Hashimoto-Tagebuch: Teil 7

Zu Beginn des Jahres 2014 habe ich mich auf Anraten meiner Hausärztin, in die Obhut einer Privatklinik in Bonn zu begeben. Dort sollte es einen guten Arzt geben, der sich mit meinem Krankheitsbild auskannte und im Haus alle weiteren Untersuchungen und Behandlungen vornehmen konnte. Das klang zunächst sehr gut.

Ab sofort hieß es für mich, zweimal die Woche jeweils 100km hin und nochmal 100km zurück zufahren. Das erste Gespräch war vielversprechend und zumindest ging er auf meine Darmproblematik und den hellen Stuhlgang ein. Im war sofort klar, das es ein Problem mit der Gallenblase sein musste. In der Gallenblase wurden mehrere Polypen gefunden und mir wurde nahegelegt mich in absehbarer Zeit von der Gallenblase zu trennen, da Polypen in der Gallenblase ausarten und zu tödlichem Krebs führen konnten. Das musste ich erst mal sacken lassen und wollte keine unüberlegte Entscheidung treffen.

Des weiteren bestand meine Behandlung aus Bioresonanz, Colonhydro-Therapie, Ozonbehandlung und hochdosierten Vitamininfusionen. Die Infusionen haben zumindest kurzfristig etwas Energie gebracht. Die Colonhydro-Therapie war sehr unangenehm, kostspielig und hat keinen nennenswerten Erfolg mit sich gebracht.

Die Bioresonanz hingegen hat mich sehr überrascht. Nicht nur das die Behandlerin all meine Wehwehchen eindeutig diagnostiziert hatte, ohne das sie von mir im Vorfeld einen Hinweis erhalten hatte, sondern auch die Tatsache, das sie mich im Bezug auf meinen Herpes behandelt hatte und dieser nun seit über zwei Jahren nie wieder aufgetaucht ist. Und dies obwohl ich in den Jahren zuvor mindestens 6 mal im Jahr unter heftigem Herpes auf den Lippen gelitten habe.

Die Bioresonanz brachte auch zum Vorschein, das mehrere (wurzeltote) Zähne Probleme machen und das Quecksilber ein Thema ist. Diese Themen beschäftigen mich sehr, aber es liefen aktuell so viele Untersuchungen parallel, das ich mich zunächst nicht weiter damit beschäftigte.

Der Darm macht Probleme

Da ich weiterhin massive Probleme mit der Verdauung bzw. dem ganzen Verdauungsapparat hatte, ließ ich mich im Aachener Klinikum auf Unverträglichkeiten testen. Im zweiwöchigem Abstand wurden H2-Atemtests bezüglich einer möglichen Laktose- und Fructoseintoleranz gemacht. Beide waren negativ, obwohl ich auch während der Testung starke Symptome hatte. Auch ein Atemtest mit Glucose wurde durchgeführt, um eine Dünndarmfehlbesiedlung auszuschließen. Auch dieser Test fiel negativ aus, obwohl Symptome während der Testung vorhanden waren.

Ergänzend zu den Atemtests, wurde auch noch einmal die Darmflora bestimmt und fiel leider nicht besonders gut aus. Bei Tests zum Darmflorastatus gibt es große Unterschiede und das nicht nur im Bezug auf den Preis. Der Beste und ausführlichste Darmfloratest kann bei Medivere (GanzImmun) bestellt werden.

Hashimoto Darmflora

Insgesamt wurden zu wenig Laktobazillen, Bifidobakterien und E. Coli-Bakterien im Stuhl gemessen. Dafür waren die histaminproduzierenden Clostridien, sowie Candida Albicans vermehrt im Stuhl vorhanden.

Somit stand fest, das ich wiedereinmal eine Candidabehandlung samt Diät beginnen musste. Die Behandlung wurde auf 2 Wochen angesetzt.

Nach der klassischen Behandlung mit Nystatintabletten und Nystatin-Suspension, habe ich nochmal drei Wochen mit natürlichen Anti-Pilzmitteln dran gehängt. Dazu habe ich Candida Support, Caprylsäure, Grapefruitkernextrakt, Lapachotee und Knoblauch verwendet. Es standen zudem auch eine Menge Probiotika auf dem Programm, allerdings haben sich meine Symptome, vor allem die Müdigkeit und Schwäche, unter der Probiotikaeinnahme drastisch verschlechtert.

