Hashimoto-Tagebuch Teil 4: Schilddrüsen-Operation, Nebennierenschwäche und Cortisoneinnahme

Zum Anfang des Jahres sollte dann die Behandlung meiner Nebennierenschwäche mit Cortison beginnen. Normalerweise verwendet man bei Nebennierenproblemen Hydrocortison oder bei Unverträglichkeiten auch Prednisolon.

Mein neuer Arzt hingegen verschrieb mir Prednison, welches eigentlich bei stärkeren Entzündungen im Darmbereich angewendet wird, anstatt zur Behebung einer Nebennierenschwäche dient.

Zudem hatte der Arzt die Startdosis mit 20mg pro Tag doch sehr hoch angesetzt. Die normale Dosierung bei Prednisolon liegt bei 5-7,5mg pro Tag.

Somit wurde mir wieder schnell klar, das die Nebennierenschwäche bei den Medizinern nicht wirklich angekommen und für die meisten ein Buch mit sieben Siegeln war.

Aber ich war ja froh überhaupt einen Arzt gefunden zu haben, der die Nebennierenschwäche mit mir angehen wollte und mir das benötigte Cortison dazu verschrieben hatte.

Somit startete ich erst einmal mit einer viertel Tablette (5mg). Sicher ist sicher, denn ich wollte kein Risiko eingehen.

Die ersten beiden Tage mit Prednison waren fantastisch, aber auch hier hielt die Besserung leider nicht sonderlich lange an und die Symptome kehrten sehr schnell wieder zurück.

Prednison, Prednisolon oder Hydrocortison – Was funktioniert am besten bei meiner Nebennierenschwäche?

Eine Erhöhung der Tagesdosis Prednison brachte zwar immer eine kurzfristige Besserung mit sich, allerdings war diese nur von sehr kurzer Dauer und zudem wollte ich auch gewisse Dosierungen aufgrund der Nebenwirkungen einfach nicht überschreiten.

Welches Cortison funkioniert bei einer Nebennierenschwäche am besten ?
Welches Cortison funkioniert bei einer Nebennierenschwäche am besten ? | © Zerbor – Fotolia.com

Daraufhin habe ich noch nach Absprache mit meinem Arzt auch Hydrocortison und Prednisolon ausprobiert.

Hydrocortison wird von den meisten Menschen mit Nebennierenschwäche als am wirksamsten eingestuft und soll bei Dosierungen bis 35mg pro Tag auch wenige Nebenwirkungen hervorrufen.

Leider fühlte ich mich unter Hydrocortison total aufgekratzt, aber dennoch sehr müde.

Keine Dosierungsvariante bis 40mg pro Tag führte zu mehr Energie oder besserem Schlaf. Hinzu kam die sehr kurze Wirkdauer von 3-4 Stunden. Dies machte die Handhabung auch recht aufwändig. Trotzdem ging es mir mit Hydrocortison unterschwellig etwas besser als ohne.

Hinzu kam die sehr kurze Wirkdauer von 3-4 Stunden. Dies machte die Handhabung auch recht aufwändig. Trotzdem ging es mir mit Hydrocortison unterschwellig etwas besser als ohne.

Prednisolon fühlte sich für mich noch am besten an, führte aber auch nicht zu sagenhaften Verbesserungen meiner Symptome.

Zudem sind einige bekannte Nebenwirkungen bei Langzeitbehandlungen mit Prednisolon wirklich nicht unerheblich. Lediglich die Einnahmeintervalle von 24 Stunden waren sehr komfortabel.

Ich habe insgesamt ein halbes Jahr lang versucht mit Cortison klarzukommen, aber eine deutliche und dauerhafte Besserung war leider nicht herbeizuführen.

Cortisolspeicheltest: Die Nebennieren erholen sich trotz aller Versuche nicht
Mein Cortisol-Speicheltest mit sehr niedrigen Cortisolwerten im Tagesverlauf | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de

Nach diesen sechs Monaten fiel der anschließende Cortisol-Speicheltest genauso schlecht aus wie der Test, den ich vor Beginn der Cortisoneinnahme gemacht hatte.

Vier von fünf Speichelproben lagen unter dem Normbereich, lediglich der erste Morgenwert lag  knapp über dem unteren Normwert.

