Bleib informiert:
Folge uns auf Facebook!

8 Tipps für einen schlankmachenden Speiseplan trotz Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto-Thyreoiditis

Inhalte Anzeigen

Wenn du mit Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto-Thyreoiditis lebst, bist du wahrscheinlich bereits auf die ein oder andere Weise mit den Herausforderungen dieser Zustände vertraut. Diese Art von Schilddrüsenerkrankungen, bei denen die Produktion wichtiger Hormone gestört ist, wirkt sich auf zahlreiche Aspekte deiner Gesundheit aus, wobei das Körpergewicht oft eine sichtbare Frontlinie darstellt. Ein verlangsamter Stoffwechsel ist eine häufige Begleiterscheinung, wenn die Schilddrüse nicht genügend Hormone ausschüttet – das Ergebnis ist eine Zunahme des Körpergewichts, die dich auf deinem Weg zu einem gesunden Ich behindern kann.

Besonders bei Hashimoto-Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung, die zu Hypothyreose führt, attackiert das Immunsystem fälschlicherweise die Schilddrüse, reduziert die Hormonproduktion und belastet somit den gesamten Stoffwechselprozess. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf dein Energieniveau und deine Stimmung, sondern beeinflusst auch deinen Grundumsatz erheblich – also die Anzahl an Kalorien, die dein Körper in Ruhe verbrennt. Diese Absenkung des Stoffwechsels bedeutet, dass weniger Kalorien für die alltäglichen Körperfunktionen verwendet werden, was das Risiko einer Gewichtszunahme markant ansteigen lässt.

Angesichts dieser Komplexität kann ein durchdachter, schlankmachender Speiseplan zum Schlüssel für dein Wohlbefinden werden. Die Wahl der richtigen Nahrungsmittel und das Ausbalancieren von Makro- und Mikronährstoffen spielen eine kritische Rolle, um Entzündungen zu bekämpfen, deinen Metabolismus zu fördern und dir dabei zu helfen, den Energiehaushalt zu stabilisieren. Mit einer solchen Ernährung kannst du nicht nur deinen Körper mit den notwendigen Nährstoffen versorgen, sondern auch aktiv dazu beitragen, die Symptome deiner Schilddrüsenunterfunktion zu lindern und gleichzeitig das Ziel einer schlanken Figur verfolgen.

Bist du bereit, den ersten Schritt zu tun? Die folgenden 8 Tipps sind deine Wegweiser zu einem Speiseplan, der sowohl deiner Schilddrüse als auch deinem Bestreben nach einem schlanken Körper zuträglich ist. Denn eines ist sicher: Mit ein wenig Wissen und passenden Strategien kannst du dein Gewicht auch bei Schilddrüsenproblemen effektiv managen und einen Weg zu mehr Gesundheit und Vitalität einschlagen. Lass uns also ohne weitere Verzögerung in die Welt der schlankmachenden Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto eintauchen!

Verständnis der Schilddrüsenunterfunktion

Um die Notwendigkeit einer angepassten Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion zu verstehen, ist es hilfreich, die Symptome dieser Erkrankung zu kennen und wie genau sie den Stoffwechsel beeinflussen.

Symptome und Auswirkungen auf den Stoffwechsel

Die Schilddrüsenunterfunktion, medizinisch Hypothyreose genannt, manifestiert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die einen erheblichen Einfluss auf das tägliche Wohlbefinden haben können. Die Patienten klagen häufig über persistierende Müdigkeit, eine gesteigerte Kälteempfindlichkeit aufgrund verringerter Wärmeproduktion, trockene Haut und diffusen Haarausfall, was auf eine verringerte Regeneration der Haut- und Haarfollikelzellen zurückzuführen ist.

Muskelschwäche und Myalgien sind ebenfalls keine Seltenheit, und es kann zu einer Verlangsamung des Herzrhythmus kommen – bekannt als Bradykardie – die teilweise auf einen reduzierten Sauerstoffbedarf der Körperzellen zurückzuführen ist.

Warum die Schilddrüsenunterfunktion zu Gewichtszunahme führt

Auf metabolischer Ebene hat eine Hypothyreose weitreichende Konsequenzen. Die verminderte Konzentration der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) im Blut bedeutet, dass zahlreiche Körperprozesse gedrosselt werden. Diese Hormone spielen eine zentrale Rolle bei der Regulation des Metabolismus – sie stimulieren die Oxidation in den Zellen, was den Energieverbrauch des Körpers erhöht.

Bei einem Mangel an T3 und T4 sinkt der Grundumsatz (Basalmetabolische Rate). Dies ist die Menge an Energie, gemessen in Kalorien, die der Körper im Zustand völliger Ruhe benötigt, um lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Atmung und Aufrechterhaltung der Körpertemperatur – homöostatische Prozesse – aufrechtzuerhalten.

Durch diese verminderte Stoffwechselaktivität kommt es zu einer geringeren Wärmebildung und somit zu einer erhöhten Kälteempfindlichkeit und die Kalorienverbrennung wird insgesamt verringert, was ohne entsprechende Anpassung der Energieaufnahme in der Ernährung zu einer Gewichtszunahme führen kann.

Diese metabolischen Veränderungen stehen auch in Verbindung mit weiteren physiologischen Effekten, wie etwa einer verminderten Glukosetoleranz und einer Tendenz zur Dyslipidämie – einer Störung des Lipidstoffwechsels, die oft mit erhöhten Cholesterinspiegeln einhergeht. Diese Faktoren können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, was die Bedeutung einer effektiven Behandlung und Überwachung der Hypothyreose unterstreicht.

Für Betroffene bedeutet dies, dass diätetische Maßnahmen nicht nur auf die Reduktion des Körpergewichts abzielen sollten, sondern auch darauf ausgerichtet sein müssen, das Gleichgewicht der Schilddrüsenhormone zu unterstützen und die allgemeinen Stoffwechselprozesse zu optimieren. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit einem Endokrinologen und gegebenenfalls auch einem Ernährungsberater wesentlich, um eine individuelle und ganzheitliche Strategie zur Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheit zu entwickeln.

Rolle der Ernährung bei Hypothyreose

Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist besonders wichtig für Menschen mit Hypothyreose, da diese Schilddrüsenunterfunktion den Stoffwechsel verlangsamt und zu einer Vielzahl von Symptomen führen kann. Durch eine gezielte Ernährung können bestimmte Nährstoffe zugeführt werden, die für eine optimale Schilddrüsenfunktion und den Hormonhaushalt von entscheidender Bedeutung sind.

Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann zu weiteren Komplikationen führen und die Symptome der Hypothyreose verstärken. Daher ist es wichtig, auf eine ausreichende Zufuhr dieser Nährstoffe zu achten und gleichzeitig potenziell schädliche Lebensmittel zu vermeiden, die den Stoffwechsel zusätzlich belasten könnten.

Eine individuell angepasste Ernährung kann somit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens von Menschen mit Hypothyreose leisten.

Grundlagen gesunder Ernährung speziell bei Schilddrüsenproblemen

Die Grundlagen einer gesunden Ernährung bei Schilddrüsenproblemen berücksichtigen sowohl die Bedeutung von Makro- als auch Mikronährstoffen. Gemeint sind damit Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße (Proteine) und Fette sowie Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die in kleineren Mengen benötigt werden, dennoch für viele Stoffwechselprozesse unabdingbar sind.

Komplexe Kohlenhydrate, beispielsweise aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und stärkehaltigem Gemüse, bieten eine lang anhaltende Energieversorgung und verhindern rasche Blutzuckerschwankungen. Qualitativ hochwertige Proteine sind essentiell für die Reparatur und den Aufbau von Körpergewebe, einschließlich der Muskeln, und unterstützen die enzymatischen Funktionen im Körper. Gute Proteinquellen sind mageres Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und für Vegetarier und Veganer Tofu, Linsen und andere Hülsenfrüchte.

Gesunde Fette, insbesondere ungesättigte Fette wie sie zum Beispiel in Olivenöl, Avocados und verschiedenen Nüssen vorkommen, sind wichtig für die Entzündungshemmung und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wie A, D, E und K. Omega-3-Fettsäuren, die in fetten Fischen wie Lachs, Makrele und Hering sowie in Flachs- und Chiasamen zu finden sind, tragen ebenso zur Reduktion inflammatorischer Prozesse bei, welche besonders bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis eine Rolle spielen.

Antioxidantien schützen die Körperzellen vor oxidativem Stress, der ansonsten die Zellstrukturen, inklusive der DNA, beschädigen kann. Farbenfrohes Obst und Gemüse, Beeren, dunkle Schokolade und grüner Tee sind hervorragende Quellen von Antioxidantien. Parallel dazu sollten Lebensmittel mit hohem Jodgehalt wie Meeresfrüchte und jodiertes Salz nur in Maßen konsumiert werden, da Jod einen direkten Einfluss auf die Schilddrüsenaktivität hat und ein übermäßiger Konsum bei Hashimoto zu einer Verschlimmerung der Symptome führen kann.

Zusätzlich ist die ausreichende Aufnahme von Selen und Zink essenziell, da beide Spurenelemente eine wichtige Rolle im Schilddrüsenhormonstoffwechsel spielen. Selen ist ein Kofaktor für Deiodasen, Enzyme, die die Umwandlung von T4 in das aktivere T3 katalysieren, und es hat antientzündliche Eigenschaften. Zink ist an der Hormonsynthese beteiligt und unterstützt das Immunsystem.

Vor allem sollten prozessierte Lebensmittel, die häufig hohe Mengen an Zucker, Salz und gesättigten Fettsäuren enthalten, vermieden werden, da diese nicht nur Entzündungen fördern, sondern auch zu Gewichtszunahme und Stoffwechselstörungen beitragen können. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln ist, kann dazu beitragen, das hormonelle Gleichgewicht zu erhalten und den Stoffwechsel zu fördern – beides ist für Personen mit Schilddrüsenproblemen von zentraler Bedeutung.

Die Bedeutung von Makro- und Mikronährstoffen für den Stoffwechsel

Makronährstoffe liefern dem menschlichen Körper die notwendige Energie, um alle lebenswichtigen Funktionen und die alltägliche körperliche Aktivität aufrechtzuerhalten. Dabei hat jeder dieser Nährstoffe eine spezifische Aufgabe im metabolischen Kreislauf:

  • Kohlenhydrate dienen hauptsächlich als schnelle Energielieferanten und sollten vorzugsweise in Form von Komplexen Kohlenhydraten konsumiert werden, um Blutzuckerschwankungen zu minimieren.
  • Eiweiße (Proteine) sind die Bausteine für die Zellen und Körpersubstanz, einschließlich Muskulatur und Hormone, und sind entscheidend für Reparatur- und Wachstumsprozesse im Körper.
  • Fette erfüllen nicht nur lebenswichtige strukturelle Funktionen, indem sie zum Aufbau von Zellmembranen und zur Produktion von wichtigen Hormonen beitragen, sondern sie dienen auch als langfristige Energiereserven.

Eine ausgewogene Zufuhr dieser Makronährstoffe ist für Menschen mit Hypothyreose besonders wichtig, da der Stoffwechsel bereits verlangsamt ist. Die richtige Balance kann helfen, Energielevel zu stabilisieren und Übergewicht zu vermeiden.

Mikronährstoffe, obwohl nur in geringen Mengen benötigt, sind essentiell für die Funktionalität des Stoffwechsels und spielen eine wichtige Rolle für die Schilddrüsengesundheit:

  • Selen ist ein Schlüsselelement, das für die Aktivität der Selenoproteine erforderlich ist, zu denen wichtige Enzyme für die Umwandlung von T4 (Thyroxin) in die bioaktive Form T3 (Triiodthyronin) gehören.
  • Zink ist für die Produktion sowie für die Stoffwechselaktivität der Schilddrüsenhormone notwendig und unterstützt zudem das Immunsystem.
  • Eisen ist unabdingbar für die Synthese von Schilddrüsenhormonen und für viele andere biochemische Prozesse, einschließlich der Bildung von Hämoglobin, welches für den Sauerstofftransport im Blut zuständig ist.
  • Vitamin A beeinflusst die Schilddrüsenhormon-Synthese und -Regulation und spielt eine Rolle bei der Differenzierung von Zellen, was für den Erhalt von gesunden Geweben und für das Sehvermögen wichtig ist.

Ein Mangel an diesen und anderen Mikronährstoffen kann die Schilddrüsenfunktion weiter einschränken und dadurch die Symptome einer Hypothyreose verschlimmern. Eine ausgewogene Ernährung, idealerweise angereichert mit schilddrüsenfördernden Nährstoffen, kann helfen, den Stoffwechsel zu optimieren und das Wohlbefinden von Betroffenen zu verbessern.

Bei spezifischen Nährstoffdefiziten können zudem gezielte Supplemente nach ärztlicher Anweisung sinnvoll sein, um die Körperfunktionen und die Schilddrüsengesundheit zu unterstützen.

