Mikroimmuntherapie bei Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis – was so asiatisch klingt, ist eine tückische Krankheit. Benannt nach ihrem Entdecker, dem japanischen Chirurgen Dr. Hakaru Hashimoto, verbirgt sich hinter dem medizinischen Begriff eine Auto-Immunkrankheit, die zu einer chronisch entzündeten Schilddrüse führt.

Rund zwei Prozent der Deutschen leiden unter Hashimoto-Thyreoiditis. Experten schätzen jedoch, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt und tatsächlich etwa rund zehn Prozent betroffen sind. Das wären etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland, die nichts von ihrer Erkrankung wissen.

Die Mikroimmuntherapie als unterstützende Therapieform bei Hashimoto-Thyreoiditis

Ständig müde und abgeschlagen, Konzentrationsschwierigkeiten, trockene Haut und Gewichtszunahme – das alles sind Symptome für Hashimoto-Thyreoiditis. Die genauen Ursachen für diese Erkrankung, sind noch nicht hundertprozentig erforscht.

Eine sogenannte genetische Disposition, also eine entsprechende Erbanlage, ist nach aktuellen Erkenntnissen bei Betroffenen vorhanden. Dazu begünstigen weitere Faktoren wie zum Beispiel Stress, Infektionen, Rauchen, eine zu hohe Jodzufuhr sowie andere Autoimmunkrankheiten die Krankheit.

Es gibt keine Therapie zur Heilung von Hashimoto-Thyreoiditis, die Symptome können jedoch bekämpft und der Krankheitsverlauf gemindert werden. Dazu kann die Mikroimmuntherapie beitragen, indem sie versucht, das Immunsystem zu regulieren und durch Botenstoffe (Zytokine)  in Mikro-Dosierungen (auch Low Dose und Ultra Low Dose genannt in die richtige Richtung zu lenken.

Was ist eine Mikroimmuntherapie?

Das Besondere der Mikroimmuntherapie ist ihr integrativer Ansatz: Sie setzt auf eine Verbindung aus Schul- und Komplementärmedizin. Dabei nutzt sie körpereigene Zytokine, die auch in modernen schulmedizinischen Therapien verwendet werden, jedoch in sehr viel niedrigeren Konzentrationen, wie sie auch im Immunsystem selber vorkommen. Dadurch handelt es sich hier um eine besonders sanfte Therapie.

Die Mikroimmuntherapie geht gezielt gegen die Krankheitsursache vor

Diese Low-Dose-Immuntherapie versucht nicht nur oberflächlich die Symptome der Krankheit zu mindern, sondern die Ursache, das außer Kontrolle geratene Immunsystem zu behandeln. Dabei setzt sie auf körpereigene Wirkmechanismen.

Strebt die Unterstützung und Regulierung des Immunsystems an

Unser Immunsystem ist ein hoch-komplexes Zusammenspiel, das dafür sorgt, dass Viren, Bakterien und Co. bekämpft werden können. Doch diese Prozesse können durch verschiedene Ursachen wie Krankheit, Stress, falsche Ernährung, aus dem Gleichgewicht kommen.

Genau hier greift die Mikroimmuntherapie ein: Sie unterstützt dabei, das Immunsystem wieder in Balance zu bringen und kann so dazu beitragen, die körpereigene Abwehr zu stärken.


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Der Einfluss einer Mikroimmuntherapie auf Hashimoto-Thyreoiditis

Grundsätzlich variiert die Dauer einer Mikroimmuntherapie und kann von mehreren Tagen bis zu einigen Monaten dauern. Bei manchen chronischen Erkrankungen, wie beispielsweise einer Autoimmunkrankheit, kann sie auch langfristig und sogar dauerhaft eingesetzt werden.

Das Immunsystem bei Hashimoto-Thyreoiditis in die richtige Richtung lenken

Bei einer Erkrankung an der Hashimoto-Thyreoiditis ist das Immunsystem gestört. Die Folge: Es richtet sich gegen den eigenen Körper – eine sogenannte Autoimmunkrankheit. In diesem Fall bildet es spezielle Antikörper im Blut, die eine Entzündung in der Schilddrüse hervorrufen und die Hormonproduktion in diesem Organ stört. Die Mikroimmuntherapie wird von den Ärzten und Therapeuten hierfür eingesetzt.

