Ernährung bei Hashimoto: Was dem Körper guttut und was ihn zusätzlich belasten kann

Verfasst von:

Michael Ayed

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Ernährung ist für mich bei Hashimoto kein Nebenthema. Sie ersetzt weder Schilddrüsenhormone noch kann man die Erkrankung einfach „wegessen“, aber sie gehört zu den Bereichen, auf die wir im Alltag unmittelbar Einfluss haben – und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Ich lebe seit 2008 mit Hashimoto und habe über die Jahre erlebt, wie deutlich Ernährung das persönliche Befinden beeinflussen kann. Besonders Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel und verschiedene Getreideprodukte spielen für mich dabei eine Rolle. Gleichzeitig habe ich viele Betroffene kennengelernt, die von ähnlichen Erfahrungen berichten, häufig auch im Zusammenhang mit Weizen, Gluten oder Alkohol.

Solche Erfahrungen sind keine kontrollierten Studien. Sie sind aber auch nicht wertlos, nur weil die Forschung noch nicht jede Beobachtung erklären kann.

Inzwischen beschäftigt sich auch die Wissenschaft wesentlich intensiver mit Ernährung bei Hashimoto. Untersucht werden unter anderem glutenfreie Ernährung, unterschiedliche Ernährungsformen, Selen, Vitamin D, Eisen, Jod sowie mögliche Zusammenhänge zwischen Darmmikrobiom und Schilddrüsenautoimmunität. Die Ergebnisse sind noch längst nicht bei allen Fragen eindeutig, zeigen aber deutlich, dass Ernährung bei Hashimoto wissenschaftlich mehr ist als eine Randnotiz.[1]

Für mich ist deshalb nicht die Suche nach der einen perfekten „Hashimoto-Diät“ entscheidend. Viel wichtiger ist die Frage, welche Ernährung eine gute Grundlage schafft, welche Nährstoffe besondere Aufmerksamkeit verdienen und bei welchen Lebensmitteln es sinnvoll sein kann, die eigene Reaktion genauer zu beobachten.

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Warum Ernährung bei Hashimoto wirklich eine Rolle spielt

Hashimoto betrifft zunächst die Schilddrüse, doch die Folgen einer gestörten Schilddrüsenfunktion können weit darüber hinaus spürbar werden. Energie, Wärmehaushalt, Verdauung, Körpergewicht, Leistungsfähigkeit und viele Stoffwechselprozesse hängen direkt oder indirekt mit Schilddrüsenhormonen zusammen.

Gleichzeitig benötigt die Schilddrüse verschiedene Nährstoffe für ihre normale Funktion. Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone, Selen wird unter anderem für die Dejodasen und antioxidative Enzymsysteme benötigt, Eisen ist für die Funktion der Schilddrüsenperoxidase relevant. Dazu kommen Vitamin D, Vitamin B12, Zink und weitere Nährstoffe, die für den Gesamtorganismus wichtig sind und deshalb auch bei Hashimoto nicht aus dem Blick geraten sollten.

Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2023 untersuchte die bis dahin verfügbaren Ernährungsinterventionen speziell bei Hashimoto. Von 1.350 gefundenen Publikationen erfüllten lediglich neun die Kriterien für die Analyse. Untersucht wurden unter anderem glutenfreie und laktosefreie Ernährung, Energiebegrenzung, Schwarzkümmel sowie eine jodreduzierte Ernährung. In einzelnen Studien verbesserten sich Antikörper, TSH oder fT4, allerdings waren Teilnehmergruppen, Interventionen und Ausgangssituationen sehr unterschiedlich.[1]

Das zeigt zwei Dinge gleichzeitig: Es gibt interessante Ergebnisse, aber noch keine wissenschaftlich abgesicherte Ernährungsform, die sich pauschal für jeden Menschen mit Hashimoto empfehlen lässt. Daraus folgt jedoch nicht, dass Ernährung bedeutungslos ist. Es bedeutet vielmehr, dass wir genauer unterscheiden müssen, welcher Mensch unter welchen Voraussetzungen von welcher Veränderung profitieren kann.

Meine Erfahrung: Man merkt manchmal erst beim Weglassen, welchen Unterschied Ernährung machen kann

Als ich angefangen habe, meine Ernährung bewusster zu beobachten, ging es mir nicht darum, jede Mahlzeit auf Hashimoto auszurichten. Mich interessierte vielmehr, warum ich mich an manchen Tagen deutlich besser fühlte als an anderen und weshalb bestimmte Beschwerden immer wieder in ähnlichen Situationen auftraten.

Gerade Zucker war für mich dabei ein wichtiges Thema. Wenn ich viel Zucker esse, merke ich den Unterschied deutlich. Deshalb gehört eine weitgehend zuckerarme Ernährung heute zu den Dingen, die ich persönlich nicht mehr grundsätzlich infrage stelle, nur weil es keine Studie gibt, die meine individuelle Reaktion erklärt.