Dies führte dazu, das ich die Probiotikaeinnahme aufgeben musste. Allerdings konnte sich niemand erklären, weshalb die Einnahme von Probiotika mein Befinden so enorm verschlechterte. Ob dies an der Histaminintoleranz und den histaminbildenden Bakterien in den Probiotika lag oder vielleicht doch eher an einem Leaky Gut ? Diese Fragen konnte mir niemand beantworten und somit hieß es sich weiter in das Thema einarbeiten.

Die Schilddrüseneinstellung klappt nicht

Die Schilddrüseneinstellung klappte auch so gar nicht. Ich habe nahezu alle nur denkbaren Kombinationen von T3 und T4 ausprobiert, aber es war kein annehmbarer Zustand mit synthetischen Schilddrüsenhormonen zu erreichen. Nach wie vor machte mir ein sehr starkes Anfluten ca. 60 Minuten nach Hormoneinnahme stark zu schaffen. Aber auch die Müdigkeit, Schwäche und die schlechte Verdauung machten mir sehr zu schaffen. Am liebsten wäre ich sofort auf natürliche Schweinehormone umgestiegen, aber meine damalige Ärztin war von meinem Plan gar nicht angetan und wollte mir kein entsprechendes Rezept ausstellen.

L-Thyroxin alleine wirkte nahezu gar nicht. Die Werte stiegen zwar an, aber die Symptome verschlechterten sich zusehends. Das Gewicht und der Körperfettanteil stiegen permanent an, die Verdauung stockte und die Müdigkeit stieg ins Unermessliche. Mit zusätzlicher Einnahme von Thybon besserten sich zwar die meisten Symptome, dafür reagierte ich viel extremer auf alle Nahrungsmittel, wurde sehr blass mit dunklen Augenringen, hatte Kreislaufprobleme und konnte kaum schlafen.

Die Nebennieren spielten hierbei vermutlich weiterhin eine zentrale Rolle. Seit geraumer Zeit war zudem mein Puls sehr niedrig und fiel teilweise auf unter 45 Schläge pro Minute. Und die Körpertemperatur war meist unter 36 Grad.

Für diejenigen die es interessieren könnte, hier mal ein kleiner Überblick über meine Dosierungen und Splittings im Jahr 2014:

19.02.2014

Knapp 7 Wochen 100 LT und 15 Thybon ( 50 LT + 5 --- 2,5 --- 2,5 --- 50 LT + 5)

Gesamthormonmenge: ca. 145 LT

TSH ( 0,4-4,00 ) --- 0,81 µlU/ml
ft3 ( 2,3 - 4,2 ) --- 3,5 pg/ml --- 63,16%
ft4 ( 0,8 - 1,8 ) --- 0,94 ng/dl --- 14%
rt3 ( < 614 ) --- 257 pg/ml

Befinden: Geht...bisschen Müde, Schlechter Schlaf, dreimal Nachts raus, Atemnot und massive Probleme mit allen Nahrungsmitteln. Nach dem Essen müde, Kreislaufprobleme etc.


5 Wochen unter: 125 LT + 10 Thybon 4fach gesplittet

TSH (0,4-4,00) - 0,04 µlU/ml
ft3 (2,3 - 4,2) - 3,4 pg/ml - 57,9%
ft4 (0,8 - 1,8) - 1,23 ng/dl - 43%
rt3 (< 614) - 232,6 pg/ml

Befinden nicht so dolle....totale UF-Symptome. Haarausfall, niedriger Puls, frieren, Brüchige Nägel, Müdigkeit und Schwäche, Darmbeschwerden und und und


07.07.2014

7 Wochen unter: 150 LT (2 fach gesplittet - morgens und mittags 75)

TSH (0,4-4,00) - 0,1 µlU/ml
ft3 (2,3 - 4,2) - 3,26 pg/ml - 50,53%
ft4 (0,8 - 1,8) - 1,37 ng/dl - 57%
rt3 (< 614) - 432,9 pg/ml

Befinden: Immer besseres Befinden....nach 10 Wochen wieder immer schlechter. Müdigkeit, niedriger Puls, Frieren, Gewichtszunahme, massivste Verstopfung, dadurch Atemnot etc.


