Was ist eine Hashimoto Thyreoiditis ?

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine chronisch verlaufende Entzündung der Schilddrüse, die zwangsläufig zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt. Diese Erkrankung wird durch das körpereigene Immunsystem ausgelöst, in dem es aufgrund eines fehlgeleiteten Immunprozesses das Schilddrüsengewebe angreift und mit der Zeit beinah vollständig zerstört.

Aufgrund dessen ist die Schilddrüse nicht mehr in der Lage, ausreichend Hormone zu produzieren und dem Körper bereitzustellen. Stichwort: Schilddrüsenunterfunktion. Somit entstehen bei dieser Autoimmunkrankheit oftmals starke Symptome der Schilddrüsenunterfunktion, aber auch die Autoimmunerkrankung an sich kommt mit einer ganzen Reihe von Symptomen daher. Diese werden allerdings oft leider nicht berücksichtigt und bei der Therapie außen vor gelassen.

Der Krankheitsverlauf der Hashimoto unterscheidet sich von Patient zu Patient enorm, so dass manche Betroffenen mit der Erkrankung sehr gut zurechtkommen und kaum Probleme haben, andere wiederum sind durch die Krankheit stark eingeschränkt und weisen starke Symptome auf. Zudem verläuft die Hashimoto Thyreoiditis in Schüben, sodass sie teilweise zu Beginn recht schwer zu greifen ist, da die Symptome sich auch teilweise immer wieder abwechseln und somit oft kein absolut eindeutiges Krankheitsbild diagnostiziert werden kann.

Fakten

Die Hashimoto-Thyreoiditis hat sich mittlerweile zu einer der häufigsten Autoimmunerkrankungen der Menschheit gemausert, wird aber leider nach wie vor von den meisten Ärzten stark unterschätzt und oft auch nicht richtig behandelt. Entgegen dem exotischen Namen, ist die Hashimoto die häufigste Ursache für eine chronische Entzündung und primäre Unterfunktion der Schilddrüse. Ein wichtiger Aspekt, der immer wieder als Ursache für diese Krankheit diskutiert wird, ist unter anderem die Zwangsjodierung beinahe sämtlicher Lebensmittel in Deutschland. Seit 1993 werden in Deutschland die Nahrungsmittel flächendeckend und unkontrolliert jodiert (Jodsalz, Lebensmitteljodierung, jodierte Nahrungsergänzungsmittel, Tierfutterjodierung). Allein die Tatsache, das Deutschland das einzige Land in der EU ist, welches noch zwangsjodiert, sollte unseren Gesundheitsministern die Augen öffnen.

Man sollte sich die Frage stellen, weshalb alle anderen Länder nicht mehr jodieren und weshalb solche Krankheiten wie die Hashimoto in Deutschland immer häufiger vorkommen. Die Schilddrüse produziert, durch die Umwandlung von Jod, die Schilddrüsenhormone T3 und T4. Wenn aber zu viel Jod zugeführt wird, entsteht über kurz oder lang eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Ist man bereits von Hashimoto betroffen, heizt die übermäßige Jodzufuhr den Autoimmunprozess weiter an und man kommt aufgrund einer Überproduktion an Schilddrüsenhormonen immer wieder in Überfunktion. Somit entstehen ständige Schwankungen im Hormonspiegel die dauerhaft unterschiedliche Symptome mit sich bringen und zudem auch die Nebennieren belasten, die dann früher oder später auch ihren Dienst versagen und weitere Probleme machen können.

In der größten, bevölkerungsbasierten Verlaufsstudie zu der Hashimotoerkrankung, der Wickham-Studie, konnten folgende Daten ermittelt werden:

Wer ist betroffen ?

Vom Hashimoto-Syndrom betroffen sind insbesondere Frauen im 3. – 6. Lebensjahrzehnt, davon 8% aller Frauen vor und 16% aller Frauen nach der Menopause. Insgesamt leiden Frauen 10mal häufiger an einer Hashimoto Thyreoiditis als Männer. Aber auch Männer mit einem schwachen Immunsystem, einer chronischen Entzündung im Körper, die sich schlecht ernähren und viel Stress haben sind die optimalen Kandidaten für die Hashimoto Thyreoiditis.

Es besteht auch eine familiäre Veranlagung zu dieser Krankheit. Kinder von Eltern mit Hashimoto haben eine Wahrscheinlichkeit von 25%, dass sie auch eine Thyreoiditis entwickeln. Ganz besonders die weiblichen Nachkommen sollten ab dem Grundschulalter immer wieder einmal ihre Schilddrüsen- und Antikörperwerte kontrollieren lassen, um die Hashimoto frühzeitig zu erkennen.

Auslöser

In der Medizin sind folgende Faktoren bekannt, die zu einem Entstehen bzw. Ausbruch einer Hashimoto Thyreoiditis führen können:

Meistens liegt die Ursache der Erkrankung in einer Kombination aus den oben genannten Punkten.

Hashimoto, die Psyche und Depressionen

Vor allem auch wenn die Psyche verrückt spielt und sich Depressionen breit machen, sollte man wissen, das die Hashimoto mit Unterfunktion der Schilddrüse die Ursache dieser Probleme sein kann.

Da die meisten Ärzte und Endokrinologen oft nicht besonders viel Erfahrung mit der Hashimoto haben, reicht es ihnen meist aus, wenn die Schilddrüsenwerte in der Norm liegen. Das die meisten Hashimotopatienten eine Verbesserung ihres Befindens erst in den höheren Normbereichen erfahren, ist für die meisten Ärzte nicht verständlich und wird oft als Unfug abgetan.

Verlässt sich der Patient auf solche Aussagen des Arztes, folgt meist eine langjährige Behandlung mit Antidepressiva. Dies könnte sehr häufig vermieden werden, wenn der Patient und auch sein Arzt, über ein umfangreicheres Wissen bezüglich der Schilddrüse und der Normwerte verfügen würden. Diesbezüglich herrscht allerdings noch reichlich Informationsbedarf und Aufklärungsarbeit.

Das folgende Video zeigt deutlich, das die meisten Menschen gar nicht verstehen können, wie schlecht es einem Hashimotopatienten gehen kann. Das die Krankheit in Schüben auftritt und meist Jahre oder gar Jahrzehnte vergehen können, bis die Diagnose überhaupt gestellt wird.

Quellen: De Groot LJ, Chrousos G, Dungan K, et al., "Hashimoto’s Thyroiditis"

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