Inhaltsverzeichnis:

1. HPU / KPU

2. Diagnose & Therapie

Die HPU/KPU (Hämopyrrollaktamurie) ist eine der am häufigsten auftretenden Stoffwechselstörungen, aber auch eine der am meisten ignorierten Erkrankungen der hiesigen Schulmedizin. Aber auch Heilpraktiker sind leider sehr selten versiert im Bezug auf HPU/KPU.

Da die sogenannten Pyrroliker unter starken Multiorganbeschwerden und auch psychischen Schwierigkeiten leiden, sind sie meist Dauergast bei den verschiedensten Ärzten und Psychologen, wo jedoch meistens nur einzelne Symptome behandelt werden und die Stoffwechselerkrankung immer weiter voranschreitet.

Dabei sind die Qualen der Patienten absolut unnötig, da eine gescheite Diagnose sehr leicht greifbar ist und auch die Behandlung sehr simpel von statten geht. Vorausgesetzt man hat einen Arzt gefunden, der auf diesem Thema ein wenig versiert ist.

Was genau ist eine Hämopyrrollaktamurie ?

HPU/KPU ist eine biochemische Störung bei der Synthese des roten Blutfarbstoffes, welche meist genetisch bedingt oder erworben auftritt. HPU/KPU ist eine häufige Ursache für die verschiedensten Krankheitsbilder, bei denen der Arzt den Ursprung nicht findet.

Bei einer Hämopyrrollaktamurie ist es so, das es Probleme bei der Synthese des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin gibt. Daraus resultieren verschiedene Probleme.

Die Bildung von Häm wird stark gestört, welches eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel spielt und vor allem auch für die Entgiftung benötigt wird. Zudem ist Häm für die Sauerstoffversorgung der Muskulatur zuständig.

Außerdem wird eine Art schädliches Häm produziert, welches nicht ohne weiteres den Körper verlassen kann, da aufgrund der HPU/KPU die Entgiftung dieses Stoffes behindert ist. In diesem Fall bedient sich der Körper eines Tricks und bindet Vitamin B6, Zink und Mangan an das falsche Häm, welches dadurch über den Urin ausgeschieden werden kann.

Auf diese Weise wird der Körper zwar die Schadstoffe los, verliert aber gleichzeitig essentielle Vitamine, die für mehr als einhundert Stoffwechselprozesse im Körper benötigt werden.

Allerdings lässt sich der Verlust der Vitamine beim Pyrroliker nicht mehr mit der Nahrung ausgleichen, sodass das Problem meist nicht erkannt wird und die Situation mit der Zeit nur schwieriger werden kann. Auf diese Weise entstehen immer mehr Beschwerden und es werden maximal nur die Symptome behandelt, aber der Patient wird immer kränker.

Die HPU/KPU hat oft eine genetische Ursache und wird häufig vererbt. Wenn die Eltern an einer Schilddrüsenerkrankung oder psychischen Problemen leiden, sollte man als Nachkomme mit gesundheitlichen Problemen stets an die HPU/KPU denken.

Allerdings kann man diese Erkrankung auch im Laufe des Lebens erwerben. Dazu werden aktuell zwei Ursachen diskutiert. Zum einen berichtet Dr. Bodo Kulinski, das Halswirbelerkrankungen die HPU/KPU auslösen kann. Zum anderen gibt es auch viele Hinweise darauf, das Schwermetallbelastungen für diese Störung verantwortlich sein kann.

Was bedeutet HPU/KPU für die Gesundheit ?

Eine der wichtigsten Funktionen im menschlichen Körper ist die konstante Entgiftung. Wir nehmen täglich beachtliche Mengen an Schadstoffen über die Luft, die Nahrung, Medikamente oder über Genussmittel auf. Diese Schadstoffe müssen den Körper auch umgehend wieder verlassen, da ansonsten Krankheiten und gesundheitliche Einschränkungen entstehen würden. Ein gesunder Körper kann diese Aufgabe meistern, beim Pyrroliker sieht dies aber leider ganz anders aus. Die ausgeschiedenen Vitamine und Mineralstoffe Vitamin B6, Zink und Mangan sind für einen körpereigene Entgiftung essentiell.

Ein Mangel dieser verlorenen Vitalstoffe macht sich ab einer gewissen Menge deutlich bemerkbar und wird zu einem ernsthaften und folgenschweren Problem für den Körper. Viele Stoffwechselvorgänge werden mit der Zeit immer schwächer und auch die körpereigene Entgiftung kollabiert. Es lagern sich immer mehr Schadstoffe im Gewebe und den Organen an, was dem Körper auf Dauer enorm zusetzt. Auf diese Weise entstehen immer mehr Symptome und gesundheitliche Probleme.

Vor allem dann, wenn auch Schwermetalle ins Spiel kommen. Diese kann der Körper ohnehin nur sehr schlecht entgiften, aber bei Pyrroliker werden diese im Gewebe eingelagert und treiben dort ihr Unwesen. Meist mit fatalen Folgen, da zu den genannten Problemen nun auch noch viele essentielle Enzyme blockiert werden, wodurch noch mehr Stoffwechsel- und Entgiftungsprozess im Körper nur noch teilweise oder gar nicht mehr ablaufen können.

Typische HPU-KPU-Symptome und Beschwerden

  • blasse Gesichtsfarbe
  • verschiedene Anämien (Eisen- oder B-Vitamine)
  • weiße Flecken unter den Fingernägeln
  • Müdigkeit / Schwäche
  • schlechtes Gedächtnis - vor allem das Kurzzeitgedächtnis
  • Unterzuckerung
  • Entzündungen im Magen-Darmbereich
  • Verstopfung
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Histaminintoleranz
  • Allergien
  • morgendliche Übelkeit
  • mangelnde Stressresistenz
  • Nebennierenschwäche
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • psychische Beschwerden, Depressionen, Schizophrenie, Angst, Unruhe
  • niedriger Blutdruck und Puls
  • Überempfindlichkeit auf Sonnenlicht
  • Herz- und Gefäßerkrankungen (erhöhtes Homocystein)
  • In jungen Jahren: erhöhte Beweglichkeit der Gelenke (Hypermobilität)
  • Im Alter ist das Gegenteil der Fall: Die Gelenke werden unbeweglich und versteifen
  • Zuckerprobleme: Fructoseintoleranz und Diabetes Typ2
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit

Zudem trägt die HPU/KPU zu weiteren Erkrankungen bei, löst diese aus oder verschlimmert diese:

  • Nebennierenschwäche
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • andere Schilddrüsenerkrankungen (Unterfunktion oder Überfunktion)
  • PBC (autoimmune Erkrankung der Leber)
  • Diabetes Typ 2
  • ADS / ADHS
  • Autismus
  • Verstärkung der Sucht nach verschiedenen Stoffen
  • Migräne
  • Bipolare Psychosen, Panikstörungen, Depressionen
  • Mitochondriopathien

Lesen Sie mehr zum Thema: Diagnose und Therapie der HPU/KPU (Hämopyrrollaktamurie)


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