Hashimoto-Begleiterkrankungen: Typische Komorbiditäten und die Folgen für Ihre Gesundheit

Ein Unheil kommt selten allein. Da die Hashimoto-Thyreoiditis oft über längere Zeiträume hinweg unentdeckt und unbehandelt bleibt, wird der Körper sehr stark geschwächt und somit anfällig für weitere Begleiterkrankungen, auf diese man sich im Verdachtsfall auch untersuchen lassen sollte.

Bei etwa 25% der Hashimoto-Patienten können unter Umständen auch folgende Begleiterkrankungen auftreten, welche bei der Behandlung mitberücksichtigt werden müssen:

Nebennierenschwäche (Adrenal Fatigue), Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), Zuckerkrankheit (Diabetes), Rheumatische Erkrankungen, Chronische Hepatitis, Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit), Morbus Crohn, Fruktoseintoleranz (Fruchtzuckerunverträglichkeit), Pilzinfektion des Darmes mit Candida AlbicansLeaky-Gut-Syndrom, Dysbiosen, Hämopyrrollaktamurie / Hämopyrrollaktamurie und vieles mehr.

Aufgrund der großen Anzahl an möglichen Folge- oder Begleiterkrankungen, macht es durchaus Sinn auch das gesamte Organsystem zu untersuchen und nicht nur die Schilddrüse im Fokus zu behalten.

Begleiterkrankung oder Ursache für Hashimoto-Thyreoiditis ?

Aber nicht immer sollten diese Erkrankungen nur als Folgeerkrankungen der Hashimoto Thyreoiditis angesehen werden, sondern teils eher als ursächliche Erkrankungen, die zur Hashimoto Thyreoiditis geführt haben.

Schilddrüsenerkrankungen, vor allem die Hashimoto Thyreoiditis, sind meist keine eigenständige Erkrankung, sondern die Folge eines anderen Problems im Körper. Meist ist der eigene Lebensstil das Problem, mit dem der Körper auf Dauer nicht mehr zurecht kommt.

Ständiger Stress, ungesunde und nährstoffarme Ernährung, Entzündungen, unentdeckte Viruserkrankungen, Schwermetallbelastungen oder Übersäuerung sind potentielle Auslöser für die Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis.

Es ist wichtig, nicht nur die Schilddrüse mit künstlichen Hormonen zu behandeln, denn dies ist lediglich eine reine Symptombehandlung und wird die Grunderkrankung nicht beheben. Das Problem muss ganzheitlich betrachtet werden.

Eine erfolgreiche Behandlung funktioniert nur dann, wenn der Körper auf allen Ebenen behandelt wird. Hierbei sollte man vor allem dem Darm große Beachtung schenken, denn dort liegt meist ein großer Teil des Übels und schnelle Erfolge lassen sich meist mit einfachen Mitteln herbeiführen.

Ein besonderes Augenmerk sollte aber auch auf die Nebennierenschwäche, Candidainfektion, HPU und vor allem eine mögliche Schwermetallbelastung gelegt werden.

Diese Erkrankungen verbreiten sich heutzutage rasend schnell, sind häufig die Ursache bzw. der Auslöser für die Hashimoto-Thyreoiditis und werden leider nach wie vor von Ärzten konsequent ignoriert.

Häufige Begleiterkrankungen der Hashimoto-Thyreoiditis

Rheumatische Krankheiten

Bei den rheumatischen Erkrankungen tritt am häufigsten die Spondylarthropathie und die chronische Polyarthritis auf. Jedoch gesellt sich des Öfteren auch das Sjoergen-Syndrom oder auch weitere Kollagenosen hinzu.

Vitiligo

Vergleichsweise sehr häufig, tritt die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) in Verbindung mit der Hashimoto-Thyreoiditis auf, welche allerdings oft mit einer passenden Schilddrüseneinstellung wieder in den Hintergrund tritt.

Rosazea

Wenn Sie nach dem Verzehr von Alkohol und gewürzten Speisen eine rötliche Hautentzündung im Gesicht bemerken, sollten Sie an die Rosazea denken und bei Ihrem Arzt untersuchen lassen.

Diese lässt sich zwar leider nur mit Antibiotika behandeln, aber in Kombination mit hochwertigen Probiotika lindert es zumindest den Juckreiz.


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Quellenangaben
Bildquellen:
  • Titelbild: © vitanovski – Fotolia.com
Textquellen:
  • Tuhan H, Işık S, Abacı A, et al. Celiac disease in children and adolescents with Hashimoto Thyroiditis. Turk Pediatri Ars. 2016;51(2):100–105. Published 2016 Jun 1. doi:10.5152/TurkPediatriArs.2016.3566
  • Pressekonferenz anlässlich der Deutschen Hormonwoche (15. bis 22. September 2018) der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE). Dienstag, 11. September 2018.
  • Datis Kharrazian, 2010: Why So I Still Have Thyroid Symptoms?, aus dem englischen übersetzt von Rotraud Oechsler, 5. Auflage 2014, VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2013
  • Izabella Wentz, Pharm. D., 2013: Hashimoto´s Thyroiditis: Lifestyle Interventions for Finding and Treating the Root Cause, aus dem englischen übersetzt von Rotraud Oechsler, 1. Auflage, VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2015
  • Dr. med. Leveke Brakebusch, Prof. Dr. med. Armin Heufelder, 2007: Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis, 3. Auflage, W.Zuckerschwerdt Verlag GmbH, Germering/München 2007
  • Prof. Dr. med. Johannes Köbberling, 1987: Schilddrüse: Pionierarbeiten aus eineinhalb Jahrhunderten, 3. Auflage, Henning Berlin GmbH, Berlin 1987
  • Janie A. Bowthorpe, M.Ed., 2012: Für die Schilddrüse – Gegen den Starrsinn – Stop the Thyroid Madness, 2. Auflage, Laughing Grape Publishing, LCC, Fredericksburg/Texas, USA 2012
  • Wikipedia – Hashimoto-Thyreoiditis
  • Dr. Michael Lam – www.drlam.com

Michael Ayed

ist seit 2008 von der Hashimoto-Thyreoiditis betroffen und hat seither einen schweren Leidensweg hinter sich gebracht, um 2019 endlich eine deutliche Besserung seines gesundheitlichen Zustandes erfahren zu können. Er betreibt seit mehr als 12 Jahren intensive Recherchen zum Thema Hashimoto-Thyreoiditis und schreibt hier die gesammelten Informationen und Erfahrungen für Laien verständlich nieder.
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