TIPP #1: Lebensmittel, die für die Schilddrüsenfunktion unterstützend wirken können

Die Auswahl der richtigen Lebensmittel kann maßgeblich dazu beitragen, die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion abzumildern und den Metabolismus zu fördern.

A. Liste schilddrüsenfördernder Lebensmittel

Einige Lebensmittel sind bekannt für ihre schilddrüsenunterstützenden Eigenschaften und sollten in einem diätetischen Plan für Menschen mit Hypothyreose in Betracht gezogen werden. Hier eine Auswahl:

  1. Seefisch und Meeresfrüchte: Sie sind reich an Jod, einem essenziellen Mikronährstoff, der für die Synthese von Schilddrüsenhormonen benötigt wird.
  2. Nüsse und Samen: Insbesondere Selenquellen wie Paranüsse, Sonnenblumenkerne und Leinsamen sind wichtig, da Selen in der thyroidalen Hormonsynthese und im Schutz vor oxidativem Stress beteiligt ist.
  3. Grünes Blattgemüse und Gemüsekruziferen: Versorgt den Körper mit wichtigen B-Vitaminen und Antioxidantien, die sowohl beim Energiestoffwechsel als auch bei entzündungshemmenden Prozessen helfen. Trotz Bedenken, dass Kruziferen bei übermäßigem Verzehr die Iodverwertung stören können, sind sie bei normalen Portionsgrößen und ausgewogener Ernährung unbedenklich.
  4. Vollkornprodukte: Sie sind reich an Ballaststoffen, die nicht nur die Verdauung unterstützen, sondern auch bei der Regulation des Blutzuckerspiegels helfen und somit die Insulinsensitivität verbessern können.

Erklärung ihrer Wirkweise und des Nutzens für den Stoffwechsel

Die ausgewählten Lebensmittel unterstützen den Stoffwechsel der Schilddrüse und damit den Gesamtstoffwechsel auf unterschiedliche Weise:

  • Jodhaltige Lebensmittel tragen zur Synthese der Schilddrüsenhormone bei. Eine gesunde Schilddrüsenfunktion ist essenziell für den Basalmetabolismus, der die Rate bestimmt, mit der Kalorien in Ruhe verbrannt werden.
  • Selen spielt eine Schlüsselrolle bei der Umwandlung des Schilddrüsenhormons Thyroxin (T4) in seine aktive Form Triiodthyronin (T3). Zudem schützt es durch seine Eigenschaften als Antioxidans die Schilddrüse vor Schaden durch die ständige Produktion und Neutralisierung von Wasserstoffperoxid während der Hormonsynthese.
  • Die Zufuhr von Ballaststoffen kann helfen, ein gesundes Körpergewicht zu fördern, indem sie zu einem längeren Sättigungsgefühl beitragen, die Verdauung regulieren und Symptome wie Verstopfung, die oft mit Hypothyreose verbunden sind, lindern.
  • Ein ausgewogener Blutzuckerspiegel, unterstützt durch den Verzehr von komplexen Kohlenhydraten, kann Schwankungen im Energielevel reduzieren und somit die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern.

Die Integration dieser Lebensmittel in den täglichen Speiseplan kann also nicht nur die schilddrüsenspezifischen Prozesse optimieren, sondern auch zur Verbesserung des allgemeinen Stoffwechsels und der Lebensqualität beitragen.

TIPP #2: Nahrungsmittel, die gemieden werden sollten

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse gibt es bestimmte Nahrungsmittel, die potenziell negative Auswirkungen auf die Funktion dieses lebenswichtigen Organs haben können. Ein bewusstes Meiden oder die Reduzierung dieser Lebensmittel kann dabei helfen, die Symptomatik der Hypothyreose zu verbessern.

Lebensmittel, die die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können:

  1. Soja: Isoflavone in Sojaprodukten können als endokrine Disruptoren wirken und die Schilddrüsenfunktion beeinflussen, insbesondere wenn bereits ein Jodmangel besteht.
  2. Bestimmte Kohlgemüse (Kruzifere): Wenn in großen Mengen verzehrt, können Stoffe wie Goitrogene in rohem Kohl, Brokkoli, Blumenkohl und Rosenkohl die Jodaufnahme stören.
  3. Glutenhaltige Getreide: Bei Personen mit Zöliakie oder einer Glutenintoleranz kann der Verzehr von Gluten eine Entzündungsreaktion hervorrufen, die sich auch auf die Schilddrüse auswirken kann.
  4. Zucker- und stärkereiche Lebensmittel: Diese können zu einem Ungleichgewicht des Blutzuckers führen, was wiederum den Hormonhaushalt beeinflussen und zu Gewichtszunahme führen kann.
  5. Hochverarbeitete Lebensmittel: Sie sind oft reich an Zusatzstoffen, schädlichen Fetten und exzessivem Salz, die alle eine gesunde Schilddrüsenfunktion negativ beeinflussen können.

Wissenschaftliche Begründungen und Studienergebnisse:

  • Isoflavone und Schilddrüsenfunktion: Studien haben gezeigt, dass Isoflavone die Enzymaktivität der Thyroid-Peroxidase (TPO) hemmen können, ein Schlüsselenzym im Syntheseprozess der Schilddrüsenhormone, was bei einem Mangel an verfügbarem Jod zu einer gestörten Hormonproduktion führen kann.
  • Goitrogene in bestimmten Gemüsesorten können die Synthese von Schilddrüsenhormonen inhibieren, indem sie die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse blockieren, was die Ausbildung einer Struma (Kropf) begünstigen kann.
  • Gluten und seine Auswirkung auf Personen mit Schilddrüsenautoimmunerkrankungen wie Hashimoto ist ein Gegenstand aktueller Forschung, und einige Studien legen einen Zusammenhang zwischen einem verbesserten Schilddrüsenzustand und einer glutenfreien Ernährung nahe.
  • Hoher Zuckerkonsum kann zu Insulinresistenz führen und Entzündungsprozesse im Körper fördern, die sich negativ auf die Schilddrüsenfunktion auswirken können.
  • Verarbeitete Lebensmittel enthalten oft Transfette und weitere Entzündungsfördernde Zusätze, die einer Autoimmunerkrankung wie Hashimoto die Schilddrüsenunterfunktion verschlimmern können.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die genaue Wirkung dieser Nahrungsmittel individuell variieren kann und dass weitere Forschung nötig ist, um alle Mechanismen zu verstehen. Dennoch empfiehlt es sich für Betroffene, auf Signale des Körpers zu achten und gegebenenfalls eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen, um den eigenen Speiseplan optimal anzupassen.