Ähnliche Erfahrungen begegnen mir seit Jahren bei anderen Betroffenen. Besonders häufig geht es um Zucker, Alkohol, Weizen und Gluten. Manche berichten von einer ruhigeren Verdauung, weniger Völlegefühl, stabilerer Energie, weniger Heißhunger oder einem insgesamt besseren Körpergefühl, wenn sie einzelne dieser Dinge deutlich reduzieren oder weglassen.

Das beweist nicht, dass diese Lebensmittel bei jedem Menschen Hashimoto verschlimmern. Für mich wäre es aber genauso falsch, solche Beobachtungen pauschal als Einbildung abzutun. Ernährung lässt sich im eigenen Alltag vergleichsweise gut beobachten: Ein Lebensmittel kann eine Zeit lang konsequent weggelassen und später gezielt wieder eingeführt werden. Wenn sich dabei ein reproduzierbares Muster zeigt, ist das zumindest für den eigenen Alltag eine relevante Information.

Gluten bei Hashimoto: Die Antwort ist komplizierter als „ja“ oder „nein“

Wohl kaum ein Ernährungsthema wird bei Hashimoto so kontrovers diskutiert wie Gluten. Auf der einen Seite gibt es Empfehlungen, grundsätzlich glutenfrei zu leben. Auf der anderen Seite wird häufig behauptet, Gluten spiele ohne nachgewiesene Zöliakie überhaupt keine Rolle.

Die aktuelle Forschung rechtfertigt meiner Ansicht nach keine dieser beiden absoluten Positionen.

Eine 2025 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse untersuchte glutenfreie Ernährung bei Menschen mit Hashimoto ohne bekannte Zöliakie. Am Ende konnten lediglich drei Studien mit insgesamt 110 Teilnehmern ausgewertet werden. Unter glutenfreier Ernährung sank TgAb statistisch signifikant, während TPO-Antikörper in der gepoolten Analyse sogar anstiegen. Für TSH, fT3 und fT4 wurden keine signifikanten Veränderungen gefunden. Die Autoren bewerteten die Sicherheit der Evidenz aufgrund der kleinen Studien und methodischer Einschränkungen als sehr niedrig.[2]

Damit lässt sich eine glutenfreie Ernährung für alle Menschen mit Hashimoto wissenschaftlich nicht begründen. Umgekehrt ist die vorhandene Datenlage viel zu klein, um daraus abzuleiten, Gluten könne außerhalb einer Zöliakie grundsätzlich keine Rolle spielen.

Hinzu kommt, dass Zöliakie und autoimmune Schilddrüsenerkrankungen häufiger gemeinsam auftreten. Eine Meta-Analyse mit mehr als 6.000 Patienten mit autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen fand bei etwa 1,6 Prozent eine biopsiebestätigte Zöliakie – deutlich genug, dass diese Verbindung bei entsprechenden Beschwerden oder Mangelzuständen ernst genommen werden sollte.[3]

Wer eine Zöliakie abklären möchte, sollte das idealerweise vor einer längerfristigen glutenfreien Ernährung tun. Die üblichen Antikörpertests funktionieren zuverlässiger, solange weiterhin Gluten gegessen wird; eine bereits länger glutenfreie Ernährung kann die Diagnostik erschweren.[4]

Vielleicht ist es manchmal nicht nur das Gluten

Ein weiterer Punkt wird in der Diskussion häufig übersehen: Weizen besteht aus mehr als Gluten.

Bei der sogenannten nicht-zöliakischen Gluten- beziehungsweise Weizensensitivität berichten Menschen über reproduzierbare Beschwerden nach Weizen oder glutenhaltigen Lebensmitteln, obwohl weder Zöliakie noch Weizenallergie vorliegen. Neben Gluten werden dabei auch fermentierbare Kohlenhydrate wie Fruktane sowie Amylase-Trypsin-Inhibitoren als mögliche Auslöser diskutiert.[5]

Das finde ich für die praktische Ernährung besonders wichtig. Wenn jemand Brot, Pasta und andere Weizenprodukte weglässt und sich anschließend deutlich besser fühlt, wissen wir zunächst nur, dass die Veränderung funktioniert hat. Wir wissen noch nicht automatisch, ob Gluten, Fruktane, andere Weizenbestandteile, die Verarbeitung der Lebensmittel oder eine Kombination daraus entscheidend war.

Für den Betroffenen kann die Verbesserung trotzdem sehr real sein.

Zucker bei Hashimoto: Kein bewiesener Trigger – für mich trotzdem eines der ersten Themen

Zucker wird im Internet gerne zum „Entzündungstreiber“ oder sogar zum direkten Auslöser von Autoimmunerkrankungen erklärt. So einfach lässt sich das wissenschaftlich nicht darstellen, und einen direkten Nachweis, dass Zucker Hashimoto verursacht, gibt es nicht.

Trotzdem halte ich es für einen Fehler, das Thema deshalb abzuhaken.