31.10.2014

150 LT (komplette Abendeinnahme auf Bettkante)

TSH (0,27-4,20) - 0,26 µlU/ml
ft3 (2,0 - 4,4) - 2,63 pg/ml - 26,25%
ft4 (0,9 - 1,7) - 1,75 ng/dl - 106%

Erst gutes Befinden und dann langsam immer schlechter. Zum Schluss totale Erschöpfung, was sich ja an den Werten bestätigt hat. Wechsel auf nächtliche Einnahme gegen 4-5 Uhr morgens/nachts.


28.11.2014

150 LT Morgens + 2,5 Thybon Nachmittags

TSH (0,27-4,20) - 0,02 µlU/ml
ft3 (2,0 - 4,4) - 3,0 pg/ml - 69%
ft4 (0,9 - 1,7) - 1,72 ng/dl - 102%

Befinden: Katastrophal ! Müde und zerstört

Gallenblase, Polypen und die Darmflora

Der Darm machte weiterhin immer mehr Probleme, aber nicht nur die augenscheinlichen Dinge wie Stuhlfarbe und Konsistenz machten mir immer mehr Sorgen, sondern auch die Tatsache, das ich mittlerweile auf jegliche Nahrungsmittel reagierte. Der Bauch war aufgetrieben und nach jedem Essen wurde ich extrem schwach und müde.

Je nachdem was ich gegessen hatte, hielt dieser Zustand mehrere Tage an, sodass ich weder fähig war zu arbeiten, noch meinen anderen Pflichten wie Familie und Haushalt nachzukommen. Es war auch gar nicht mehr nachzuvollziehen, was genau die Symptome machte, da ich zum Schluss selbst auf einen Löffel Reis genauso reagierte, wie auf eine Histaminbombe in Form von Salami oder Tomaten. Ich war stark verunsichert, was genau das Problem war. Waren es die Nahrungsmittelunverträglichkeiten ? Oder eine falsche Schilddrüseneinstellung die folglich zu solchen Darmbeschwerden führte ? Niemand konnte es mir sagen.

Parallel zur Schilddrüseneinstellung musste ich weiterhin dem Darmthema Beachtung schenken und habe nochmals mehrere Termine zur Sonographie der Gallenblase ausgemacht. Zum Schluss hatte ich fünf Sonographien der Gallenblase bei verschiedenen Ärzten und bekam insgesamt drei verschieden Meinungen bzw. Diagnosen :) Zwei waren sich sicher, es wären Gallensteine. Zwei weitere Ärzte diagnostizierten mir Gallenblasenpolypen. Der fünfte Arzt sah lediglich Gallengries, welcher jedoch harmlos sein sollte. Wieder war die Verwirrung groß und machte mir die Entscheidung nicht gerade leichter, was nun endgültig mit meiner Gallenblase passieren sollte.

Aber es machte mir weiterhin große Sorgen, das es Polypen sein könnten. Diese könnten letztendlich zum Gallenblasenkrebs führen, weshalb ich nicht all zu lange mit einer Entscheidung warten sollte.

Auf mein Drängen hin wurde nochmal der Stuhl und die Pankreaselastase untersucht. Die Elastase lag bei 110 und somit im Insuffizienzbereich. Wieder ein Problem mehr :/ Weshalb hatte die Bauchspeicheldrüse nun auch noch ihren Dienst quittiert ? Zu Wahl stand mein ohnehin niedriges Energieniveau, ein größeres Problem im Darm oder auch die Gallenblase.

Und wieder konnte niemand etwas dazu sagen, außer das es mal ohne ersichtlichen Grund sein kann, das die Bauchspeicheldrüse ihre Arbeit einstellt. Ich konnte mich über solche Aussagen nur schwer wundern und versuchte wiedermal weiter zu recherchieren. Einige Tage später bekam ich meinen Darmfloratest, welcher wie folgt aussah:

Darm entzündet und Darmflora hinüber

Der Candidapilz und auch die Clostridien waren anscheinend verschwunden und die Bifidobakterien waren wieder im grünen Bereich. Dafür hatte sich die Anzahl der Enterokokken verringert.