TIPP #3: Die Bedeutung von Jod und Selen

Jod und Selen sind zwei Mikronährstoffe, die eine aktive Rolle in der Physiologie der Schilddrüse spielen und für die Produktion sowie Regulation der Schilddrüsenhormone unerlässlich sind.

Wie Jod und Selen die Schilddrüsenfunktion beeinflussen

Jod ist ein grundlegender Baustein der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3). Ohne ausreichendes Jod kann die Schilddrüse nicht genug dieser Hormone synthetisieren, was zu Hypothyreose und in Folge eventuell zu einer Struma führen kann.

Selen ist ein Schlüsselbestandteil von Selenoproteinen, zu denen auch die Glutathionperoxidase gehört, die die Schilddrüse vor oxidativen Schäden schützt, sowie die Deiodasen, Enzyme, die die Umwandlung von T4 in die aktive Form T3 katalysieren. Ein Mangel an Selen kann daher die hormonelle Aktivierung und den Schutz der Schilddrüse beeinträchtigen.

Richtige Dosierung und natürliche Quellen

  • Jod: Die empfohlene Tagesdosis an Jod beträgt für Erwachsene etwa 150 Mikrogramm. Zu den natürlichen Jodquellen zählen Meeresprodukte wie Fisch, Algen und Meeresfrüchte, aber auch jodiertes Speisesalz, Eier und Milchprodukte. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zu halten, da sowohl ein Zuwenig als auch ein Zuviel an Jod zu Schilddrüsenproblemen führen kann.
  • Selen: Für Selen liegt die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene bei etwa 55 Mikrogramm. Natürliche Selenquellen beinhalten Paranüsse, mit denen man bereits durch die Einnahme von zwei bis drei dieser Nüsse pro Tag die erforderliche Menge an Selen aufnehmen kann; des Weiteren Fisch, Fleisch, Eier und Vollkornprodukte. Wie bei Jod ist ein Übermaß an Selen zu vermeiden, da dies toxische Wirkungen haben kann.

Es ist stets zu beachten, dass die individuelle Dosierung je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebenssituation wie beispielsweise Schwangerschaft oder Stillzeit variieren kann. Die Supplementation mit diesen Mikronährstoffen sollte, besonders im Falle von Schilddrüsenerkrankungen, immer unter medizinischer Aufsicht stattfinden, um Dysregulationen und Überdosierungen zu vermeiden.

TIPP #4: Mahlzeiten-Timing und -Frequenz

Die Planung wann und wie oft Mahlzeiten eingenommen werden, kann signifikante Auswirkungen auf den Stoffwechsel und somit das Gewicht haben, insbesondere bei Personen mit Schilddrüsenunterfunktion.

Tipps zum besten Timing für Mahlzeiten zur Optimierung des Stoffwechsels

  1. Konstanter Rhythmus: Regelmäßige Esszeiten können dabei helfen, den Stoffwechsel zu stabilisieren und Hungergefühle zu kontrollieren.
  2. Frühstücken: Ein ausgewogenes Frühstück kann den Metabolismus nach dem Aufwachen ankurbeln und Energie für den Tag liefern. Es sollte idealerweise innerhalb einer Stunde nach dem Aufwachen eingenommen werden.
  3. Abstände zwischen Mahlzeiten: Um Blutzuckerschwankungen zu vermindern, kann es sinnvoll sein, 3 bis 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten zu warten.
  4. Letzte Mahlzeit des Tages: Ein frühes Abendessen, mindestens 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen, kann die Schlafqualität verbessern und dem Körper Zeit geben, die Nahrung zu verdauen, bevor der Stoffwechsel im Schlaf verlangsamt.

Diskussion über häufige vs. seltene Mahlzeiten

Die Frage, ob häufigere kleinere Mahlzeiten oder seltenere größere Mahlzeiten besser für die Stoffwechselunterstützung sind, ist Gegenstand zahlreicher Debatten und Studien. Zwei Hauptperspektiven sind:

  1. Häufigere Mahlzeiten: Das Konzept des ‘Stoffwechsel-Anregens’ durch regelmäßiges Essen, meist 5-6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, soll das Hungergefühl reduzieren und Überessen verhindern. Befürworter argumentieren, dass dies den Insulinspiegel konstanter hält und Heißhungerattacken vorbeugt.
  2. Seltenere Mahlzeiten: Einige Experten behaupten, dass weniger Mahlzeiten, die eventuell ins Intervallfasten münden, es dem Körper erlauben, in die Fettreserven zu greifen und diese für Energie zu nutzen, was effektiver beim Gewichtsmanagement helfen kann. Es gibt auch Hinweise darauf, dass längere Pausen zwischen den Mahlzeiten zur Verbesserung der Insulinsensitivität beitragen können.

In der endokrinologischen Praxis wird oft eine Personalisierung des Mahlzeiten-Timings empfohlen, die sich nach dem individuellen Stoffwechsel, Lebensstil, Vorerkrankungen und persönlichen Vorlieben richtet.

Für Personen mit Hypothyreose kann ein regelmäßiges Muster mit 3 Hauptmahlzeiten und 1-2 Snacks, die an den individuellen Tagesablauf angepasst sind und genug Zeit für Verdauung und Metabolismus lassen, vorteilhaft sein.

Wichtig ist es, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören und mit Fachpersonal zusammenzuarbeiten, um die beste Strategie für das eigene Wohl zu finden.

TIPP #5: Integrierung von regelmäßiger Bewegung

Regelmäßige körperliche Aktivität ist zwar kein direkter Bestandteil eines Speiseplans an sich, aber dennoch ein zentraler Pfeiler im Management der Hypothyreose und spielt eine wesentliche Rolle für die Aufrechterhaltung und Steigerung des Metabolismus sowie für den Prozess der Gewichtsreduktion.

Auswirkungen von Bewegung auf den Stoffwechsel bei Schilddrüsenunterfunktion

Körperliche Betätigung kurbelt nicht nur vorübergehend den Energieverbrauch an, sondern trägt auch längerfristig zu einer Steigerung des basalen Stoffwechsels bei. Dies beinhaltet eine Erhöhung der Muskelmasse, die mehr Energie als Fettgewebe verbrennt, selbst in Ruhezuständen.