Wie erfolgt die Behandlung mittels Mikroimmuntherapie bei Hashimoto-Thyreoiditis?

Die Mikroimmuntherapie bei einer Erkrankung an Hashimoto-Thyreoiditis erfolgt in mehreren Schritten und beginnt grundsätzlich mit einer Diagnose durch den behandelnden Arzt oder Heilpraktiker. Dazu gehört unter anderem die Analyse des Immunstatus. Die Ergebnisse dieser Blutuntersuchung sind die Grundlage der weiterführenden Behandlung.

Zuführung von Mikrotherapeutika in abgestimmten Zusammensetzungen

Aufgrund der Laborergebnisse der Blutuntersuchung wird ermittelt, was der Körper braucht, um sein Immunsystem stärken zu können. Auf dieser Basis wird ein entsprechender Behandlungsplan erstellt.

In den meisten Fällen nehmen Patienten ein darauf abgestimmtes Präparat einmal täglich ein, am besten morgens auf nüchternen Magen. Dabei werden die in den Kapseln enthaltenen Globuli unter die Zunge gestreut.

Körpereigene Zytokine

Zytokine, abgeleitet von den altgriechischen Worten kýtos (auf Deutsch: Gefäß) und kinesis (Bewegung), sind körpereigene Botenstoffe, die zum Beispiel das Wachstum von Zellen regulieren und auch die Kommunikation der Immunzellen steuern.

Das führt dazu, dass der Körper auf Eindringlinge passend reagiert, um diese bekämpfen zu können. Dazu geben sie Signale, um bei Erfolg die Immunreaktion zu beenden.

Ist das Immunsystem gestört, setzt die Mikroimmuntherapie auf diese körpereigenen Zytokine, um die Kommunikation wieder in die richtige Bahn zu bringen und so Überreaktionen des Immunsystems auszubremsen.



Wachstumsfaktoren

Einige Zytokine sind auch sogenannte Wachstumsfaktoren. Das sind Proteine, die von einer Zelle zu einer anderen übertragen werden – so leitet der Körper Informationen weiter. Auch diese Botenstoffe werden bei der Mikroimmuntherapie eingesetzt, um die Signalübertragung zwischen den Zellen ins Gleichgewicht zu bringen.

Spezifische Nukleinsäuren

Spezifische Nukleinsäuren sind oligonukleotide aus DNA und RNA, die in den Formeln der mikroimmuntherapeutischen Mitteln zwei verschiedene Zielsetzungen haben können.

  1. Hemmung der Infektiosität oder Vermehrung eines Erreger-Gens (z.B.  Virus)
  2. Ein an einer Immunfunktion beteiligtes Gen soll in seiner Reaktivität ausgeglichen und somit Fehlregulationen behoben werden.

Gezielte Wirkstoffaufnahme durch sublinguale Einnahme

In der Lymphe befinden sich auch die Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Sie sind für das Immunsystem wichtig. Um direkt ins lymphatische System, dem Kontrollzentrum der Immunantwort, zu gelangen, werden die Präparate sublingual, also unter der Zunge, verabreicht.

Von dort werden die Wirkstoffe über die Schleimhaut aufgenommen und direkt und schnell an ihren Zielort, das Lymphsystem, im Körper geleitet.

Für eine gute Verträglichkeit: Verabreichung der Therapeutika in Mikrodosen

Da die in der Mikroimmuntherapie eingesetzten Substanzen im menschlichen Körper in geringen Mengen natürlich vorkommen, werden sie auch nur hochverdünnt verabreicht. So können sie sich den körpereigenen Abläufen anpassen und regulierend eingreifen, ohne das Immunsystem zu reizen oder zu blockieren.

Dabei wird je nach Zweck der Therapie die Substanz entsprechend verdünnt. Zur Aktivierung wird eine niedrige Verdünnung genutzt, zur Regulierung eine mittlere Verdünnung und zur Hemmung eine hohe Verdünnung.

Kann die Mikroimmuntherapie mit anderen Therapieformen der Hashimoto-Thyreoiditis kombiniert werden?

Die Mikroimmuntherapie kann bei Hashimoto-Thyreoiditis auch mit anderen Behandlungen kombiniert werden. Neben einer Hormonbehandlung können zum Beispiel auch Bewegung sowie eine basenreiche und glutenfreie Ernährung zur Therapie dazugehören.

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