Was ist eine Hashimoto Thyreoiditis ?

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine chronisch verlaufende Entzündung der Schilddrüse, die zwangsläufig zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt. Diese Erkrankung wird durch das körpereigene Immunsystem ausgelöst, in dem es aufgrund eines fehlgeleiteten Immunprozesses das Schilddrüsengewebe angreift und mit der Zeit beinah vollständig zerstört.

Aufgrund dessen ist die Schilddrüse nicht mehr in der Lage, ausreichend Hormone zu produzieren und dem Körper bereitzustellen. Stichwort: Schilddrüsenunterfunktion.

Somit entstehen bei dieser Autoimmunkrankheit oftmals starke Symptome der Schilddrüsenunterfunktion, aber auch die Autoimmunerkrankung an sich kommt mit einer ganzen Reihe von Symptomen daher. Diese werden allerdings oft leider nicht berücksichtigt und bei der Therapie außen vor gelassen.

Der Krankheitsverlauf der Hashimoto unterscheidet sich von Patient zu Patient enorm, so dass manche Betroffenen mit der Erkrankung sehr gut zurechtkommen und kaum Probleme haben, andere wiederum sind durch die Krankheit stark eingeschränkt und weisen starke Symptome auf. Zudem verläuft die Hashimoto Thyreoiditis in Schüben, sodass sie teilweise zu Beginn recht schwer zu greifen ist, da die Symptome sich auch teilweise immer wieder abwechseln und somit oft kein absolut eindeutiges Krankheitsbild diagnostiziert werden kann.

Fakten

Die Hashimoto-Thyreoiditis hat sich mittlerweile zu einer der häufigsten Autoimmunerkrankungen der Menschheit gemausert, wird aber leider nach wie vor von den meisten Ärzten stark unterschätzt und oft auch nicht richtig behandelt. Entgegen dem exotischen Namen, ist die Hashimoto die häufigste Ursache für eine chronische Entzündung und primäre Unterfunktion der Schilddrüse.

In der größten, bevölkerungsbasierten Verlaufsstudie zu der Hashimotoerkrankung, der Wickham-Studie, konnten folgende Daten ermittelt werden:

Wer ist betroffen ?

Vom Hashimoto-Syndrom betroffen sind insbesondere Frauen im 3. – 6. Lebensjahrzehnt, davon 8% aller Frauen vor und 16% aller Frauen nach der Menopause. Insgesamt leiden Frauen 10mal häufiger an einer Hashimoto Thyreoiditis als Männer. Aber auch Männer mit einem schwachen Immunsystem, einer chronischen Entzündung im Körper, die sich schlecht ernähren und viel Stress haben sind die optimalen Kandidaten für die Hashimoto Thyreoiditis.

Es besteht auch eine familiäre Veranlagung zu dieser Krankheit. Kinder von Eltern mit Hashimoto haben eine Wahrscheinlichkeit von 25%, dass sie auch eine Thyreoiditis entwickeln. Ganz besonders die weiblichen Nachkommen sollten ab dem Grundschulalter immer wieder einmal ihre Schilddrüsen- und Antikörperwerte kontrollieren lassen, um die Hashimoto frühzeitig zu erkennen.

Auslöser

In der Medizin sind folgende Faktoren bekannt, die zu einem Entstehen bzw. Ausbruch einer Hashimoto Thyreoiditis führen können:

Meistens liegt die Ursache der Erkrankung in einer Kombination aus den oben genannten Punkten.

Die Hauptursachen für Hashimoto Thyreoiditis im Detail

#1 Schwermetallbelastung

Schwermetallbelastungen sind in unserer heutigen Zeit ein absolut unterschätztes und von der Pharmaindustrie klein gehaltenes Problem. Nicht nur Menschen mit Amalgamplomben leiden unter Schwermetallvergiftungen. Wir nehmen Schwermetalle über die Nahrung und Luft auf. Damit das nicht schon ausreicht, lassen wir uns zudem mit quecksilberhaltigen Impfstoffen impfen um unseren Körper endgültig in die Knie zu zwingen.

