Hashimoto-Tagebuch Teil 10: Schwermetalle und Thiole

Da ich nun mittlerweile wusste, dass Quecksilber und Blei in die Gruppe der Hauptverantwortlichen für meine gesundheitlichen Beschwerden einzuordnen waren, richtete ich auch in 2017 mein Hauptaugenmerk auf die Schwermetallausleitung nach Dr. Cutler.

In ganz kleinen Schritten habe ich es im Januar geschafft, meine Dosierung der für die Ausleitung notwendigen Alpha-Liponsäure, auf 12,5mg alle 3 Stunden zu erhöhen und das DMSA konstant bei 25mg zu halten.

Mein gesamtes System war bereits von dieser niedrigen Dosierung komplett überfordert. Die Leber bekam mächtige Probleme die Metalle zu verarbeiten und zu entgiften, sodass ich während jeder Ausleitungsrunde unreine Haut mit vielen Pickeln bekommen habe. Zeitgleich setzte dementsprechend auch eine sehr starke Müdigkeit ein, da bei solch einer Ausleitung auch die Nebennieren sehr stark beansprucht werden.

Jede weitere Steigerung der Alpha-Liponsäure auf 19mg/Dosis machte große Probleme und führte zu immer mehr Symptomen, welche auch in ihrer Intensität stetig zunahmen. Dies machte klar, wie stark schwermetallbelastet ich tatsächlich war und wie angeschlagen meine Ausleitungsorgane waren. Alles in allem war es ein Teufelskreis, der nur sehr schwer zu durchbrechen war.

Auffällig war aber auch, dass sich nach jeder Ausleitungsrunde sehr starke Aggressionen und auch Depressionen breit machten. Diese hielten für 2-3 Tage an und klangen dann langsam wieder ab. Es hat eine ganze Weile gedauert bis ich verstand, dass es sich hierbei um klassische Rückvergiftungssymptome handelte, wenn der Entgiftungsstrom zum Ende jeder Ausleitungsrunde unterbrochen wurde.

Thiole: Der Grund für mein schlechtes Befinden und die ständigen Entzündungen

Die wichtigste Entdeckung in meiner Krankengeschichte waren Thiole und meine Probleme mit diesen Schwefelverbindungen. Ohne Dr. Cutler wäre ich nie im Leben auf die Idee gekommen, das es Thiole überhaupt gibt und dass diese für die meisten meiner Hauptsymptome verantwortlich waren.

Thiole sind vereinfacht gesagt einfache Schwefelverbindungen, die in der Lage sind Schwermetalle wie Quecksilber zu mobilisieren. Aufgrund der Tatsache dass es nur einfache Schwefelverbindungen sind, sind sie aber nicht in der Lage Schwermetalle aus dem Körper zu befördern, sondern lediglich nur zu bewegen und anderswo wieder abzulegen, was natürlich verschiedenste und ständig wechselnde Symptome hervorruft.

Da stellt sich recht schnell die Frage, wo denn überall Thiole enthalten sind. Natürlich in allen Nahrungsmitteln, die ich bis dato täglich gegessen habe. Es fängt beim Frühstück morgens an: Kaffee, Ei, Käse und Milch sind allesamt stark thiolhaltig. Weiter geht es mit Knoblauch, Zwiebeln, Bohnen, Erdnüssen, Schokolade, Brokkoli, Schnittlauch, Radieschen, Sauerkraut, Spargel, Rucola, Ananas, Senf und und und.

Das Problem bei der Thiol-Sache ist, dass die Symptome nach einer thiolhaltigen Mahlzeit bis zu 7 Tage anhalten können! Somit wäre es mir ohne Dr. Cutler unmöglich gewesen jemals herauszufinden, dass eben diese Nahrungsmittel für meine Probleme verantwortlich waren, da ich ja täglich thiolhaltiges gegessen habe und ein Auslassen dieser Nahrungsmittel für ein oder zwei Tage nicht zur Symptomlinderung geführt und auch keine Hinweise auf die problematischen Nahrungsmittel geliefert hätte.

Wenn ich es geschafft hatte, mindestens eine Woche auf thiolhaltige Nahrungsmittel zu verzichten, verbesserte sich bereits hier mein Befinden um mindestens 60%. Meine Müdigkeit löste sich von Tag zu Tag in Wohlgefallen auf, meine Entzündungen im Darm und in den Gelenken besserten sich stetig und auch mein allgemeines Befinden wurde kontinuierlich besser. Für mich und meinen sehr langen Leidensweg war diese Erkenntnis wie ein 6er im Lotto.