Durch die Cortisoneinnahme hatte sich somit keine Besserung eingestellt. Weder im Befinden, noch in den Werten.

Entweder sprach mein Körper nicht auf die verschiedenen Cortisonvarianten an oder etwas anderes schwächte meine Nebennieren dermaßen und kontinuierlich, dass das Cortison gar keine Chance hatte, meine Nebennieren entsprechend zu unterstützen.

Der Versuch die Nebennierenschwäche alternativ behandeln ist effektiver als die Cortisoneinnahme

Bis ich herausgefunden habe, was genau das Problem mit dem Cortison war und weshalb die Nebennieren überhaupt nicht auf eine Behandlung angesprungen sind, habe ich mich entschlossen,  zunächst alternativ an die Sache heranzugehen.

Ich habe meine Ernährung umgestellt, Cytozyme AD, Phytocortal N, hochdosiert Vitamin C, B12, B5 und morgens Salzwasser zum Frühstück zu mir genommen.


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Zudem habe ich versucht ein wenig Stress zu reduzieren und meine Art und Weise wie ich die Dinge betrachtete, ein wenig umgekrempelt.  Ich nahm mir vor, mir nicht mehr so viele Sorgen zu machen und alles etwas lockerer zu sehen.

In Kombination mit dem Nebennierenextrakt Cytozyme AD, dem homöopathischen Phytocortal N und der stark zucker- und kohlenhydratreduzierten Diät, ging es mir zum Jahresende hin tatsächlich etwas besser.

Es war kein Quantensprung, aber dennoch waren einige Symptome leicht zurückgegangen und die Müdigkeit war nicht mehr so extrem wie vorher. Aber nach wie vor schwankte mein Befinden täglich und sogar im Tagesverlauf sehr stark.

Ein kurzer Versuch mit dem natürlichen Schilddrüsenhormon Armour Thyroid

In der Zwischenzeit habe ich viel über natürliche Schilddrüsenhormone aus getrockneten Schweine- oder Rinderschilddrüsen gelesen und festgestellt, dass die Erfahrungsberichte in Hashimoto-Foren durchweg positiv waren.

Auch auf englischsprachigen Webseiten berichteten viele Hashimoto-Patienten über ihre Erfolge mit natürlichen Schilddrüsenhormonen, sodass ich auch diese Möglichkeit nicht ungenutzt lassen wollte, mein Befinden gegebenenfalls zu verbessern.

Im Mai habe ich auch begonnen meine Schilddrüsenhormone umzustellen und mit dem amerikanischen NDT Armour Thyroid angefangen.

Endlich ging die Sonne wieder auf. Es ging mir damit zwar nicht perfekt, aber viele Symptome waren zwischenzeitlich wie weggeblasen. Faszinierend!

Ab sofort gab es keinen Schwindel mehr, die Rückenschmerzen und Muskelverspannungen waren weg und es stand mehr Energie bereit als vorher. Aber wie so oft auf meiner Reise zur Genesung, hielt dieser Zustand leider nicht lange an und einige Symptome kehrten langsam wieder.

Zudem war Armour Thyroid ziemlich teuer und teilweise sehr schwer zu bekommen, sodass ich nach meiner Schilddrüsen-OP erst einmal zurückrudern musste und wieder auf synthetisches Thyroxin von Euthyrox wechselte.

Der Verdacht einer disseminierten Autonomie meiner Schilddrüse erhärtet sich

Mein sehr schwankendes Befinden tagsüber war sehr anstrengend, sodass ich mir immer sicherer wurde, dass meine Schilddrüse anscheinend unkontrolliert Hormone abgibt.

Dies würde auch die ständig schwankenden Schilddrüsenhormonwerte erklären, die immer wieder unter gleichbleibender Dosierung entstanden sind.

Szintigramm: Hashimoto Typ A mit disseminierten Autonomien vor Radiojodtherapie
Szintigramm: Hashimoto Typ A mit disseminierten Autonomien vor Radiojodtherapie | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de

Auch mein Arzt in Düsseldorf hatte solch einen Verdacht geäußert, sodass ich ihn noch einmal aufsuchte.

Um autonome Bereich der Schilddrüse und Knoten in der Schilddrüse auszuschließen, überwies er mich in eine endokrinologische Klinik, wo ein Szintigramm der Schilddrüse gemacht werden sollte.