Zudem verbessert regelmäßige Bewegung die Insulinsensitivität und Glukosetoleranz, was wiederum positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat. Darüber hinaus fördert sie den Abbau von Stress und die Ausschüttung von Endorphinen, was psychisches Wohlbefinden unterstützt und zur besseren Stressbewältigung beiträgt – ein wichtiger Aspekt, da Stress den Hormonhaushalt und speziell die Schilddrüsenfunktion negativ beeinflussen kann.

Empfehlungen für sanfte Bewegungsarten, die die Gewichtsabnahme unterstützen

Für Menschen mit Hypothyreose ist es oft empfehlenswert, mit sanften, aber regelmäßigen Aktivitäten zu beginnen, um eine Überforderung zu vermeiden und den Körper schrittweise an mehr Bewegung zu gewöhnen.

  1. Gehen/Spazieren: Dies stellt eine niedrig-intensive Form der Bewegung dar, die den Stoffwechsel anregt, ohne den Körper zu sehr zu belasten.
  2. Schwimmen: Bei dieser Ganzkörperübung werden viele Muskelgruppen beansprucht, ohne die Gelenke stark zu belasten.
  3. Yoga: Mit dem Fokus auf Flexibilität, Muskelkraft und Atemtechniken kann Yoga zur Verbesserung des Stoffwechsels sowie zur Stressreduktion beitragen.
  4. Pilates: Diese schonende Übungsform stärkt die Kernmuskulatur, fördert die Haltung und kann die Stoffwechselleistung verbessern.
  5. Fahrradfahren: Durch regelmäßiges Radfahren lässt sich die Ausdauer steigern und es unterstützt die Kalorienverbrennung, ohne die Gelenke zu stark zu beanspruchen.
  6. Krafttraining: Der Aufbau von Muskelmasse ist entscheidend für die Steigerung des Grundumsatzes. Beginnend mit leichten Gewichten und geringen Widerständen kann schrittweise gesteigert werden, um Muskeln aufzubauen und die Kalorienverbrennung zu fördern, auch im Ruhezustand.

Wichtig ist, vor Beginn eines regelmäßigen Trainings einen Arzt zu konsultieren, vor allem wenn lange Zeit keine Bewegung Teil des Alltags war. Ein individuell angepasster Trainingsplan, der auf die persönlichen Umstände, die körperliche Verfassung und die Symptome der Schilddrüsenunterfunktion abgestimmt ist, ist für den langfristigen Erfolg essentiell.

TIPP #6: Supplementierung und Medikation

Beim einer Behandlung der Hypothyreose kann eine gezielte Supplementierung bestimmter Nährstoffe ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung und einer angepassten Lebensführung sinnvoll sein. Auch die richtige Einnahme und Dosierung von Schilddrüsenmedikamenten ist von hoher Bedeutung.

Überblick über Supplements, die hilfreich sein könnten

Neben Jod und Selen, deren Bedeutung bereits erläutert wurde, gibt es weitere Supplements, die bei Hypothyreose nützlich sein können:

  1. Vitamin D: Ein Mangel an Vitamin D ist mit einem erhöhten Risiko für Autoimmunerkrankungen assoziiert, einschließlich denen der Schilddrüse wie bei Hashimoto-Thyreoiditis.
  2. Omega-3-Fettsäuren: Diese Fettsäuren, die zum Beispiel in fettem Fisch oder in Algenöl enthalten sind, können entzündungshemmend wirken und generelle Zellgesundheit unterstützen.
  3. Eisen: Bei bestimmten Personen kann ein Eisendefizit mit eingeschränkter Schilddrüsenfunktion korrelieren, da Eisen für die Produktion von Schilddrüsenhormonen notwendig ist.
  4. Zink: Wichtig für die Umwandlung von T4 in T3 und für die Immunfunktion.
  5. Vitamin B-Komplex: Diese Gruppe von Vitaminen, insbesondere B12, ist häufig bei Menschen mit Hypothyreose mangelhaft und wichtig für zahlreiche metabolische Prozesse und die Energieproduktion.

Wichtigkeit der Absprache mit dem Arzt zu Schilddrüsenmedikamenten

Es kann nicht genug betont werden, wie wichtig eine enge Kommunikation und Absprache mit dem behandelnden Arzt bei der Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln ist:

  1. Wechselwirkungen: Einige Supplements können die Absorption oder die Wirksamkeit von Schilddrüsenmedikamenten beeinträchtigen. Es ist wichtig, zusätzliche Präparate offen anzusprechen.
  2. Einnahmezeitpunkt: Schilddrüsenhormone sollten in der Regel auf leeren Magen eingenommen werden, um die beste Absorption zu gewährleisten, und es sollte ein zeitlicher Abstand zu anderen Medikamenten oder Supplements eingehalten werden.
  3. Individualisierte Medikation: Schilddrüsenhormone und deren Dosierungen sind hochindividuell und müssen regelmäßig überprüft werden. Laborwerte wie TSH, T4 und T3 geben Aufschluss über die Notwendigkeit einer Anpassung.
  4. Überwachung des Status: Bei der Einnahme von Supplements ist es wichtig, nicht nur auf die Symptome zu achten, sondern auch regelmäßig Bluttests durchzuführen, um den Nährstoffstatus zu überwachen und Über- oder Unterversorgungen zu vermeiden.

Die Supplementierung und Medikation sollten stets Teil eines ganzheitlichen Ansatzes sein, der eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und die Berücksichtigung individueller Lebensstilfaktoren umfasst. Nur so kann eine optimale Unterstützung der Schilddrüsenfunktion und des Wohlbefindens erreicht werden.

TIPP #7: Umgang mit Heißhunger und Diätstrategien

Die Bewältigung von Heißhunger und die erfolgreiche Umsetzung einer Diät können herausfordernd sein, insbesondere für Menschen mit Stoffwechselstörungen wie einer Schilddrüsenunterfunktion.

Ernährungstipps zur Diätgestaltung und Bewältigung von Heißhunger

  • Ballaststoffreiche Kost: Lebensmittel reich an Ballaststoffen, wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und viel frisches Gemüse, können ein längeres Sättigungsgefühl fördern und dadurch Heißhungerattacken vorbeugen.
  • Protein-Zufuhr: Eine angemessene Einnahme von Proteinen hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und sorgt für Sättigung.
  • Wasser trinken: Ausreichende Hydratation kann Heißhunger reduzieren, da der Körper manchmal Durst als Hunger missinterpretiert.
  • Geregelte Mahlzeiten: Regelmäßige Mahlzeiten verhindern Blutzuckerschwankungen und die damit verbundenen Heißhungerattacken.
  • Langsames Essen: Langsames und bewusstes Essen führt zu einer besseren Verdauung und einem stärkeren Sättigungsgefühl.
  • Gesunde Snacks: Bevorratung von gesunden Snackoptionen wie Obst, Gemüsesticks oder Nüsse kann verhindern, zu kalorienreichen oder zuckerhaltigen Lebensmitteln zu greifen.
  • Zuckervermeidung: Raffinierter Zucker kann zu Blutzuckerspitzen und anschließenden „Crashs“ führen, die Heißhunger verursachen.
  • Ausreichend Schlaf: Schlafmangel kann zu gesteigertem Appetit und vermehrtem Verlangen nach energiereichen Lebensmitteln führen.