Eine Ernährung mit vielen Süßigkeiten, gezuckerten Getränken und stark verarbeiteten Produkten bringt meist nicht nur Zucker mit sich, sondern insgesamt eine hohe Energiedichte, weniger Ballaststoffe und häufig eine schlechtere Nährstoffqualität. Für Gewicht, Blutzuckerregulation, Zähne, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Stoffwechsel gibt es genügend Gründe, zugesetzten Zucker nicht zum Grundnahrungsmittel zu machen.

Bei Hashimoto kommt noch die praktische Ebene hinzu. Viele Betroffene kämpfen zeitweise mit Erschöpfung, Heißhunger, Gewichtszunahme oder schwankender Leistungsfähigkeit. Ob Zucker diese Beschwerden direkt über die Autoimmunerkrankung beeinflusst, ist eine andere Frage als die, ob man sich mit deutlich weniger Zucker insgesamt besser fühlt.

Ich tue es.

Und deshalb gehört Zucker für mich zu den ersten Dingen, die man bei einer Ernährung mit Hashimoto kritisch betrachten kann – nicht aus Angst vor einem einzelnen Lebensmittel, sondern weil die Veränderung vergleichsweise einfach zu testen ist und gleichzeitig viele gesundheitliche Vorteile haben kann.

Weizen und hochverarbeitete Lebensmittel: Oft verändert man mehr als nur ein Lebensmittel

Ein glutenfreier Versuch führt häufig gleichzeitig dazu, dass Brot, Gebäck, Pizza, Pasta, Snacks und viele Fertigprodukte reduziert werden. Wer vorher viel davon gegessen hat, verändert mit dem Glutenverzicht deshalb oft einen erheblichen Teil seiner gesamten Ernährung.

Plötzlich landen mehr Kartoffeln, Reis, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte oder andere unverarbeitete Lebensmittel auf dem Teller. Zucker und Snackprodukte werden eventuell ebenfalls weniger. Schon deshalb ist es schwierig, aus einer persönlichen Verbesserung anschließend exakt herauszulesen, welcher einzelne Faktor dafür verantwortlich war.

Das schmälert die Verbesserung nicht. Es macht lediglich die Erklärung schwieriger.

Gerade deshalb finde ich es sinnvoller, Ernährung nicht ausschließlich über einzelne „gute“ oder „böse“ Lebensmittel zu betrachten. Oft verändert sich das Gesamtmuster, und genau dieses Muster kann entscheidend sein.

Alkohol: Für Hashimoto nicht eindeutig, für das Befinden trotzdem relevant

Auch Alkohol würde ich nicht mit der Aussage verbinden, er sei ein bewiesener Auslöser oder Verstärker von Hashimoto. Dafür geben die vorhandenen Daten keine Grundlage her; ältere Beobachtungsstudien zur Autoimmunthyreoiditis fanden zum Teil sogar Zusammenhänge in die entgegengesetzte Richtung, ohne damit eine schützende Wirkung nachweisen zu können.

Für die praktische Ernährung ist diese Hashimoto-Frage jedoch nur ein Teil des Bildes.

Alkohol beeinflusst unter anderem Schlaf, Nervensystem, Leberstoffwechsel und Regeneration. Wer sich ohnehin erschöpft fühlt, schlecht schläft oder Probleme mit der Belastbarkeit hat, kann deshalb durchaus feststellen, dass weniger oder kein Alkohol einen erheblichen Unterschied macht.

Aus meiner Sicht braucht es dafür keine Theorie, nach der jedes Glas Wein die Schilddrüse angreift. Wenn jemand ohne Alkohol besser schläft, sich erholter fühlt und am nächsten Tag leistungsfähiger ist, reicht das als sehr guter Grund, den eigenen Konsum zu hinterfragen.

Selen: Einer der am besten untersuchten Nährstoffe bei Hashimoto

Bei kaum einem Mikronährstoff wurde im Zusammenhang mit Hashimoto so viel geforscht wie bei Selen.

Eine 2024 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien wertete 35 Studien aus. Die Ergebnisse zeigten unter anderem einen Rückgang von TPO-Antikörpern; bei Teilnehmern, die keine Schilddrüsenhormone erhielten, wurde außerdem ein kleiner TSH-Effekt beobachtet. Für verschiedene andere Endpunkte waren die Ergebnisse weniger eindeutig.[6]

Eine weitere Meta-Analyse kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Selen die TPO-Antikörper nach drei und sechs Monaten reduzieren kann.[7]

Antikörperwerte sind allerdings kein Selbstzweck. Ein niedrigerer TPO-Wert bedeutet nicht automatisch, dass sich Beschwerden oder langfristiger Verlauf im gleichen Maß verbessern.

Außerdem ist Selen ein gutes Beispiel dafür, warum „mehr“ bei Nährstoffen nicht automatisch „besser“ bedeutet. Der Bedarf ist begrenzt, und eine dauerhaft hohe Zufuhr kann unerwünschte Wirkungen haben. Ich würde Selen deshalb weder als nutzlos abtun noch nach dem Prinzip „Hashimoto = Selen einnehmen“ betrachten.