Sowohl der durchführende Arzt als auch mein Arzt konnten zunächst keine heißen oder kalten Knoten in der Schilddrüse feststellen, aber hegten den Verdacht einer disseminierten Autonomie, aufgrund meiner Schilderungen zu den Schwankungen im Befinden und den Blutwerten.

Dies bedeutete, dass die Schilddrüse vermutlich mit Unmengen an kleinen Knoten durchzogen ist und man weder im Ultraschall noch im Szintigramm erkennen konnte, ob diese Bereiche sich verselbstständigt haben und unabhängig vom thyreotropen Regelkreis Hormone produzierten.

Da ich mittlerweile auch ständig stechende Schmerzen in der Schilddrüsengegend bekam und mein Befinden und die Blutwerte noch stärker zu schwanken begannen, obwohl ich eine konstante Hormondosis zu mir genommen habe, legten mir beide Ärzte eine Entfernung der Schilddrüse nahe.

Ich sollte mir dazu Gedanken machen und gegebenenfalls nochmal mit meinem Hausarzt darüber sprechen.

Ich entscheide mich für eine Schilddrüsen-OP (Thyreoidektomie)

Sich von seiner Schilddrüse trennen zu wollen ist natürlich ein gewagter Schritt und einfacher gesagt als getan. Jede Operation birgt ihre Risiken und es heißt ja noch lange nicht, dass es mir nach einer Thyreoidektomie besser gehen würde.

Die Hashimoto-Thyreoiditis soll auch mit der Zeit die Schilddrüse ausbrennen und unter Hormonsubstitution wird sie ohnehin immer kleiner und kleiner. Aber dieser Vorgang kann Jahre und Jahrzehnte dauern und auch dafür gibt es keine Garantie.

Und wenn wirklich autonome Bereiche in meiner Schilddrüse unabhängig von der Hypophyse Hormone produzieren, ändert ein Ausbrennen der Schilddrüse durch die Entzündungsschübe der Krankheit an sich auch nicht viel.

Somit bin ich eine ganze Weile in mich gegangen und stellte fest, dass es keine Option für mich wäre, mit diesen schwankenden Symptomen leben zu müssen.

Zudem wurden die Schmerzen und Stiche in der Schilddrüsengegend immer intensiver und belastender, sodass ich mich letztendlich für eine Operation entschieden habe.

Die Ärzte geben grünes Licht für eine Thyreoidektomie

Zum Glück habe ich einen Hausarzt, der allem recht aufgeschlossen gegenübersteht und bisher in den letzten vier Jahren meiner Erkrankung, schon so einiges mit mir ausprobiert hatte.

Ich machte einen Termin aus und machte mich auf den Weg zu ihm, um die Pros und Contras eines solchen Eingriffs zu besprechen und grundsätzlich einmal zu sehen, wie er auf eine Thyreoidektomie bei einer Hashimoto-Thyreoiditis reagiert.

Schilddrüsenoperation bei Hashimoto-Thyreoiditis
Schilddrüsenoperation (Thyreoidektomie) bei Hashimoto-Thyreoiditis | © sakramir – Fotolia.com

Schließlich brauchte ich im Fall der Fälle eine Überweisung zum Chirurgen von ihm. Glücklicherweise war er sehr kooperationsbereit und sagte, dass in meinem Fall eine solche OP vielleicht tatsächlich eine Besserung herbeiführen konnte.

Es gäbe zwar keine Garantie dafür, aber da bereits so viele Ärzte an meiner Symptomatik verzweifelt waren und nun die Autonomie im Raum stand, würde er sich darauf einlassen.

Allerdings verwies er mich noch an meine Endokrinologin, welche sich auch noch zu meiner Situation äußern und mir dann gegebenenfalls die Überweisung zum Chirurgen ausstellen sollte.

Er untermauerte seine Aussage noch in einem entsprechenden Arztbrief, welchen ich noch am gleichen Tag mit zur Endokrinologin nahm, da ich zufälligerweise noch am gleichen Tag einen Termin dort hatte.

Die Endokrinologin verstand meine Verzweiflung vollkommen und nahm sich etwas Zeit, um ein wenig darüber nachzudenken. Schließlich stimmt sie zu, aber nur unter einer Bedingung.