Weiterhin fehlten Laktobazillen und der Stuhl-PH war immer noch im stark alkalischen Bereich. Augenscheinlich schien die Candidabehandlung und eine kurze Candidadiät gegen die Candidabesiedlung geholfen zu haben. Weshalb die Clostridien wieder in der Norm waren, war mir jedoch schleierhaft, da ich dagegen aktiv nichts unternommen hatte.

Darmfloratest Candidabehandlung

Der Alpha 1-Antitrypsin war im Normbereich und deutete, gegen allen Erwartungen, nicht auf einen Leaky-Gut hin.

Der ß-Defensin-2-Marker hingegen zeigte eine Entzündung der Darmschleimhaut, die ich auch bei Druck auf meine linke Bauchhälfte ganz deutlich bemerkte. Aber auch der Fettgehalt zeigte klar, das etwas mit meiner Fettverdauung nicht funktionierte.

Es war also etwas im Argen und das obwohl mein Darm bei jeder Darmspiegelung laut Ärzten perfekt aussah. In dieser ganzen Zeit nahm ich verschiedenste Probiotika, um die Darmflora wieder aufzubauen. Allerdings schien dies nicht so ganz zu funktionieren und durch die Probiotika ging es mir immer schlechter, da ich diese nach wie vor nicht vertragen habe.

Mir schwirrte ständig ein Leaky-Gut-Syndrom im Kopf herum, da es bei dieser Darmerkrankung häufiger dazu kommt, das Patienten Probiotika nicht vertagen. Dies liegt in erster Linie daran, das die Darmbaktieren die Darmbarriere passieren können und in den Blutstrom geraten. In diesem Fall wird das Immunsystem stark überfordert und es kommt zu verschiedensten Symptomen.

Leaky Gut

Auch die folgende Stuhluntersuchung einige Monate später, zeigt das die Darmflora immer noch ordentlich aus dem Gleichgewicht war.

Die Enterokokken hatten anscheinend Probleme sich im Darm anzusiedeln und das obwohl ich neben Symbioflor 1 auch noch ein zweites Präparat (Arctibiotic Select) gleichzeitig einnahm. Auch die Clostridien sind wieder in ihrer Anzahl gewachsen und der Stuhl-PH war nach wie vor zu alkalisch. Laut meiner Ärztin würden sich die guten Darmbakterien keinesfalls ansiedeln können, solange der Stuhl-PH so hoch ausfällt. Wie man den PH-Wert wieder auf einen normalen Wert senken könnte, konnte sie mir allerdings auch nicht sagen.

Calprotektin und Elastase

Der Fettgehalt im Stuhl war bei dieser Testung noch höher ausgefallen als zuvor und dies obwohl die Pankreaselastase plötzlich wieder sehr gut in der Norm lag. Es passte alles nicht zusammen.

Die Elastase konnte doch nicht so stark schwanken. Und wenn die Elastase diesmal bei über 400 lag, stellt sich die Frage weshalb immer noch so viel Fett im Stuhl zu finden war. Der ß-Defensin-2-Wert war wieder normwertig, dafür war Calprotectin deutlich erhöht. Mein Darm kämpfte anscheinend mit einigen Entzündungen und leider konnte sich niemand einen Reim darauf machen, was wirklich die Ursache dafür war.

Im September hatte mich meine Hausärztin erneut zu einem Gastroenterologen überwiesen und zum ersten mal in meiner langen Ärzteodysee geriet ich an einen jungen Arzt, der tatsächlich auch sein Handwerk verstand. Er hat sich alles genau angehört und, machte einige Untersuchungen und ließ verschiedenste Blut- und Stuhlwerte bestimmen. Erschreckend war abermals meine Pankreaselastase. Diese lag diesmal bei 19.6 !

Der Arzt sagte mir, das er einen solch niedrigen Wert noch nie gesehen habe und konnte sich die Situation auch nicht erklären. Anschließend wurde in einem Röntgenlabor ein MRCP durchgeführt, um auszuschließen das meine Gallengänge von Steinen oder ähnlichem verstopft seien. Dies war allerdings nicht der Fall.