Vitamin D: interessant, aber ebenfalls kein Wundermittel

Vitamin D wird bei Autoimmunerkrankungen intensiv untersucht, weil es neben seiner Bedeutung für Knochen und Calciumstoffwechsel auch an immunologischen Prozessen beteiligt ist.

Eine Meta-Analyse randomisierter Studien zu Hashimoto fand unter Vitamin-D-Supplementierung unter anderem niedrigere TPO- und Tg-Antikörper sowie Veränderungen einiger Schilddrüsenparameter.[8] Die eingeschlossenen Studien unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Dosierungen, Ausgangswerten, Behandlungsdauer und Teilnehmergruppen.

Für mich ist daraus vor allem eine praktische Konsequenz sinnvoll: Einen echten Vitamin-D-Mangel sollte man nicht ignorieren. Ob eine Supplementierung über die Korrektur eines Mangels hinaus einen zusätzlichen therapeutischen Nutzen bei Hashimoto besitzt, ist eine deutlich offenere Frage.

Das gleiche Grundprinzip gilt für viele Nährstoffe: Erst herausfinden, ob tatsächlich ein Problem besteht, und dann gezielt handeln, statt wahllos immer mehr Nahrungsergänzungsmittel zu stapeln.

Eisen und Ferritin: Gerade bei Müdigkeit nicht vergessen

Eisen verdient bei Hashimoto besondere Aufmerksamkeit, weil sich die Beschwerden eines Eisenmangels teilweise mit einer Schilddrüsenunterfunktion überschneiden können. Müdigkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit, Haarausfall oder Konzentrationsprobleme lassen sich nicht zuverlässig allein anhand des Gefühls einer Ursache zuordnen.

Gleichzeitig benötigt die Schilddrüsenperoxidase Eisen für ihre Funktion.

Eine systematische Übersichtsarbeit von 2024 befasste sich speziell mit Eisen- und Ferritinmangel bei Frauen mit Hypothyreose und chronischer lymphozytärer Thyreoiditis und kommt zu dem Schluss, dass der Eisenstatus bei diesen Patientinnen stärker berücksichtigt werden sollte.[9] Eine weitere Meta-Analyse fand bei Menschen mit Eisenmangel im Durchschnitt niedrigere fT4- und fT3-Werte sowie eine höhere Häufigkeit von Schilddrüsenantikörpern, wobei die zugrunde liegenden Studien überwiegend Beobachtungsdaten lieferten.[10]

Das bedeutet nicht, dass jeder Hashimoto-Betroffene Eisen einnehmen sollte. Es bedeutet, dass ein vorhandener Eisenmangel ernst genommen werden sollte – gerade wenn Beschwerden bestehen, die vorschnell allein der Schilddrüse zugeschrieben werden könnten.

Und hier gilt unsere Grundregel in beide Richtungen: Erst Hashimoto ernst nehmen – und dann den Horizont erweitern.

Vitamin B12 und autoimmune Gastritis: Eine Verbindung, die leicht übersehen wird

Hashimoto tritt häufiger zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen auf. Eine davon ist die autoimmune Gastritis, bei der das Immunsystem Strukturen der Magenschleimhaut angreift.

Mit zunehmender Schädigung können Magensäureproduktion und Intrinsic Factor abnehmen. Daraus können zunächst Eisenmangel und später auch Vitamin-B12-Mangel beziehungsweise perniziöse Anämie entstehen. Gleichzeitig kann eine veränderte Magenfunktion die Aufnahme von Levothyroxin beeinflussen.[11]

Deshalb finde ich bei ungeklärtem Eisen- oder B12-Mangel, auffälligen Magen-Darm-Beschwerden oder ungewöhnlich hohem Bedarf an Schilddrüsenhormonen den Blick über die reine Ernährung hinaus sinnvoll. Manchmal besteht das Problem nicht darin, dass zu wenig eines Nährstoffs gegessen wird, sondern dass der Körper ihn nicht ausreichend aufnehmen kann.

Jod: Notwendig für die Schilddrüse – aber mehr ist nicht besser

Kaum ein Nährstoff zeigt so deutlich wie Jod, warum pauschale Hashimoto-Regeln problematisch sind.

Ohne Jod kann die Schilddrüse keine Schilddrüsenhormone bilden. Jodmangel ist deshalb ebenso wenig erstrebenswert wie eine übermäßige Zufuhr.

Gleichzeitig ist seit Langem bekannt, dass eine sehr hohe Jodzufuhr bei entsprechend veranlagten Menschen Schilddrüsenfunktionsstörungen und Autoimmunität begünstigen kann. Eine 2025 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit zu Jodierungsprogrammen kommt zu dem Schluss, dass eine übermäßige Jodversorgung wahrscheinlich zu einer erhöhten Hashimoto-Prävalenz beitragen kann, wenn die Versorgung nicht angemessen überwacht wird.[12]

Die American Thyroid Association warnt deshalb insbesondere vor hoch dosierten Jod- und Kelppräparaten; Menschen mit bereits bestehender Schilddrüsenerkrankung gehören zu den Gruppen, die empfindlicher auf Jodüberschuss reagieren können.[13]

Für mich bedeutet das nicht, Jod zum Feind zu erklären. Es bedeutet: ausreichend statt extrem. Normale Lebensmittel und eine bedarfsgerechte Versorgung sind etwas völlig anderes als hoch dosierte Jodtropfen oder täglich große Mengen stark jodhaltiger Algenprodukte.