Aber leider war es gar nicht so einfach auf Thiole zu verzichten und immer wieder tappte ich in die versteckte Thiol-Falle, da ich natürlich nicht alle Nahrungsmittel kannte, welche auch Thiole enthielten. Das Ganze war teilweise ein „Learning by doing“, trotz der recht ausführlichen Thiolliste von Dr. Cutler.

Und auch Nahrungsergänzungen können sehr viele Thiole enthalten und so für ein schlechtes Befinden sorgen. Man selbst kommt im Leben nicht darauf, woran es liegen könnte und tappt diesbezüglich lange im Dunkeln.

Als Beispiel wären da Chlorella-Algen, NAC (N-Acetylcystein), MSM (Methylsulfonylmethan), Methionin oder Glutathion zu nennen.

Zinkwerte im Vollblut sinken trotz immer höherer Zinkdosierung

Auffällig waren weiterhin meine Zinkwerte im Vollblut. Trotz dessen, dass ich mittlerweile täglich 100mg Zinkpicolinat zu mir nahm, sank mein Zinkwert weit unter die Norm und der Kupferwert stieg hingegen deutlich an. Je höher das Kupfer im Vollblut war, umso mehr Symptome traten auf. Extreme Rückenschmerzen, harte und steife Muskeln, ein vergiftetes Gefühl und vor allem Depressionen und Aggressionen machten sich breit.

Hatte ich das Zink wieder gesenkt, stieg der Zinkwert im Vollblut und das Kupfer sank. Alles in allem ein Zeichen für eine Kupfertoxizität, bei der Kupfer durch Zink in der Leber mobilisiert wird und nicht in der Lage ist, dieses auszuscheiden.

Kupfer- und Zinkwerte im Vollblut gemessen: 50mg Zinkpicolinat täglich | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de
Kupfer- und Zinkwerte im Vollblut gemessen: 100mg Zinkpicolinat täglich / nach 4 Wochen | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de
Kupfer- und Zinkwerte im Vollblut gemessen: 100mg Zinkpicolinat täglich / nach 8 Wochen | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de

Dies hatte ich bereits letztes Jahr rausgefunden, aber ich konnte keinen eindeutigen Zusammenhang bzw. Krankheitsbild dazu finden. Allerdings habe ich im kommenden Jahr dann doch noch weiterführende Informationen dazu gefunden, dazu aber später mehr.

Meine Pankreaswerte verschlechtern sich immer weiter und der Darm macht weiterhin große Probleme

Aufgrund des massiven Zinkmangels, litt ich weiterhin an starken Darmbeschwerden und einer völlig überforderten Bauchspeicheldrüse. Bei der letzten Messung der Elastase im Stuhl fiel der Wert diesmal auf absolut erschreckende 15.4 µg/g. Solch einen niedrigen Wert hatte selbst mein Gastroenterologe noch nie gesehen.

Somit war es in der Tat kein Wunder, dass meine Verdauung einer Katastrophe gleich kam. Aber die Bauchspeicheldrüse sowie die Leber benötigen beide nun mal  sehr viel Zink, um einwandfrei funktionieren und Verdauungsenzyme produzieren zu können.


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Ich musste das Zink-Problem irgendwie lösen, alleine um meine Schwermetallausleitung voran zu treiben, denn ohne einen vernünftigen und regelmäßigen Stuhlgang, kann eine Schwermetallausleitung nicht funktionieren, da etwa 90% der Schwermetalle den Körper über die Gallensäure und somit den Stuhl verlassen. Also auch hier wiedermal ein Teufelskreis, den es irgendwie zu durchbrechen galt.

Um aber darmtechnisch nichts zu übersehen, habe ich nochmals einen ausführlichen Kyberstatus erstellen lassen und auch dieser bestätigte wiedermal, wie schlecht es um meinen Darm und die Bauchspeicheldrüse stand.

Stuhldiagnostik - Kyberstatus
Stuhldiagnostik – Deutet auf Leyk Gut hin | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de
Stuhldiagnostik – Deutet auf Dünndarmfehlbesiedlung hin | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de
Stuhldiagnostik – Es gibt noch viel zu tun! | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de

Der Stuhl enthielt viel zu viel Fett, was direkt auf die Bauchspeicheldrüseninsuffizienz hindeutete. Allerdings lag bei diesem Test die Pankreaselastase bei 89,66 µg/g. Stellt sich die Frage ob es sich hierbei um so starke Schwankungen oder einen Messfehler handelte.