Schwermetalle sind nicht nur von Haus aus toxisch, schädigen Nerven und Organe. Sie blockieren auch sämtliche Enzyme und Stoffwechselvorgänge im Körper. Auch Rezeptoren, an denen normalerweise lebenswichtige Mikronährstoffe wie Eisen, Zink und Magnesium andocken sollten, werden durch Quecksilber, Aluminium, Blei, Arsen, Kadmium oder sonstige Schwermetalle blockiert. Dadurch gerät der Körper in einen Mangelzustand, welcher wiederum die Organe und vor allem das Immunsystem schwächt. Zudem eliminieren Schwermetalle die gesunden Darmbakterien im Darm, schwächen somit noch zusätzlich das Immunsystem und öffnen die Tore für Pilze (Candida), Parasiten und Viren.

Die zerstörte Darmflora und der Mikronährstoffmangel begünstigen auch die Entstehung des Leaky Guts, wodurch das Immunsystem fehlgeleitet wird und zur Autoimmnerkrankung führt.

Meiner Meinung nach ist eine Schwermetallbelastung die Hauptursache für die Hashimoto-Thyreoiditis

#2 Candida Pilzinfektion

Durch zu hohen Zuckerkonsum, stark veränderte Fertiggerichte, Schwermetallbelastungen und Mikronährstoffmangel, übernimmt der Candidapilz gerne die Überhand im menschlichen Darm. Und das meist ohne das wir zunächst etwas davon merken. Ist jedoch die Darmflora soweit geschwächt, das der Pilz sich ungestört ausbreiten kann, entstehen viele Probleme, mit denen die Schulmedizin immernoch nicht viel anfangen kann.

Der Pilz produziert Fuselalkohole, Toxine und Antigene, welche die Leber und den Organismus enorm belasten und für die unterschiedlichsten Symptome sorgen. Abgesehen davon zerstört der Candidapilz die Schleimhäute des Dünndarms, was wiederum zu Leaky Gut, diversen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Histaminintoleranz führen kann, denn im Dünndarm wird die für die Senkung des Histamins benötigte Diaminoxidase (DAO) produziert. Ist der Dünndarm angeschlagen, funktioniert dieser Prozess nicht richtig und man bekommt große Probleme mit histaminhaltigen Nahrungsmitteln wie Bier, Sekt, Salami und Tomaten.

Da der Pilz im Stuhl recht schwer nachzuweisen ist, heisst es leider überhaupt nichts, wenn mal ein Stuhltest auf Candida negativ ausfällt. Ausführlichere Infos dazu finden Sie unter Candida

#3 Gluten (Klebereiweiß)

Die meisten Menschen mit einer Autoimmunerkrankung haben meist auch eine Gemeinsamkeit und diese lautet: Darmbeschwerden ! Da der Großteil unseres Immunsystems im Darm vorzufinden ist, macht es Sinn den Darm genauer zu betrachten.

Gluten (Klebereiweiß) besteht aus Glutenin und Gliadin und ist somit ein Proteingemisch, welches in nahezu allen Getreidearten vorkommt. Wird Gluten mit Wasser vermischt, entsteht eine sehr klebrige und zähe Masse. Dieses Klebereiweiß ist unter Bäckern sehr beliebt, da es beim Brot- und Brötchenbacken viele Vorteile bietet. Es hält den Teig zusammen und macht in geschmeidig für die anschließende Weiterverarbeitung. Zudem sorgt es für ein leckeres, optisches Erscheinungsbild der Backwaren.

Für den menschlichen Darm ist Gluten aber eine einzige Katastrophe, da es sich an die Dünndarmwand bindet und somit zu Immunstörungen und Darmbeschwerden führt. Je nach empfindlichkeit, Dauer und Menge der über die Jahre zugeführten Gluten, kann auf dieses Weise ein sogenannter Leaky Gut entstehen, bei dem die Darmschleimhaut durchlässig wird. Bei einem Leaky Gut gelangen Proteine, Bakterien, Viren und Nahrungsbestandteile ins Blut und sorgen für ein ausgepräggtes Chaos im gesamten Körper.

Allem voran bekommt das Immunsystem große Probleme, wodurch Nahrungsmittelintoleranzen und Autoimmunkrankheiten entstehen können. Durch die Immunreaktion gegen Gluten kommt es häufig zu starken Entzündungsprozessen im Darm sowie zu eine kontinuierlichen Zerstörung der Darmzotten.