Psychologische Aspekte bei Ernährungsumstellungen

  • Motivation und Zielsetzung: Klar definierte Ziele können dabei helfen, bei einer Diät am Ball zu bleiben. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu setzen, um nicht demotiviert zu werden.
  • Stressmanagement: Stress kann die Cortisolproduktion steigern und Heißhunger auf Zucker und Fett begünstigen. Aktivitäten wie Meditation, Yoga oder Spaziergänge können Stress reduzieren.
  • Unterstützungsnetzwerk: Freunde, Familie oder eine Selbsthilfegruppe können als emotionale Unterstützung dienen und helfen, Versuchungen zu widerstehen.
  • Essverhalten beobachten: Die Erkenntnis über emotionales Essen und das Identifizieren von Situationen, die zum Überessen führen, ist wichtig. Das Führen eines Ernährungstagebuchs kann nützlich sein, um Muster zu erkennen und zu ändern.
  • Selbstmitgefühl: Es ist wichtig, lieb zu sich selbst zu sein und kleine Rückschritte nicht als Versagen zu sehen. Eine langfristige Verhaltensänderung ist oft ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert.
  • Kognitive Verhaltensstrategien: Das Erlernen von Techniken zur Bewältigung von Essdruck und negativen Gedankenmustern kann helfen, eine gesündere Beziehung zum Essen aufzubauen.

Eine Ernährungsumstellung sollte nicht als kurzfristige Diät, sondern als langfristige Verhaltensänderung betrachtet werden. Durch das Verständnis von psychologischen Triggern und die Entwicklung gesunder Essgewohnheiten kann eine positivere und nachhaltige Beziehung zum Essen entstehen.

TIPP #8: Langfristige Umsetzung und Anpassung des Speiseplans

Eine gesunde Ernährungsweise ist kein kurzfristiges Projekt, sondern eine lebenslange Reise. Wenn du mit Schilddrüsenproblemen zu kämpfen hast, ist es besonders wichtig, dass du dauerhafte Strategien anwendest, die zu nachhaltigen Ergebnissen führen.

Integration der Tipps in den Alltag für nachhaltige Ergebnisse

Die Umsetzung von Ernährungstipps ist am effektivsten, wenn sie schrittweise und als Teil einer dauerhaften Lebensstiländerung erfolgt. Hier sind einige Strategien, die dabei helfen können:

  1. Kleine Ziele setzen: Anstatt alles auf einmal ändern zu wollen, empfiehlt es sich, kleine und erreichbare Ziele zu setzen. Dies könnte beispielsweise die tägliche Integration einer bestimmten Gemüsesorte sein oder das allmähliche Ersetzen von verarbeiteten Snacks durch gesündere Alternativen.
  2. Planung und Vorbereitung: Ein wöchentlicher Speiseplan und das Vorbereiten von Mahlzeiten im Voraus (Meal Prep) können Zeit sparen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, gesunde Entscheidungen zu treffen.
  3. Lebensmittelumgebung gestalten: Eine Umgebung zu schaffen, die gesunde Wahlmöglichkeiten erleichtert, z.B. indem der Kühlschrank und die Speisekammer mit gesunden Optionen gefüllt sind, kann den Unterschied ausmachen.
  4. Bewusstsein für Essgewohnheiten entwickeln: Sich Zeit für Mahlzeiten zu nehmen und auf die Hunger- und Sättigungssignale des Körpers zu achten, kann helfen, Überessen zu vermeiden.
  5. Flexibilität bewahren: Ein flexibler Ansatz, der es erlaubt, gelegentlich von der Routine abzuweichen, kann die langfristige Umsetzung erleichtern und das Gefühl von Entbehrung vermeiden.
  6. Bildung und Information: Sich über Ernährung zu informieren und darüber, wie verschiedene Lebensmittel den Körper beeinflussen, kann dazu beitragen, informierte Entscheidungen zu treffen und das Engagement zu erhöhen.

Anpassung des Speiseplans bei Änderungen des Gesundheitsstatus

Wenn sich der Gesundheitszustand ändert, sei es durch Schilddrüsenerkrankungen, Gewichtsveränderungen oder andere gesundheitliche Herausforderungen, kann es erforderlich sein, den Speiseplan entsprechend anzupassen.

  1. Zusammenarbeit mit Fachleuten: Bei einer Veränderung des Gesundheitszustands ist es wichtig, mit Ärzten und Ernährungsberatern zusammenzuarbeiten, um den Speiseplan individuell anzupassen und Nährstoffbedürfnisse gezielt zu decken.
  2. Anpassung der Kalorienzufuhr: Die Energiebedürfnisse können sich ändern, z.B. bei einer Veränderung der körperlichen Aktivität oder bei einer Stoffwechselerkrankung. Eine Anpassung der Kalorienzufuhr kann dann nötig sein.
  3. Ergänzungen und Modifikationen: Basierend auf Blutwerten und Befindlichkeiten können bestimmte Nährstoffsupplementierungen notwendig sein, um Defizite auszugleichen.
  4. Mahlzeitenfrequenz überprüfen: In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, die Häufigkeit und Größe der Mahlzeiten zu überdenken, um den Stoffwechsel besser zu unterstützen.
  5. Überwachung und Anpassung: Regelmäßiges Monitoring, inklusive Bluttests und Befindlichkeitsprüfungen, kann dabei helfen, die Ernährung bei neuen gesundheitlichen Gegebenheiten auszurichten.

Wichtig ist es, offen für Änderungen zu bleiben und zu akzeptieren, dass was zu einem Zeitpunkt funktioniert, zu einem anderen angepasst werden muss, um den Körper optimal zu unterstützen. Flexibilität, Geduld und das Bewusstsein, dass die eigene Gesundheit ein fortwährender Prozess ist, sind dabei entscheidend.

