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Die Hashimoto-Thyreoiditis ist bis um heutigen Zeitpunkt nicht heilbar und die Ursachen der Erkrankung sind somit nicht direkt therapierbar. Bei der  angestrebten Therapie werden lediglich die Symptome behandelt. In erster Linie ist das die entstandene Unterfunktion der Schilddrüse. Laut Aussage der Ärzte läßt sich die Thyreoiditis mit dieser Behandlungsform gut behandeln und die meisten Betroffenen haben keine oder kaum Beschwerden.

Jedoch gibt es auch sehr viele Patienten, die eine ganze Reihe an Symptomen und Einschränkungen behalten obwohl die Blutwerte auf den ersten Blick recht gut ausschauen. Mittlerweile setzt sich aber auch, bei Patienten mit dauerhaften Problemen der hormonellen Einstellung, die totale Schilddrüsenentfernung  als alternative Therapieform immer mehr durch.

Wann sollte man mit der Behandlung beginnen ?

Es ist besonders wichtig, so früh wie möglich mit der Therapie in Form von einer hormonellen Behandlung zu beginnen, um das Leiden des Patienten so gering wie nur möglich zu halten. Dies gilt bei einer ausgeprägten Unterfunktion der Schilddrüse, sowie auch bereits bei einer leichten Unterfunktion. Eine frühzeitige Behandlung kann den Autoimmunprozess dämpfen und stärkeres Fortschreiten der Erkrankung unterbinden.

Aufgrund der Tatsache, das die Hashimoto schubweise verläuft, ist es wichtige zu Beginn der Therapie in regelmässigen Abstanden die Schilddrüsenhormone
(FT3, FT5, TSH) im Blut zu bestimmen, um sich ein Bild von dem Verlauf der Erkrankung machen zu können.

Hormoneinnahme

Grundsätzlich beginnt man eine Hormoneinnahme sehr behutsam und in kleinen Schritten, da der Körper und sämtliche Organe sich zunächst auf die Hormonzufuhr von aussen gewöhnen muss.

Im Normallfall beginnt man mit einer niedrigen Dosis um die 25µq und steigert dann alle paar Wochen um 6,25µq oder wenn man es gut verträgt um 12µg. Wenn zu schnell gesteigert wird, reagiert der Körper mit Überdosierungssymptomen. Alle 4-6 Wochen sollten der FT3, FT4 und der TSH im Blut bestimmt werden. Daraufhin sollte die Dosis angepasst werden. Bei Hashimoto strebt man einen TSH von um die 1 an. Die beiden freien Werte FT3 und FT4 sollten mittig oder im oberen Drittel sein. Dies gilt für die meisten Patienten, allerdings nicht für alle. Manche fühlen sich auch mit recht niedrigen Werten wohl. Somit sollt man auch immer nach dem eigenen Gefühl gehen und sich nicht unbedingt nur darauf verlassen, was die Ärzte und die Werte sagen. Die Blutwerte dienen lediglich als Richtungsweiser.

Schilddrüsenmedikamente

Es gibt aktuell verschiedene Medikamente auf dem Markt, die bei einer Behandlung und Therapie der Schilddrüsenunterfunktion in Betracht kommen.

Üblicherweise werden reine T4-Monopräparate eingesetzt. Wenn diese auf lange Sicht nicht zum gewünschten Erfolg führen, werden je nach Blutwerten,
zusätzlich T3-Präparate bzw. Kombipräparate verschrieben.

Bei den T4-Monopräparaten kommen zumeist L-Thyroxin von Henning, Euthyrox oder Eferox zum Einsatz, welche es in den Dosierungen von 25 bis 200µg gibt. Bei den T3-Monopräparaten sind es Thybon von Henning oder Trijodthyronin in den Dosierungen von 20 bis max. 100µg.

Die gängisten Kombipräparate sind Prothyrid und Novothyral. Wobei Prothyrid einen T4:T3-Anteil von 10:1 (100µg T4 + 10µg T3) hat und Novothyral im Verhältnis 5:1 (100µg T4 + 20µg T3) produziert wird.

Zudem gibt es noch natürliche Schilddrüsenpräparate wie z.B. Armour Thyroid, Erfa Thyroid oder Receptura Thyroid Hormonkapseln.

Hierbei handelt es sich zwar nicht um gängige Medikamente, allerdings können diese, wenn die üblichen Medikamente nicht zum Erfolg führen, eine deutliche Verbesserung des Krankheitsverlaufs bewirken.