Auffällig war jedoch, das bei jedem, großen Blutbild in diesem Jahr, einige Werte konstant auffällig waren. Hämoglobin, Hämatokrit und die Erythrozyten lagen stets unterhalb der Norm. Nachdem ich mich ein wenig mit diesen Werten beschäftigt hatte, war mir klar das diese Mängel auf einen Eisenmangel hindeuteten, wobei meine Eisen- und Ferritinwerte immer unauffällig und im oberen Normbereich waren. Nur ein einziges mal lagen diese drei Werte in der Norm. Dies war nach meiner zweiwöchigen Candidabehandlung. Zufall ? Oder sind Candidapilze schuld an diesem Mangel ?

Was macht die Nebennierenschwäche ?

Auch in diesem Jahr schien ich auf keinen grünen Zweig zu kommen. Gesundheitlich ging es mir immer schlechter. Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten machten mir schwer zu schaffen, aber auch die konstante Schwäche und Müdigkeit ließen keinen Raum für ein halbwegs normales Leben.

Da ich mittlerweile kaum einschätzen konnte, welche Symptome von der Hashimoto, der Nebennierenschwäche, den Nahrungsmittelunverträglichkeit oder dem Candidapilz kamen, gestaltete sich die Suche sehr schwierig. Ich beschloss nochmal einen Cortisol-Speicheltest zu machen, um zu sehen ob sich irgendetwas an meiner Nebennierenschwäche getan hatte.

Leider war das Ergebnis, wie auch in den letzten 8 Jahren, nicht sehr erfreulich:

Cortisolspeicheltest Nebennierenschwäche

Meine Nebennieren produzierten nach wie vor viel zu wenig Cortisol, um mir nur Ansatzweise Energie zu verleihen. Bei solch niedrigen Cortisolwerten verwunderte es auch gar nicht, das sich die Schilddrüseneinstellung als sehr schwierig erwies bzw. nahezu unmöglich war.

Irgendetwas in meinem Körper ließ meine Nebennieren so stark erschöpfen und niemand konnte mir dabei helfen, einen Weg aus dieser Misere zu finden. Meine persönliche Vermutung war, das die Ursache für mein Befinden und all die Symptome im Darm zu suchen wäre.

Ein Merkwürdiges Erlebnis mit Antibiotika

Da ich mich seit geraumer Zeit immer wiederkehrende Mandelentzündungen plagten, war im Oktober die Zeit gekommen sich von den Mandeln zu verabschieden. Diese waren eigentlich immer gerötet, zerklüftet und machten Beschwerden. Vielleicht waren die Mandeln für eine Art Dauerstress im Körper verantwortlich und schwächten so die Nebennieren. Möglich, aber keiner wusste es genau.

Da die Mandeln aber kurz vor dem Operationstermin stark entzündet waren, musste ich leider ein Antibiotikum einnehmen, da man mich ansonsten nicht operieren konnte. Bereits nach der Einnahme der zweiten Tablette ging es mir plötzlich viel besser. Auffällig war, das ich von einem Moment zum Anderen nahezu keine Probleme mehr mit Nahrungsmitteln hatte. Ich konnte es kaum glauben und begann erneut zu recherchieren und stieß wiedermal auf die Dünndarmfehlbesiedlung. Bei einer bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms, sind Dickdarmbakterien in den Dünndarm vorgedrungen und richten dort eine Menge schaden an und sorgen für ständige Entzündungen.

Leider ging es mir paar Tage wieder genauso schlecht wie vorher, aber dieses Erlebnis konnte kein Zufall sein. Somit machte ich mich auf den Weg nach Bochum in das städtische Krankenhaus, um einen Laktuloseatemtest inklusive Methantestung durchführen zu lassen. Angeblich war das Krankenhaus auf das Diagnostizieren von Dünndarmfehlbesiedlungen spezialisiert, allerdings hatte ich da einen ganz anderen Eindruck und wurde von ahnungslosen Studenten betreut.

Auch dieser Test fiel negativ aus. So negativ, das recht schnell klar war, das ich ein sogenannter Non-Responder war. Das heißt, das meine Darmflora den Zucker nicht zu H2 verstoffwechselt und es somit bei mir nicht möglich wäre, Nahrungsmittelintoleranzen mittels Atemtest nachzuweisen. Na super :/

Alles in Allem kein besonders schönes Jahr, aber das kommende Jahr 2015 verläuft definitiv besser....dies kann ich schon mal vorwegnehmen…[weiterlesen]