Aber auch die Anzahl der Laktobazillen und Enterokokken war stark vermindert. Normalerweise ist dies ein deutliches Zeichen für eine Dünndarmfehlbesiedlung.

Hinzu kam auch noch ein erhöhter PH-Wert, Histamin und Alpha 1-Antitrypsin, kombiniert mit hohem sekretorischem Immunglobulin A, was wieder einmal für einen akuten Leaky-Gut sprach…..trotz normwertigem Zonulin. Es gab also noch eine Menge zu tun, wenn es um meine Darmgesundheit ging.

Immer besseres Befinden durch die Schwermetallausleitung nach Dr. Cutler

Trotz starkem Zinkmangel und meinen Darmbeschwerden, verbesserte sich mein Befinden dennoch zunehmend und von Runde zu Runde. Wenn ich da einige Jahre zurückdenke, wo es mir im Grunde jeden Tag in der Woche extrem schlecht ging und gute Tage innerhalb von 10 Jahren an einer Hand abzählbar waren, so stelle ich fest, das ich mittlerweile 2-3 gute Tag pro Woche habe.

Dies mag zwar für den ein oder anderen nach keinem sonderlichen Erfolg klingen, für mich persönlich ist es aber ein absoluter Segen und ein riesiger Fortschritt.

Somit muss ich hier nochmals erwähnen, dass das einzige was mir bei dem Kampf um meine Gesundheit in den Jahren seit 2008 bis heute jemals geholfen hat, die Schwermetallausleitung nach Dr. Cutler war. Der Weg ist zwar auch hier lang und mühselig, aber zumindest kann ich dauerhafte Erfolge verzeichnen, auch wenn das Befinden nach jeder Runde schwankt.

Aber auch bei der Ausleitung gab es immer wieder Probleme. Dr. Cutler schreibt zusätzlich zu den Chelatoren wie Alpha-Liponsäure, DMSA oder DMPSA, eine kontinuierliche Einnahme der sogenannten  Core4 vor. Dabei handelt es sich um essentielle Mikronährstoffe, welche die Ausleitung unterstützen sollen und maßgeblich für ihren Erfolg verantwortlich sind. Dabei handelt es sich um Zink, Magnesium, Vitamin E und Vitamin C, die unter Anderem vor Zellschäden während der Mobilisierung schützen sollen.

Leider vertage ich bis auf Zink und Magnesium kaum etwas anderes als Nahrungsergänzung und vor allem Vitamin C sorgt bei mir für unfassbare Rückenschmerzen und verkrampfte Muskeln. Somit musste ich mich auch hier ran tasten und akribisch Buch führen, damit ich nachvollziehen konnte, welche Nahrungsergänzung zu welchen Symptomen und Reaktionen führten.

Glutathion-Infusionen führen zum totalen Kollaps

Im Juni 2017 hatte ich nochmal einige Bluttests veranlasst. Darunter war auch die Messung des Glutathion-Spiegels. Glutathion ist im menschlichen Körper für die Entgiftung von Schwermetallen zuständig, wirkt als starkes Antioxidans und regeneriert die Vitamine C und E. Also vor alle für mich extrem wichtig. Dieser Wert fiel bei mir, wie viele andere Werte auch, sehr niedrig aus.

Meine Ärztin war der Auffassung das Glutathion in oraler Form nicht sonderlich wirkungsvoll sei und bot mir Glutathion-Infusionen an. Und bereits die erste Infusion hatte mich vollständig umgehauen. Mir ging es plötzlich sehr, sehr schlecht. Fas t noch schlechter als zu Beginn meiner Erkrankung.

Mein ganzer Körper spielte verrückt und ich bekam Schmerzen am ganzen Körper, ein entzündetes Gefühl, starkes Zahnfleischbluten, Gelenkschmerzen, unfassbare Müdigkeit, totalenDarmstillstand, Schwindel, Kreislaufprobleme, Schlaflosigkeit, Missempfindungen in der linken Gesichtshälfte  und vieles mehr.

Es war der absolute Horror für mich, vor allem aus dem Grund, da es mir vor der Infusion ja nun deutlich besser ging und ich endlich wieder etwas Hoffnung hatte, je wieder zu gesunden.

Nachdem ich mich wieder etwas gefangen hatte, habe ich mich in der Cutler-Facebook-Gruppe darüber informiert, was da nur mit mir passiert sein konnte und stieß relativ schnell auf die Antwort auf meine Fragen.