Fazit

Die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und insbesondere Hashimoto-Thyreoiditis können weitreichende Auswirkungen auf das Körpergewicht und den gesamten Stoffwechsel haben. Die Entwicklung eines speziell angepassten Speiseplans ist dabei ein wesentlicher Faktor, um trotz dieser gesundheitlichen Herausforderungen eine Gewichtsreduktion zu erzielen. Wichtig ist, dass solche Ernährungsanpassungen stets in Absprache mit einem Arzt erfolgen, um die individuelle Situation und medizinische Behandlung zu berücksichtigen.

Ein ganzheitlicher Ansatz, der sowohl die Makro- als auch die Mikronährstoffe umfasst, bildet das Fundament für einen gesundheitsfördernden Speiseplan. Die Ernährung sollte schilddrüsenfördernde Lebensmittel enthalten, welche die metabolische Aktivität unterstützen können, während jene, die sich negativ auswirken könnten, gemieden werden sollten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Rolle von Jod und Selen, die in richtiger Dosierung positive Effekte auf die Schilddrüsenfunktion haben.

Die Steuerung des Mahlzeiten-Timings und die Frequenz der Nahrungsaufnahme sind weitere Aspekte, die eine gezielte Unterstützung des Stoffwechsels ermöglichen. Regelmäßige Bewegung, abgestimmt auf den individuellen Gesundheitszustand und persönliche Vorlieben, leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der metabolischen Aktivität und unterstützt das Ziel der Gewichtsreduktion.

Die mögliche Supplementierung bestimmter Nährstoffe sollte immer in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt und in Ergänzung zu einer gut konzipierten Ernährungsweise in Betracht gezogen werden. Zudem ist ein bewusster Umgang mit Heißhunger und die Anwendung psychologischer Strategien bei Ernährungsumstellungen unerlässlich, um langfristig erfolgreich zu sein.

Für die langfristige Umsetzung und Anpassung des Speiseplans an Veränderungen des Gesundheitsstatus ist eine flexible Herangehensweise und die Integration der Tipps in den täglichen Alltag entscheidend. Es bedarf eines kontinuierlichen Lernprozesses und der Anpassungsbereitschaft, um die Ernährung und den Lebensstil stetig zu verbessern. Die Verpflichtung zu Selbstfürsorge und zum regelmäßigen Dialog mit Gesundheitsexperten sind wichtige Säulen, um den Weg zu einer besseren Gesundheit und einem schlanken Körper effektiv und nachhaltig zu beschreiten.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich meinen Grundumsatz trotz Schilddrüsenunterfunktion steigern?

Um den Grundumsatz zu erhöhen, ist es wichtig, die Muskulatur zu stärken. Krafttraining kann die Muskelmasse erhöhen und somit den Energieverbrauch auch in Ruhephasen steigern. Ebenso ist eine ausreichende Eiweißzufuhr essentiell, da Eiweiß eine höhere thermische Wirkung hat als Fette oder Kohlenhydrate und die Sättigung fördert. Zudem sollte auf eine individuell angepasste Hormonersatztherapie geachtet werden, um den Stoffwechsel zu normalisieren.

Wie viele Mahlzeiten sollte ich bei Schilddrüsenunterfunktion pro Tag essen?

Die Anzahl der Mahlzeiten hängt von persönlichen Vorlieben ab. Einige Menschen profitieren von drei ausgewogenen Hauptmahlzeiten, während andere eine bessere Energieverteilung bei fünf bis sechs kleineren Mahlzeiten über den Tag verteilt erfahren. Wichtig ist, dass der Gesamtenergieverbrauch im Rahmen der individuellen Bedürfnisse bleibt und Blutzuckerspiegelschwankungen vermieden werden.

Sind Kohlenhydrate schlecht für den Speiseplan bei Hashimoto?

Kohlenhydrate sind als Energiequelle nicht grundsätzlich schlecht. Jedoch sollten schnell verdauliche Kohlenhydrate, die zu Blutzucker-Hochs und -Tiefs führen können, eingeschränkt werden. Komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und stärkehaltiges Gemüse bieten eine längere Sättigung und liefern wichtige Nährstoffe.

Wirkt sich Gluten auf Hashimoto und den Speiseplan aus?

Einige Betroffene berichten von einer Verbesserung der Symptome bei glutenfreier Ernährung. Gluten kann bei manchen Menschen eine Entzündungsreaktion begünstigen, die sich auf die Hashimoto-Thyreoiditis auswirken könnte. Eine glutenfreie Ernährung sollte jedoch nur nach einer fachgerechten Diagnose von Glutenunverträglichkeit oder -sensitivität erfolgen, da ansonsten keine signifikante Verbesserung zu erwarten ist.

Ist Soja im Speiseplan bei Hashimoto zu vermeiden?

Soja enthält Isoflavone, die in Verdacht stehen, die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen zu können. Obwohl die Studienlage nicht eindeutig ist, empfehlen manche Experten, den Konsum von Soja bei Hashimoto in Maßen zu halten und vor allem auf genmanipulierte und hochverarbeitete Sojaprodukte zu verzichten.

Welche Rolle spielen Ballaststoffe in einem schlankmachenden Speiseplan bei Hashimoto?

Ballaststoffe sind für einen schlankmachenden Speiseplan bei Hashimoto aus mehreren Gründen vorteilhaft. Sie sorgen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl, helfen bei der Regulierung des Blutzuckers und unterstützen die Darmgesundheit. Eine ballaststoffreiche Ernährung, reich an Gemüse, Obst und Vollkorn, ist empfehlenswert.

Sollte ich bei Schilddrüsenunterfunktion intermittierendes Fasten in Betracht ziehen?

Intermittierendes Fasten kann für manche Personen mit Schilddrüsenunterfunktion eine Methode zur Gewichtsregulierung darstellen. Allerdings sollte dies unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da längere Fastenperioden auch Stress für den Körper bedeuten und die Schilddrüsenfunktion möglicherweise weiter beeinträchtigen können.

Welche Nahrungsergänzungsmittel könnten meinen schlankmachenden Speiseplan bei Hashimoto unterstützen?

Bestimmte Mikronährstoffe wie Selen, Zink, Eisen und Vitamin D können bei Mangelzuständen die Schilddrüsenfunktion unterstützen. Sollten Bluttests entsprechende Defizite aufzeigen, kann eine gezielte Supplementation sinnvoll sein, allerdings immer in Absprache mit einem Arzt oder einem Ernährungsfachkundigen.

Wie hoch sollte mein täglicher Kalorienbedarf sein, um trotz Schilddrüsenunterfunktion abzunehmen?

