutenfrei, weshalb sie auch häufig zur Herstellung von Pasta-Alternativen und anderen glutenfreien Produkten verwendet werden. Dazu gehören:

  • Rote Linsen
  • Schwarze Bohnen
  • Kichererbsen
  • Nierenbohnen
  • Cannellini Bohnen
  • Pintobohnen
  • Erbsen
  • Adzukibohnen

Glutenfreie Mehle und Getreideprodukte

Obwohl viele Getreidesorten für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit verboten sind, sind einige Getreidesorten glutenfrei. Dazu gehören:

  • Quinoa
  • Buchweizen
  • Hirse
  • Sorghum
  • Hafer
  • Hirse
  • Amaranth
  • Wildreis
  • Mais
  • Teff
  • brauner Reis
  • glutenfreies Brot, Cracker und andere Backwaren aus diesen Getreiden

Um das Risiko einer Kreuzkontamination zu verringern, sollten Sie nur Produkte kaufen, die als glutenfrei zertifiziert sind.

Tierische Proteine

Tierische Proteine sind von Natur aus und unverarbeitet immer glutenfrei. Dazu zählen folgende Beispiele:

  • Eier
  • Fleisch
  • Geflügel
  • Fisch
  • Schalentiere
  • Milchprodukte wie Joghurt und Käse

Nüsse und Samen

Nüsse und Samen sind glutenfrei und bieten eine nährstoffreiche Fettquelle. Darüber hinaus können sie zu glutenfreiem Mehl verarbeitet werden. Eine gute Auswahl an Nüssen, Samen und ihren Buttern umfasst:

  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Cashewnüsse
  • Mandeln
  • Erdnussbutter
  • Macadamia Nüsse
  • Walnüsse
  • Mandelbutter
  • Pekannüsse
  • Haselnüsse
  • Paranüsse
  • Pistazien

Gewürze

Die folgenden Gewürze sind sicher für diejenigen, die eine glutenfreie Ernährung befolgen:

  • Apfelessig
  • Frische Kräuter wie Basilikum, Rosmarin und Koriander
  • Pesto
  • Die meisten Salsas
  • Die meisten getrockneten Kräuter und Gewürze
  • Hummus
  • Guacamole
  • Tahini
  • Senf

Gesunde Fette und Öle

Die meisten Quellen für gesundes Fett, wie die folgenden, sind glutenfrei:

  • Joghurt mit hohem Fettanteil
  • Käse
  • Olivenöl
  • Avocadoöl
  • Nüsse, Samen und Nussbutter
  • Ungesüßtes Kokosfett

Hinweis: Am besten lässt sich über die Paleo Ernährung genau das an wichtigen Nährstoffen zuführen, was Sie als Hashimoto-Thyreoiditis-Patient benötigen. Denn gerade diese Nahrungsmittel sind es, die einen Rückgang der Entzündungen herbeiführen oder zumindest positiv unterstützen können.


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Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit wichtigen Nährstoffen

Neben der Umstellung auf eine gesunde und vollständig glutenfreie Ernährung, dürfen Sie das Zuführen bestimmter Nährstoffe nicht außer Acht lassen, da ein durch Gluten geschädigter Darm meist nicht mehr in der Lage ist, effizient Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. 

Hier kann beispielsweise ein sogenanntes Nährstoff-Screening Aufschluss darüber geben, welcher Nährstoffmangel bei Ihnen eine Rolle spielt.

Da viele von uns unter einem solchen Mangel an Nährstoffen leiden, sollten Sie im Bedarfsfall diese zusätzlich zu sich nehmen. Welche Nährstoffe bei einer Glutenunverträglichkeit häufig eine Rolle spielen, erfahren Sie in der nachfolgenden Tabelle:

NährstoffTagesbedarf
Vitamin D125 µg
Selen200 µg
Jodab 200 µg
Vitamin C100 – 1000 µg
Vitamin E400 I.U.
Eisen10 – 20 mg
Omega-3-Fettsäuren2 – 3 g
Zink20 – 30 mg
N-Acetyl-Cystein1 – 2 g

Hinweis: Denken Sie daran, dass Ihr Körper und explizit Ihre Schilddrüse Jod braucht, doch zu viel nicht gut ist. Denn eine Überdosierung von Jod bedeutet Stress für Ihre Schilddrüse und die Symptome können sich unter Umständen verstärken. Deswegen ist hier ein Nährstoff-Test und ein Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt Voraussetzung, bevor Sie die benötigten Nährstoffe zuführen.

Fazit

Glutenunverträglichkeiten, in ihren verschiednen Formen, treten heutzutage immer häufiger auf und führen zwangsläufig zu den unterschiedlichsten Symptomen und Beschwerden. Ist eine Glutenunverträglichkeit diagnostiziert, führt kein Weg an einer Diät bzw. Ernährungsanpassung vorbei.

Damit haben die meisten Betroffenen anfangs die größten Probleme, welche aber unbegründet sind, wenn man sich nicht nur auf die Lebensmittel fixiert, welche man nicht mehr zu sich nehmen darf und lieber einen Blick auf die leckeren und gesunden Lebensmittel wirft, welche durchaus erlaubt sind.

Läßt man sich auf eine Ernährungsumstellung ein und füllt man die entstandenen Nährstoffdefizite mit entsprechenden Nahrungsergänzungen auf, wird man schnell merken, dass sich der Darm regeneriert und viele Beschwerden sich in Luft auflösen. Es lohnt sich also und ist die Mühen eindeutig wert!


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Quellenangaben
Bildquellen:
  • Titelbild: © luciepeclova | stock.adobe.com

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