Glutathion mobilisiert Schwermetalle, aber kann diese nicht zuverlässig binden und ausleiten. Es kommt deshalb durch intravenöse Glutathion-Gaben zu einer massiven Umverteilung von Schwermetallen mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit und massig Symptomen.

Das erklärte so einiges und bestätigte weiterhin meine Schwermetallproblematik.

Um die Symptome so schnell wie möglich abzumildern, habe ich erstmal zwei Tage lang größere Mengen an Aktivkohle zu mir genommen. Dies half mir in dieser akuten Situation ungemein. Daraufhin begann ich schnellstmöglich weiter auszuleiten, um die mobilisierten Metalle schnellst möglich zu binden. Der Plan ging auch auf und nach knappen 3 Wochen ging es mir endlich wieder besser.

Versteckte Amalgamreste: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Da ich nun mehr als ein Jahr lang Schwermetalle nach Dr. Cutler ausleitete, aber nach wie vor große Probleme damit hatte, meine Alpha-Liponsäure-Dosis zu steigern, stellte sich die Frage, woran das wohl lag.

Zum einen musste ich mir eingestehen, dass ich anscheinend deutlich belasteter bin, als ich gedacht hatte und meine Entgiftungsorgane einfach extrem überfordert waren.

Ist Amalgam eine Ursache für Autoimmunerkrankungen ?
© Tanapat Lek,jew – Fotolia.com

Zum anderen gibt es einen enorm wichtigen Aspekt bei der Schwermetallausleitung, welcher essentiell für den Erfolg ist. Dabei handelt es sich um versteckte Amalgamreste in den entsprechenden Zähnen – sogenannte „Specks“.

Um überhaupt ausleiten zu können, müssen alle Amalgamplomben vollständig entfernt worden sein.

Da einige Zahnärzte nicht so genau arbeiten oder es auch nicht als all zu wichtig erachten, jeden Krümel der Amalgamreste zu entfernen, können bei einer Ausleitung mit Amalgamresten enorme Probleme entstehen.

Denn so kann die Gefahr entstehen, dass die Chelatoren entsprechende Schwermetalle lediglich im Körper verteilen und im schlimmsten Fall per Alpha-Liponsäure ins Gehirn verlagern, wodurch die kuriosesten Symptome entstehen können und sich das Befinden enorm verschlechtern kann.

Da ich zwei Kronen im Mund hatte, musste ich lange mit mir hadern, ob ich das Risiko eingehen und beide Kronen entferne lassen sollte, um zu nachzuschauen, ob sich noch Amalgamreste darunter verbargen. Aber leider führte letztendlich kein Weg daran vorbei und so musste ich es wagen.

Glücklicherweise wurde nichts gefunden und meine Steigerungsprobleme bei der Ausleitung mussten an meiner starken Vergiftung, der schlechten Entgiftungsleistung und zu schnellen Steigerungen meiner ALA-Dosis liegen.

Auffällig gutes Befinden nach erster DMPS-Spritze

Da ich ungeduldig wurde und es mir mit der Ausleitung einfach zu langsam ging, hatte ich mich nochmals mit meiner Ärztin zusammengesetzt. Nach einem längeren Gespräch haben wir uns darauf einigen können, noch einen Versuch mit DMPS-Injektionen zu unternehmen, um das Prozedere eventuell ein wenig beschleunigen zu können. Geplant waren eine Injektion alle 4 Wochen.

Dieses Vorgehen ist im Protokoll von Dr. Cutler ein absolutes „No-Go“, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Alpha-Liponsäure eine große Menge an Quecksilber mobilisiert hatte, aber diese nicht vollständig gebunden und ausgeschieden wurde. Und um das umherschwirrende Quecksilber „aufzuwischen“, wäre eine höhere Dosis DMPS vielleicht nicht so verkehrt.

So bekam ich ein Rezept für fünf Dimaval-Ampullen und einige Tage später ging es dann auch schon los. Schon während der Injektion wurde mir total komisch. Mir wurde erst kurz heiß und dann kalt, anschließend wurde ich sehr müde und auf dem Heimweg dann plötzlich total wach und klar.

Zum Abend hin und auch in den folgenden Tagen ging es mir dann immer schlechter und schlechter. Alle denkbaren Symptome wechselten sich ständig ab und ich wurde immer müder und schwächer.

Aber nach etwa einer Woche besserte sich mein Befinden überraschenderweise ohne mein Zutun. Täglich wurde ich ein Stückchen fitter und fühlte mich immer gesünder.