Darm und Mikrobiom: Ein spannendes Forschungsfeld, aber noch keine einfache Ursache

Der Darm gehört zu den Themen, die lange entweder sehr groß oder sehr klein geredet wurden. Die einen erklären Hashimoto praktisch vollständig über „Leaky Gut“, die anderen halten Zusammenhänge zwischen Darm und Schilddrüse grundsätzlich für Spekulation.

Die heutige Forschung ist wesentlich interessanter.

Systematische Reviews zeigen Unterschiede in der Darmmikrobiota von Menschen mit autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen und diskutieren eine sogenannte Darm-Schilddrüsen-Achse. Dabei geht es unter anderem um Immunregulation, mikrobielle Stoffwechselprodukte, Nährstoffaufnahme und mögliche Wechselwirkungen zwischen Darm und Schilddrüsenfunktion.[14]

Was daraus bisher nicht folgt, ist ein einfacher Satz wie: „Dysbiose verursacht Hashimoto“ oder „Probiotika behandeln die Autoimmunerkrankung“.

Aber ebenso wenig ist der Darm bedeutungslos. Zöliakie, autoimmune Gastritis, Laktoseintoleranz, Reizdarmbeschwerden, Malabsorption und andere gastrointestinale Probleme können für einzelne Betroffene sehr relevant sein und teilweise auch die Aufnahme von Nährstoffen oder Schilddrüsenhormonen beeinflussen.

Meine Haltung dazu ist deshalb recht einfach: Darmprobleme ernst nehmen, Zusammenhänge untersuchen – aber nicht jede Abweichung eines Mikrobiomtests automatisch zur Ursache der gesamten Erkrankung erklären.

Was kann bei Hashimoto auf den Teller?

Ich halte wenig von komplizierten Ernährungsregeln mit zwanzig verbotenen Lebensmittelgruppen. Eine gute Basis darf erstaunlich unspektakulär aussehen.

BereichPraktische OrientierungEinordnung
Gemüseabwechslungsreich und regelmäßig, roh oder gegart nach Verträglichkeitnährstoff- und ballaststoffreiche Basis
Obstbevorzugt unverarbeitet; Menge nach persönlicher Verträglichkeit und Gesamtenergiegute Quelle für Mikronährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe
EiweißFisch, Eier, Fleisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte oder Alternativen nach Verträglichkeitwichtig für Muskelerhalt, Sättigung und allgemeine Versorgung
Fettez. B. Olivenöl, Nüsse, Samen, Avocado und fetter FischSchwerpunkt auf wenig verarbeiteten Fettquellen
KohlenhydrateKartoffeln, Reis, Hafer, Hülsenfrüchte und andere möglichst wenig verarbeitete Quellen; Getreide individuell auswählenQualität und Verträglichkeit sind wichtiger als eine starre Grammzahl
BallaststoffeGemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Obst und geeignete Vollkornproduktewichtig für Darmgesundheit und Stoffwechsel; bei Darmproblemen individuell steigern
ZuckerSüßigkeiten und gezuckerte Getränke eher Ausnahme als tägliche Grundlagefür mich einer der sinnvollsten Hebel im Alltag
Weizen/Glutenbei Beschwerden oder klarer persönlicher Beobachtung gezielt testen; mögliche Zöliakie vorher abklärenkeine Pflicht für alle, aber auch kein Thema, das ich pauschal abtun würde
Milchproduktebei guter Verträglichkeit kein generelles Verbot; bei Beschwerden Laktose oder andere Ursachen prüfenindividuell
Alkoholmöglichst wenig; ein Verzicht kann gerade bei Schlaf-, Energie- oder Verdauungsproblemen interessant seinnicht als bewiesener Hashimoto-Trigger einordnen
Jodreiche Präparate/Algenkeine unkontrollierte HochdosiszufuhrJod ist notwendig, Überschuss kann bei Hashimoto problematisch sein
Stark verarbeitete Lebensmittelnicht verbieten, aber deutlich weniger Raum gebenmeist sinnvoller als die Jagd nach einzelnen „entzündlichen“ Lebensmitteln

Das ist keine Hashimoto-Diät im klassischen Sinn. Es ist eine stabile Grundlage, von der aus individuelle Veränderungen wesentlich leichter beurteilt werden können.

Was sollte man bei Hashimoto nicht essen?

Auf diese Frage suchen sehr viele Menschen eine klare Liste. Ich verstehe das gut, denn gerade nach der Diagnose möchte man wissen, was man selbst tun kann.