Der Kalorienbedarf ist individuell verschieden und hängt von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht, Körperzusammensetzung und Aktivitätslevel ab. Er ist bei Schilddrüsenunterfunktion meist etwas niedriger. Eine moderate Kaloriendefiziterstellung von etwa 500 Kalorien pro Tag kann zu einer sicheren Gewichtsreduktion von etwa 0,5 kg pro Woche führen, ohne den Stoffwechsel zu sehr zu belasten.

Warum ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei einem schlankmachenden Speiseplan wichtig?

Wasser spielt eine essenzielle Rolle im Stoffwechselprozess. Eine angemessene Hydratation unterstützt die Nierenfunktion, die Entgiftungsprozesse und kann das Sättigungsgefühl fördern. Besonders bei einer Erhöhung der Ballaststoffaufnahme ist es wichtig, genug zu trinken, um Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung zu vermeiden.

Kann Alkohol den Erfolg eines schlankmachenden Speiseplans bei Hashimoto beeinträchtigen?

Alkohol liefert zusätzliche Kalorien und kann die Fähigkeit des Körpers, Fette zu verbrennen, reduzieren, weil die Leber sich mit dem Alkoholabbau beschäftigt. Zusätzlich kann Alkoholkonsum Entzündungsreaktionen im Körper fördern, was sich negativ auf Hashimoto auswirken könnte. Ein gemäßigter Umgang oder der Verzicht auf Alkohol ist daher ratsam.

Quellenangaben

van Zuuren EJ, Albusta AY, Fedorowicz Z, Carter B, Pijl H. Selenium Supplementation for Hashimoto’s Thyroiditis: Summary of a Cochrane Systematic Review. Eur Thyroid J. 2014 Mar;3(1):25-31. doi: 10.1159/000356040. Epub 2013 Nov 21. PMID: 24847462; PMCID: PMC4005265, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4005265/

Wang F, Li C, Li S, Cui L, Zhao J, Liao L. Selenium and thyroid diseases. Front Endocrinol (Lausanne). 2023 Mar 24;14:1133000. doi: 10.3389/fendo.2023.1133000. PMID: 37033262; PMCID: PMC10080082, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10080082/

Toulis KA, Anastasilakis AD, Tzellos TG, Goulis DG, Kouvelas D. Selenium supplementation in the treatment of Hashimoto’s thyroiditis: a systematic review and a meta-analysis. Thyroid. 2010 Oct;20(10):1163-73. doi: 10.1089/thy.2009.0351. PMID: 20883174, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20883174/

Reinhardt W, Luster M, Rudorff KH, Heckmann C, Petrasch S, Lederbogen S, Haase R, Saller B, Reiners C, Reinwein D, Mann K. Effect of small doses of iodine on thyroid function in patients with Hashimoto’s thyroiditis residing in an area of mild iodine deficiency. Eur J Endocrinol. 1998 Jul;139(1):23-8. doi: 10.1530/eje.0.1390023. PMID: 9703374, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9703374/

Liontiris MI, Mazokopakis EE. A concise review of Hashimoto thyroiditis (HT) and the importance of iodine, selenium, vitamin D and gluten on the autoimmunity and dietary management of HT patients.Points that need more investigation. Hell J Nucl Med. 2017 Jan-Apr;20(1):51-56. doi: 10.1967/s002449910507. Epub 2017 Mar 20. PMID: 28315909, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28315909/

Sachmechi I, Khalid A, Awan SI, Malik ZR, Sharifzadeh M. Autoimmune Thyroiditis with Hypothyroidism Induced by Sugar Substitutes. Cureus. 2018 Sep 7;10(9):e3268. doi: 10.7759/cureus.3268. PMID: 30430057; PMCID: PMC6221534, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6221534/

Gierach M, Gierach J, Skowrońska A, Rutkowska E, Spychalska M, Pujanek M, Junik R. Hashimoto’s thyroiditis and carbohydrate metabolism disorders in patients hospitalised in the Department of Endocrinology and Diabetology of Ludwik Rydygier Collegium Medicum in Bydgoszcz between 2001 and 2010. Endokrynol Pol. 2012;63(1):14-7. PMID: 22378092, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22378092/

Szczuko M, Syrenicz A, Szymkowiak K, Przybylska A, Szczuko U, Pobłocki J, Kulpa D. Doubtful Justification of the Gluten-Free Diet in the Course of Hashimoto’s Disease. Nutrients. 2022 Apr 21;14(9):1727. doi: 10.3390/nu14091727. PMID: 35565695; PMCID: PMC9101474, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9101474/

Krysiak R, Szkróbka W, Okopień B. The Effect of Gluten-Free Diet on Thyroid Autoimmunity in Drug-Naïve Women with Hashimoto’s Thyroiditis: A Pilot Study. Exp Clin Endocrinol Diabetes. 2019 Jul;127(7):417-422. doi: 10.1055/a-0653-7108. Epub 2018 Jul 30. PMID: 30060266, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30060266/

Messina M, Redmond G. Effects of soy protein and soybean isoflavones on thyroid function in healthy adults and hypothyroid patients: a review of the relevant literature. Thyroid. 2006 Mar;16(3):249-58. doi: 10.1089/thy.2006.16.249. PMID: 16571087, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16571087/

Gaitan E. Goitrogens. Baillieres Clin Endocrinol Metab. 1988 Aug;2(3):683-702. doi: 10.1016/s0950-351x(88)80060-0. PMID: 2464986, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2464986/

Lankhaar JAC, Kemler E, Hofstetter H, Collard DCM, Zelissen PMJ, Stubbe JH, Backx FJG. Physical activity, sports participation and exercise-related constraints in adult women with primary hypothyroidism treated with thyroid hormone replacement therapy. J Sports Sci. 2021 Nov;39(21):2493-2502. doi: 10.1080/02640414.2021.1940696. Epub 2021 Jun 24. PMID: 34165042, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34165042/

Ciloglu F, Peker I, Pehlivan A, Karacabey K, Ilhan N, Saygin O, Ozmerdivenli R. Exercise intensity and its effects on thyroid hormones. Neuro Endocrinol Lett. 2005 Dec;26(6):830-4. Erratum in: Neuro Endocrinol Lett. 2006 Jun;27(3):292. PMID: 16380698, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16380698/


Das könnte dich auch interessieren:


Kennst du schon unsere Facebook-Seite?

Wir bieten dir regelmäßig aktuelle Beiträge und Informationen rund um das Thema Hashimoto-Thyreoiditis. Verpasse keine Neuigkeiten mehr und werde Teil unserer Community!

Folge uns auf Facebook!