Da der Proteinbaustein Gliadin sehr ähnlich dem Schilddrüsengewebe ist, beginnt das Immunsystem nicht nur die im Blut umherschwimmenden Glutenbestandteile zu attackieren, sondern auch das gesunde Schilddrüsengewebe.

Nachdem ich einem befreundeten Bäcker und Konditor von meinen Glutenproblemen berichtete, überraschte mich dieser mit atemberaubenden und erschreckenden Zahlen. Laut seiner Aussage wurde noch vor 10 Jahren auf 1kg Mehl 10% Gluten untergemischt. Heutzutage sind es allerdings bis zu 50% Gluten !!! Da wundert es mich kaum noch, weshalb nahezu jeder den ich persönlich kenne unter Darmbeschwerden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten leidet.

Im Grunde sollte jeder Mensch auf Gluten verzichten, aber Menschen mit Darmbeschwerden, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichekeiten und Autoimmunerkrankungen sollten definitiv vollständig auf Gluten verzichten

#4 Zwangsjodierung in Deutschland

Ein wichtiger Aspekt, der immer wieder als Ursache für diese Krankheit diskutiert wird, ist unter anderem die Zwangsjodierung beinahe sämtlicher Lebensmittel in Deutschland. Seit 1993 werden in Deutschland die Nahrungsmittel flächendeckend und unkontrolliert jodiert (Jodsalz, Lebensmitteljodierung, jodierte Nahrungsergänzungsmittel, Tierfutterjodierung). Allein die Tatsache, das Deutschland das einzige Land in der EU ist, welches noch zwangsjodiert, sollte unseren Gesundheitsministern die Augen öffnen.

Man sollte sich die Frage stellen, weshalb alle anderen Länder nicht mehr jodieren und weshalb solche Krankheiten wie die Hashimoto in Deutschland immer häufiger vorkommen. Die Schilddrüse produziert, durch die Umwandlung von Jod, die Schilddrüsenhormone T3 und T4. Wenn aber zu viel Jod zugeführt wird, entsteht über kurz oder lang eine chronische Entzündung der Schilddrüse.

Ist man bereits von Hashimoto betroffen, heizt die übermäßige Jodzufuhr den Autoimmunprozess weiter an und man kommt aufgrund einer Überproduktion an Schilddrüsenhormonen immer wieder in Überfunktion. Somit entstehen ständige Schwankungen im Hormonspiegel die dauerhaft unterschiedliche Symptome mit sich bringen und zudem auch die Nebennieren belasten, die dann früher oder später auch ihren Dienst versagen und weitere Probleme machen können.

Hashimoto, die Psyche und Depressionen

Vor allem auch wenn die Psyche verrückt spielt und sich Depressionen breit machen, sollte man wissen, das die Hashimoto mit Unterfunktion der Schilddrüse die Ursache dieser Probleme sein kann.

Da die meisten Ärzte und Endokrinologen oft nicht besonders viel Erfahrung mit der Hashimoto haben, reicht es ihnen meist aus, wenn die Schilddrüsenwerte in der Norm liegen. Das die meisten Hashimotopatienten eine Verbesserung ihres Befindens erst in den höheren Normbereichen erfahren, ist für die meisten Ärzte nicht verständlich und wird oft als Unfug abgetan.

Verlässt sich der Patient auf solche Aussagen des Arztes, folgt meist eine langjährige Behandlung mit Antidepressiva. Dies könnte sehr häufig vermieden werden, wenn der Patient und auch sein Arzt, über ein umfangreicheres Wissen bezüglich der Schilddrüse und der Normwerte verfügen würden. Diesbezüglich herrscht allerdings noch reichlich Informationsbedarf und Aufklärungsarbeit.

Das folgende Video zeigt deutlich, das die meisten Menschen gar nicht verstehen können, wie schlecht es einem Hashimotopatienten gehen kann. Das die Krankheit in Schüben auftritt und meist Jahre oder gar Jahrzehnte vergehen können, bis die Diagnose überhaupt gestellt wird.

Quellen:
De Groot LJ, Chrousos G, Dungan K, et al., "Hashimoto’s Thyroiditis"

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