Trotzdem würde ich Lebensmittel nicht pauschal in „erlaubt“ und „verboten“ aufteilen.

Bei Zöliakie ist Gluten konsequent zu vermeiden. Bei einer Laktoseintoleranz hängt die verträgliche Menge von der individuellen Situation ab. Bei einer Weizenallergie gelten wieder andere Regeln.

Ohne eine solche Diagnose gibt es weniger absolute Antworten.

Wenn ich trotzdem eine Priorität setzen müsste, würde ich zuerst dort ansetzen, wo sich mit relativ wenig Verlust viel gewinnen lässt: weniger zugesetzter Zucker, weniger stark verarbeitete Lebensmittel und weniger Alkohol. Danach kann man, wenn Beschwerden oder eigene Beobachtungen dafür sprechen, Weizen beziehungsweise Gluten gezielt testen.

Eine Ernährung, die gleichzeitig glutenfrei, milchfrei, eifrei, sojafrei, histaminarm, Low-FODMAP, zuckerfrei und möglichst kohlenhydratfrei sein soll, halte ich dagegen ohne konkreten Anlass für wenig sinnvoll. Irgendwann bleibt nicht nur wenig Genuss, sondern auch wenig Möglichkeit herauszufinden, welche Veränderung überhaupt etwas bewirkt hat.

Gluten, Zucker oder Milch weglassen: lieber testen als glauben

Wenn ich herausfinden möchte, ob mir ein Lebensmittel nicht guttut, versuche ich möglichst nicht zehn Dinge gleichzeitig zu verändern.

Ein sinnvoller Selbstversuch braucht vor allem eine klare Ausgangslage. Welche Beschwerden möchte ich beobachten? Wie häufig treten sie vorher auf? Was genau lasse ich weg? Und was passiert bei einer späteren Wiedereinführung?

Bei Weizen oder Gluten ist diese Trennung schwieriger, weil damit häufig ganze Lebensmittelgruppen und gleichzeitig ein großer Teil stark verarbeiteter Nahrung verschwinden. Trotzdem kann ein strukturierter Versuch wertvoller sein als jahrelange Spekulation.

Was ich vermeiden würde, ist eine dauerhafte Einschränkung allein deshalb, weil irgendwo steht, dass Menschen mit Hashimoto ein bestimmtes Lebensmittel grundsätzlich nicht essen dürfen.

Die eigene Erfahrung darf wichtig sein. Sie sollte nur möglichst tatsächlich die eigene Erfahrung werden und nicht die eines Instagram-Posts.

Low Carb, Paleo, mediterran oder Intervallfasten?

Auch hier gibt es keine Ernährungsform, die derzeit wissenschaftlich als „die Hashimoto-Ernährung“ gelten kann.

Interessant ist beispielsweise eine kleine randomisierte Studie aus dem Jahr 2024 mit 40 Menschen mit Hashimoto. Nach sechs Monaten einer kohlenhydratreduzierten Ernährung zeigten sich unter anderem geringere TPO- und Tg-Antikörper sowie Veränderungen des mittels MRT bestimmten Wassergehalts der Schilddrüse.[15]

Das ist ein interessantes Signal – aber 40 Teilnehmer reichen nicht aus, um daraus eine allgemeine Empfehlung für Low Carb abzuleiten.

Ähnlich würde ich mit Paleo, Autoimmunprotokoll, mediterraner Ernährung oder Intervallfasten umgehen. Einzelne Ansätze können für einzelne Menschen sehr gut funktionieren. Entscheidend ist, was sich dabei tatsächlich verändert: weniger Zucker? weniger hochverarbeitete Produkte? mehr Gemüse? mehr Eiweiß? Gewichtsverlust? weniger Weizen? ein anderes Essensfenster?

Oft ist das interessanter als der Name der Ernährung.

Nahrungsergänzungsmittel: Ein Mangel ist etwas anderes als ein Optimierungsprojekt

Bei Hashimoto landet man schnell bei langen Listen mit Selen, Zink, Vitamin D, B12, Magnesium, Eisen, Omega-3, Myo-Inositol und weiteren Präparaten.

Einige dieser Stoffe sind für Schilddrüse und Stoffwechsel tatsächlich wichtig. Bei bestimmten Nährstoffen gibt es sogar klinische Studien. Trotzdem halte ich es für sinnvoll, zwischen drei Situationen zu unterscheiden:

Ein nachgewiesener Mangel sollte ernst genommen werden.

Eine Versorgung im normalen Bereich ist etwas anderes als ein therapeutischer Versuch mit höheren Mengen.

Und „viel hilft viel“ ist bei Mikronährstoffen keine gute Grundregel.

Gerade Eisen, Jod, Selen und fettlösliche Vitamine zeigen, dass sowohl eine Unterversorgung als auch eine unnötig hohe Zufuhr problematisch sein kann.