Es lag also an dem DMPS und den zuerst mobilisierten und dann später gebundenen Schwermetallen –  daran war schon länger nichts mehr zu rütteln.

Und wieder kippt das Befinden: Mein Darm erleidet einen vollständigen Kollaps

Das gute Befinden hat diesmal tatsächlich mehr als 3 Wochen angehalten, aber um keine Zeit zu verlieren, hatte ich auch weiterhin wöchentlich eine Ausleitungsrunde mit Alpha-Liponsäure und DMSA von 4 Tagen und 3 Nächten gemacht.

Nach der 60ten Runde und der 2ten DMPS-Injektion, kam aber plötzlich wieder ein massiver Einbruch. Aus heiterem Himmel verschlechtere sich mein Befinden sehr stark und vor allem ging es meinem Darm auf einmal so schlecht wie noch nie zuvor.

Mein Bauch war aufgebläht wie ein Ballon und meine Verdauung stagnierte nahezu vollständig. Ein normaler Stuhlgang war kaum mehr möglich und ich bekam starke Schmerzen im Bereich der Bauchspeicheldrüse. Diese Schmerzen waren so stark, sodass ich mich immer wieder übergeben und in der Not auf starke Schmerzmittel zurückgreifen musste.

Augenscheinlich hatte ich es wieder übertrieben und die Ausleitung zu sehr vorangetrieben, sodass die Ausleitungsorgane so stark überfordert wurden, dass sie nahezu kollabiert sind.

Zudem bekam ich wieder über Wochen extremste Rückenschmerzen und der Candida-Pilz explodierte erneut. Und zu allem Übel verlor ich auch unverhofft und innerhalb kürzester Zeit viel an Gewicht. Innerhalb von 4 Wochen nahm ich von 86kg auf 75kg ab.

Es ist erschreckend, welche Folgen Schwermetalle für den Körper haben können und wie sie das gesamte System zum Wanken bringen können. Daraufhin entschied ich mich dann doch dazu, die DMPS-Injektionen auszulassen und weiter mit dem sanfteren Cutler-Protokoll zu arbeiten. Der Bericht zu 2018 und meiner deutlichen Verbesserung in 2019 folgen in Kürze!


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Quellenangaben
Bildquellen:
  • Titelbild: © Michael Ayed | Hashimoto-Info.de
  • Alle Laborwerte auf dieser Seite: © Michael Ayed | Hashimoto-Info.de
  • Amalgam: © Tanapat Lek,jew – Fotolia.com
Textquellen:
  • (1) Jarić S, Mitrović M, Pavlović P. Review of Ethnobotanical, Phytochemical, and Pharmacological Study of Thymus serpyllum L. Evid Based Complement Alternat Med. 2015;2015:101978
  • (2) Madaus G. Lehrbuch der biologischen Heilmittel. Hildesheim und New York: Verlag Georg Olms; 1979, S. 2544–2550
  • (3) Amsterdam JD, Panossian AG. Rhodiola rosea L. as a putative botanical antidepressant. Phytomedicine. 2016 Jun 15;23(7):770-83
  • (4) Cropley M, Banks AP, Boyle J. The Effects of Rhodiola rosea L. Extract on Anxiety, Stress, Cognition and Other Mood Symptoms. Phytother Res. 2015 Dec;29(12):1934-9
  • (5) Zubeldia JM, Nabi HA, Jiménez del Río M, Genovese J. Exploring new applications for Rhodiola rosea: can we improve the quality of life of patients with short-term hypothyroidism induced by hormone withdrawal? J Med Food. 2010 Dec;13(6):1287-92
  • (6) Abidov M, Crendal F, Grachev S, Seifulla R, Ziegenfuss T. Effect of extracts from Rhodiola rosea and Rhodiola crenulata (Crassulaceae) roots on ATP content in mitochondria of skeletal muscles. Bull Exp Biol Med. 2003 Dec;136(6):585-7

Michael Ayed

ist seit 2008 von der Hashimoto-Thyreoiditis betroffen und hat seither einen schweren Leidensweg hinter sich gebracht, um 2019 endlich eine deutliche Besserung seines gesundheitlichen Zustandes erfahren zu können. Er betreibt seit mehr als 12 Jahren intensive Recherchen zum Thema Hashimoto-Thyreoiditis und schreibt hier die gesammelten Informationen und Erfahrungen für Laien verständlich nieder.
Michael Ayed
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