Um eine gescheite Diagnose zu erhalten, gilt es in erster Linie einen Arzt (Endokrinologen) zu finden, der sich mit Schilddrüsenerkrankungen auskennt und die Schilddrüsendiagnostik nicht auf den TSH-Wert beschränkt.

Leider hat sich aus meiner Erfahrungen herausgestellt, das die wenigsten Ärzte weitreichende Kenntnisse im Bezug auf die Schilddrüse, geschweige denn auf die Hashimoto Thyreoiditis haben. Zur Diagnose der Hashimoto Thyreoiditis ist es wichtig, die Konzentration verschiedener Hormone (TSH, freies T3 und freies T4) im Blut zu kontrollieren.

Die meisten Ärzte kontrollieren nur den TSH-Wert, weil sie der Meinung sind, das dieser ausreicht um eine Unter- oder Überfunktion auszuschließen oder zu bestätigen. Dies ist allerdings ein Trugschluß und in solch einem Fall, sollte man sich nach einem anderen Arzt umschauen. Wichtig ist das Gesamtbild bzw. das Verhältnis zwischen TSH, FT3 und FT4, sowie die Höhe der Antikörper Anti-Thyreoperoxidase-Antikörper (TPO-AK), Thyreoglobulin-Antikörper (TAK) sowie Mikrosomale Antikörper (MAK).

Zudem sollte die Schilddrüse vom Arzt abgetastet werden um eine eventuelle Vergrößerung im Vorhinein festzustellen. Die Schilddrüse sollte auch mittels Ultraschall auf Größe, Form und Zustand des Gewebes untersucht werden. Nur wenn diese Faktoren beleuchtet werden, ist eine Diagnose im Bezug auf die Hashimoto möglich. Falls Ihr Arzt sich nicht mit dieser Autoimmunkrankheit auskennt oder zu wenig Interesse und Zeit hat, sollten Sie den Arzt wechseln.

Aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels und der begleitenden Magen-Darm-Probleme, die eine Hashimoto-Thyreoiditis mit sich bringt, entstehen oftmals auch massive Nährstoffmangel, die auch untersucht und behandelt werden sollten. Hierzu zählt das Vitamin B6, B12, Selen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kalium, Eisen, Ferritin und sämtliche Sexualhormone. Weitere Informationen dazu, sind im Kapitel Therapie zu finden.

Wichtige Laborwerte

  • FT3 (freies Trijodthyronin)
  • FT4 (freies Levothyroxin)
  • TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)
  • TPO-AK (Anti-Thyreoperoxidase-Antikörper)
  • TAK (Thyreoglobulin-Antikörper)
  • MAK (Mikrosomale Antikörper)
  • TRAK (TSH-Rezeptor-Autoantikörper)

sollten in jedem Fall im Blut untersucht werden, um die Hashimoto zweifelsfrei diagnostizieren zu können.

Eine Schilddrüsenunterfunktion durch Messung der Basaltemperatur entlarven

Laut dem amerikanischen Schilddrüsenexperten Broda Barnes, ist die schnellste und kostengünstigste Möglichkeit eine Schilddrüsenunterfunktion zu enttarnen, die Messung der axillären Basaltemperatur. Er empfiehlt morgens direkt nach dem wachwerden im Bett liegen zu bleiben und die Körpertemperatur mit einem digitalen Fieberthermometer unter der Achsel zu messen. Dabei sollte man darauf achten, nicht zu kurz zu messen. Mindestens fünf Minuten sollte man schon warten, bevor man den Knopf für die Messung betätigt.

Eine Schilddrüsenunterfunktion soll nach Dr. Barnes vorliegen, wenn die morgendliche Basaltemperatur unter 36,4° Celsius liegt. Schwankt die Temperatur täglich um mehr als 0,1° Celsius, deutet dies auf eine schwache Nebenniere hin. Sind die Messwerte erhöht, muss nicht zwingend eine Überfunktion der Schilddrüse vorliegen. Erhöhte Körpertemperaturwerte können viele unterschiedliche Ursachen haben. Bei Frauen in der 2. Zyklushälfte, wäre bereits ab einer Basaltemperatur von 37.2 - 37.4° C eine Unterfunktion der Schilddrüse zu vermuten.

Hashimoto, die Psyche und Depressionen

Vor allem auch wenn die Psyche verrückt spielt und sich Depressionen breit machen, sollte man wissen, das die Hashimoto mit Unterfunktion der Schilddrüse die Ursache dieser Probleme sein kann.

Da die meisten Ärzte und Endokrinologen oft nicht besonders viel Erfahrung mit der Hashimoto haben, reicht es ihnen meist aus, wenn die Schilddrüsenwerte in der Norm liegen. Das die meisten Hashimotopatienten eine Verbesserung ihres Befindens erst in den höheren Normbereichen erfahren, ist für die meisten Ärzte nicht verständlich und wird oft als Unfug abgetan.

Verlässt sich der Patient auf solche Aussagen des Arztes, folgt meist eine langjährige Behandlung mit Antidepressiva. Dies könnte sehr häufig vermieden werden, wenn der Patient und auch sein Arzt, über ein umfangreicheres Wissen bezüglich der Schilddrüse und der Normwerte verfügen würden. Diesbezüglich herrscht allerdings noch reichlich Informationsbedarf und Aufklärungsarbeit.

Wichtige Tipps zum Arztbesuch

  • Notieren Sie sich vor dem Arztbesuch alle Fragen, die Sie dem Arzt stellen möchten. So verhindern Sie, etwas zu vergessen und event. einen neuen Termin ausmachen zu müssen
  • Bestehen Sie darauf, das neben dem TSH auch die freien Werte, das FT3 und FT4, sowie sämtliche Antikörper bestimmt werden. Nur so ist eine Hashimoto Diagnose bzw. der Ausschluß einer Unterfunktion möglich.Falls der Arzt sich nicht darauf einlassen möchte, da er die Meinung vertritt, das der TSH ausreicht, suchen Sie sich am besten sofort einen anderen Arzt.
  • Lassen Sie sich immer Kopien der bestimmten Blutwerte aushändigen und heften Sie diese sorgsam ab und notieren Sie sich auf den Laborkopien kleine Notizen zu dem aktuellen Befinden. So haben Sie auch nach vielen Monaten immer noch einen guten Überblick über die zurückliegenden Blutwerte und das dazugehörige Befinden.
  • Falls Sie bereits Schilddrüsenhormone nehmen, sollten Sie diese erst NACH jeder Blutabnahme nehmen. Nehmen Sie die Hormone morgens vor der Blutabnahme, werden die Blutwerte nach oben hin verfälscht und sind nicht aussagekräftig.

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