Für mich ist deshalb eine gute Ernährung die Basis und Supplementierung etwas, das gezielt ergänzt – nicht etwas, das eine schwache Ernährung mit zwanzig Kapseln kompensieren soll.

Ernährung kann sogar die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen beeinflussen

Ein Aspekt der Ernährung ist wissenschaftlich besonders gut nachvollziehbar: Was wir essen und trinken, kann die Aufnahme von Levothyroxin beeinflussen.

Ein systematischer Review von 63 Studien beschreibt unter anderem Wechselwirkungen mit Kaffee, Soja, Ballaststoffen sowie Calcium- und Eisenpräparaten. Besonders bei Levothyroxin-Tabletten kann die gleichzeitige beziehungsweise sehr zeitnahe Einnahme die Aufnahme reduzieren.[16]

Das bedeutet nicht, dass Kaffee, Soja oder ballaststoffreiche Lebensmittel wegen Hashimoto gemieden werden müssen. Hier geht es um den Zeitpunkt der Einnahme, nicht um ein grundsätzlich „schlechtes“ Lebensmittel.

Gerade wenn TSH-Werte trotz unveränderter Dosis ungewöhnlich schwanken oder immer höhere Dosen notwendig erscheinen, lohnt es sich deshalb, auch einmal ganz banal zu prüfen, wie Schilddrüsenhormon, Frühstück, Kaffee und Nahrungsergänzungsmittel zeitlich zusammenspielen.

Manchmal ist die einfachste Erklärung tatsächlich eine der wichtigsten.

Ernährung bei Hashimoto darf wichtig sein, ohne zur Religion zu werden

Wenn man anfängt, sich mit Hashimoto und Ernährung zu beschäftigen, kann schnell der Eindruck entstehen, dass man nur noch das richtige Lebensmittel finden oder den letzten Trigger beseitigen müsse.

So habe ich die Erkrankung nicht erlebt.

Für mich besteht eine gute Ernährung heute weniger aus perfekten Regeln als aus vielen Entscheidungen, die sich über Jahre bewährt haben. Manche davon passen gut zu allgemeinen Ernährungsempfehlungen, andere beruhen stärker auf persönlicher Erfahrung.

Gerade bei Zucker, Weizen, Gluten oder Alkohol würde ich diese Erfahrung nicht mehr ignorieren, nur weil sich nicht jede Veränderung mit einem eindeutigen Mechanismus erklären lässt.

Gleichzeitig hat mir Hashimoto beigebracht, nicht hinter jedem schlechten Tag sofort das letzte Abendessen zu suchen. Ernährung ist ein wichtiges Puzzleteil, aber sie steht neben Schilddrüsenhormonen, Schlaf, Stress, Bewegung, Nährstoffstatus, anderen Erkrankungen und vielen ganz normalen Faktoren des Lebens.

Vielleicht ist genau das der sinnvollste Umgang damit: Ernährung ernst nehmen, Veränderungen bewusst ausprobieren und beobachten, aber nicht jeden Teller zu einem medizinischen Experiment machen.

Häufig gestellte Fragen

Kann Ernährung Hashimoto heilen?

Eine Ernährung, mit der sich Hashimoto zuverlässig heilen lässt, ist derzeit nicht bekannt. Trotzdem kann Ernährung für Gesundheit, Stoffwechsel, Nährstoffversorgung, Verdauung und das persönliche Befinden einen erheblichen Unterschied machen.
Für mich ist das kein Widerspruch. Eine Maßnahme muss keine Autoimmunerkrankung heilen, um im Alltag wertvoll zu sein.

Welche Nährstoffe sind bei Hashimoto besonders wichtig?

Zu den häufig diskutierten Nährstoffen gehören unter anderem Selen, Jod, Eisen, Vitamin D, Vitamin B12 und Zink. Selen ist besonders intensiv untersucht worden, und auch zu Vitamin D und Eisen liegen inzwischen systematische Reviews beziehungsweise Meta-Analysen vor.[6][8][9]
Entscheidend ist aber die Ausgangslage. Ein bestehender Mangel ist medizinisch etwas anderes als eine hoch dosierte Supplementierung bei bereits ausreichender Versorgung.

Welche Lebensmittel sollte man bei Hashimoto vermeiden?

Eine universelle Verbotsliste gibt es nicht. Ich würde vor allem stark zuckerreiche und hochverarbeitete Lebensmittel sowie Alkohol kritisch betrachten und anschließend individuelle Unverträglichkeiten oder Reaktionen prüfen.
Weizen und Gluten sind für mich Themen, die einen gezielten Versuch wert sein können, wenn Beschwerden oder bisherige Erfahrungen dafür sprechen. Andere Lebensmittel sollten nicht ohne konkreten Grund gestrichen werden.

Sollte man bei Hashimoto auf Gluten verzichten?