Wichtige Nahrungsergänzungsmittel

Aufgrund der schlechten Nahrungsmittelaufnahme, die leider bei Hashimoto-Patienten beobachtet wird, können gewisse Mangelerscheinungen auftreten, die durchaus erhebliche Symptome und Probleme hervorrufen können. Neben einer durchdachten und ausgewogenen Ernährung, können folgende Nahrungsmittelergänzungen Hashimoto-Patienten helfen und sollten auch bei der Diagnose der Erkrankung im Blutbild bestimmt werden.

Nach neustem, wissenschaftlichen Kenntnisstand, werden verschiedene Krankheiten wie Hashimoto, Morbus Basedow, Rheuma etc. unter anderem durch freie Radikale verursacht oder negativ beeinflusst. Somit sollte man auf eine bewusste Zufuhr von Antioxidantien achten. Diese sind in der Lage den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und die Therapie effektiver werden zu lassen. Hierzu zählen insbesondere das Vitamin A, C, E, Selen und Zink.

Zink

Zink bei Hashimoto

Zink ist ein äussertst wichtiges Spurenenlement, welches für die Bildung vieler Hormone benötigt wird. Es greift in den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel  ein. Es hat sich herausgestellt, das Zink den Autoimmunprozess bei einer Thyreoiditis lindern kann. Zudem hat es eine entzündungshemmende Wirkung und steigert die geistige Leistungsfähigkeit.

Selen

Selen bei Hashimoto

Selen ist an der Umwandlung des FT4 ind das aktive FT3 beteiligt.
Wenn Selenmangel herrscht, kann eine korrekte Umwandlung nicht stattfinden,sodaß das FT3 absinken kann. Zudem senkt Selen nachweislich die  Antikörperbei einer Autoimmunkrankheit und reduziert somit den Entzündungsprozess.

Vitamin D3

Vitamin D3 bei Hashimoto

Die meisten Hashimoto-Patienten leiden unter D3-Mangel. Das Problem ist, das Vitamin D3 fast ausschließlich mittels Sonnenlicht (UVB) über die Haut produziert wird und in der heutigen Generation zuwenig Zeit in der Sonne bzw. im freien Tageslicht verbracht wird. Da D3-Mangel z.B. mit Müdigkeit und Leistungsabfall einher geht, überschneiden sich die Symptome mit den klassischen Hashimoto-Symptomen. Ein Blutwert über 40 ng/ml sollte angestrebt werden.

Eisen

Eisen bei Hashimoto

Eisen bzw. Ferritin ist maßgeblich an der Produktion der Schilddrüsenhormone beteiligt. Bei einem Ferrtitinwert von unter 30 μg/l kann es vorkommen, das die freien Schilddrüsenwert (FT3 und FT4) abfallen und fälschlicher Weise die Schilddrüsenhormondosis angehoben wird, anstatt das der Ferritin-Speicher aufgefüllt wird. Somit sollte Eisen und Ferritin immer mit untersucht werden.

Magnesium

Magnesium bei Hashimoto

Magnesium den bedeutendsten intrazellulären Elementen und ist somit auch bei dem komplexen Prozess der hormonherstellung beteiligt. Im Bezug auf die Thyreoiditis hilft es unter anderem bei den starken Muskelverspannungen und Ein- und Durchschlafproblemen. Zudem beruhigt es auch sehr gut.

Vitamin B6 und B12 Komplex

Vitamin B-Komplex bei Hashimoto

Durch eine schlechte Resorbtion im Darm bei Hashimotopatienten, sind meistens die B-Vitamine erniedrigt und sollten von aussen hinzugeführt werden. Wenn man unter Blässe, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Fallneigung, Schwindel etc. leidet, sollte man den Holo-TC im Blut bestimmen lassen und gegebenfalls ein passendes Präparat einnehmen.

Vitamin C

Vitamin C bei Hashimoto

Auch das Vitamin ist ein sehr wirkungsvolles Antioxidans, welches sich sehr positiv auf den Autoimmunprozess auswirkt. Vitamin C kommt in nahezu allen Zellen des Immunsystems vor aus denen sich das Abwehrsystem zusammensetzt. Es wird auch in höheren Dosen bei CFS und Borelliose eingesetzt. Jedesmal wenn der Körper in Stress gerät, steigt der Bedarf nach Vitamin C rapide an.

Vitamin E

Vitamin E bei Hashimoto

Vitamin E ist das wichtigste, fettlösliche Antioxidans. Es schützt Fette vor dem Angriff freier Radikale und verhindert so deren Oxidation. Aufgrund dieser antioxidativen Eigenschaften ist die Substitution von Vitamin E bei der Hashimoto-Thyreoiditis sinnvoll.

Vitamin A

Vitamin A ist eine wirkungsvolles Antioxidans, welches sich positiv auf den Autoimmunprozess auswirkt und hilft grundsätzlich bei Sehschwierigkeiten.
Es stärkt das Immunsystem und senkt das Infektionsrisiko.

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