Bei Zöliakie ist eine strikt glutenfreie Ernährung notwendig. Ohne Zöliakie ist die Studienlage deutlich weniger eindeutig. Die aktuelle Meta-Analyse umfasst lediglich drei Studien mit 110 Teilnehmern und erlaubt keine allgemeine Empfehlung für alle Hashimoto-Betroffenen.[2]
Wer jedoch wiederholt Beschwerden nach Weizen oder glutenhaltigen Lebensmitteln beobachtet, kann das Thema durchaus ernst nehmen. Vor einer dauerhaften glutenfreien Ernährung ist es sinnvoll, eine mögliche Zöliakie abzuklären, solange noch Gluten gegessen wird.[3][4]

Gibt es eine spezielle Hashimoto-Diät?

Bislang gibt es keine einzelne Ernährungsform, deren Nutzen für alle Menschen mit Hashimoto überzeugend belegt wäre. Untersuchungen zu glutenfreier Ernährung, Kalorienreduktion, einzelnen Lebensmitteln und Nährstoffen liefern interessante Ergebnisse, sind aber häufig klein und sehr unterschiedlich aufgebaut.[1]
Das bedeutet nicht, dass Ernährung keine Rolle spielt. Eine nährstoffreiche Basis und individuell sinnvolle Veränderungen können für das Befinden sehr wichtig sein.

Quellen & weiterführende Literatur

[1] Osowiecka K, Myszkowska-Ryciak J. The Influence of Nutritional Intervention in the Treatment of Hashimoto’s Thyroiditis—A Systematic Review. Nutrients. 2023;15(4):1041. DOI: 10.3390/nu15041041.

[2] Araújo EMQ, Coutinho-Lima CRO, de Sousa AS et al. Effects of Gluten-Free Diet in Non-Celiac Hashimoto’s Thyroiditis: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. 2025;17(21):3437. DOI: 10.3390/nu17213437.

[3] Roy A, Laszkowska M, Sundström J et al. Prevalence of Celiac Disease in Patients with Autoimmune Thyroid Disease: A Meta-Analysis. Thyroid. 2016;26(7):880–890. DOI: 10.1089/thy.2016.0108.

[4] National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK). Celiac Disease Tests.

[5] Khan A, Suarez MG, Murray JA. Nonceliac Gluten and Wheat Sensitivity. Clinical Gastroenterology and Hepatology. 2020;18(9):1913–1922.e1. DOI: 10.1016/j.cgh.2019.04.009.

[6] Huwiler VV, Maissen-Abgottspon S, Stanga Z et al. Selenium Supplementation in Patients with Hashimoto Thyroiditis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials. Thyroid. 2024;34(3):295–313. DOI: 10.1089/thy.2023.0556.

[7] Kong XQ, Qiu GY, Yang ZB, Tan ZX, Quan XQ. Clinical efficacy of selenium supplementation in patients with Hashimoto thyroiditis: A systematic review and meta-analysis. Medicine (Baltimore). 2023;102(20):e33791. DOI: 10.1097/MD.0000000000033791.

[8] Tang J, Shan S, Li F, Yun P. Effects of vitamin D supplementation on autoantibodies and thyroid function in patients with Hashimoto’s thyroiditis: A systematic review and meta-analysis. Medicine (Baltimore). 2023;102(52):e36759. DOI: 10.1097/MD.0000000000036759.

[9] Gierach M, Rudewicz M, Junik R. Iron and ferritin deficiency in women with hypothyroidism and chronic lymphocytic thyroiditis – systematic review. Endokrynologia Polska. 2024;75(3):253–261. DOI: 10.5603/ep.97860.

[10] Garofalo V, Condorelli RA, Cannarella R et al. Relationship between Iron Deficiency and Thyroid Function: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. 2023;15(22):4790. DOI: 10.3390/nu15224790.

[11] Cellini M, Santaguida MG, Virili C et al. Hashimoto’s Thyroiditis and Autoimmune Gastritis. Frontiers in Endocrinology. 2017;8:92. DOI: 10.3389/fendo.2017.00092.

[12] Vargas-Uricoechea H, Castellanos-Pinedo A, Meza-Cabrera IA et al. Iodine Intake from Universal Salt Iodization Programs and Hashimoto’s Thyroiditis: A Systematic Review. Diseases. 2025;13(6):166. DOI: 10.3390/diseases13060166.

[13] American Thyroid Association. ATA Statement on the Potential Risks of Excess Iodine Ingestion and Exposure.

[14] Stramazzo I, Capriello S, Filardo S, Centanni M, Virili C. Microbiota and Thyroid Disease: An Updated Systematic Review. Advances in Experimental Medicine and Biology. 2023;1370:125–144. DOI: 10.1007/5584_2023_770.

[15] Huang XS, Dai N, Xu JX et al. MRI quantitative assessment of the effects of low-carbohydrate therapy on Hashimoto’s thyroiditis. Endocrine Connections. 2024;13(5):e230477. DOI: 10.1530/EC-23-0477.

[16] Wiesner A, Gajewska D, Paśko P. Levothyroxine Interactions with Food and Dietary Supplements—A Systematic Review. Pharmaceuticals (Basel). 2021;14(3):206. DOI: 10.3390/ph14030206.

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