Ich sollte mich im Vorfeld noch bei einem Psychologen vorstellen, welcher wiederlegen sollte, dass meine Beschwerden psychischer Natur waren.

Zudem sollte ich auch noch einen Neurologen konsultieren, der mich auch von Kopf bis Fuß untersuchen sollte. Dem stimmte ich natürlich sofort zu und vereinbarte die entsprechenden Termine.

Der Psychologe entließ mich bereits nach 20 Minuten, da er der Meinung war,  dass meine gesundheitlichen Probleme definitiv nichts mit meiner Psyche zu tun hatten. Auch der Neurologe konnte nichts finden, obwohl er mich fast 3 Stunden untersucht hatte.

Bereits am kommenden Tag habe ich die Arztbriefe bei meiner Endokrinologin vorgelegt und tatsächlich die Überweisung zum Chirurgen abgeholt.

Ein Chirurg ist gefunden und der OP-Termin steht fest

In der Zwischenzeit hatte ich mich bereits ausgiebig darüber informiert, welches Krankenhaus in Deutschland für solch eine OP in Frage käme.

Nach vielen Berichten im Internet, Gesprächen mit bereits operierten Patienten und auch auf Anraten meiner Endokrinologin, endschied ich mich für das nahegelegene Louisenhospital in Aachen da der dort operierende Oberarzt anscheinend sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet hatte und über die modernste Ausstattung verfügte.

Nach einem persönlichen Gespräch mit dem Oberarzt, wurde der OP-Termin auf den 28. Dezember 2011 angesetzt, da ich nach Weihnachten 2 ½ Wochen Urlaub hatte und somit ein wenig Zeit zur Verfügung stand, um nach der OP zu genesen.

Leider musste ich aber bereits im August 2011 auf den OP-Tisch, da sich mein Blinddarm entzündete  und dieser sofort operiert werden musste. Manchmal kommt halt eben alles auf einmal.

Meine Schilddrüsen-Operation und die Tage danach

Nun war es dann wohl soweit. Der Tag der Schilddrüsen-OP war nun da und ich war noch nicht einmal aufgeregt. Lediglich die Müdigkeit machte mir zu schaffen, da ich bereits um halb fünf morgens aufstehen musste.

Meine Frau und meine Tochter begleiteten mich ins Krankenhaus, wo ich mich um 7:00h morgen anmeldete und auch prompt die erste Beruhigungstablette bekam. Gegen 8.00h war es dann soweit  und alles ging sehr schnell, was mir aber auch in dem Moment sehr recht war.

Nachdem ich mich von meiner Familie verabschiedet hatte, wurde ich direkt in den Operationssaal gefahren. Meine Freude die Schilddrüse loszuwerden war in diesem Moment größer, als der kurze Moment in dem ich dann doch etwas Angst verspürte.

Die Operation dauerte etwa 3 ½ Stunden und ist sehr gut verlaufen. Die Nebenschilddrüsen wurden glücklicherweise nicht verletzt und auch der Stimmbandnerv hat keine Blessuren davongetragen.

Nach der OP war ich ein bisschen benommen, aber im Großen und Ganzen ging es mir recht gut. Lediglich die Drainage störte, aber ich hatte kaum Schmerzen oder sonstige Probleme.

Der Schnitt wurde gut in einer Hautfalte platziert und die Narbe ist nun ca. 4cm Breit.

Schilddrüsennarbe nach Schilddrüsen-OP bei Hahsimoto-Thyreoiditis
Nach Entfernung der Schilddrüse bleibt eine 5cm lange Narbe zurück | © Michael Ayed – Hashimoto-Info.de

Der OP-Tag war vom Befinden her sowieso mit der beste Tag, den ich in den letzten 4 Jahren hatte.

Mir ging es im Grunde sehr gut…solch ein Gefühl kannte ich schon fast gar nicht mehr. Bis hierhin war es also eine gute Entscheidung mich operieren zu lassen.

Das Einzige was mich weiterhin gestört hatte, war die Drainage. Diese wurde aber bereits am nächsten Morgen gezogen.

Und um nicht schon wieder in eine massive Unterfunktion zu geraten, habe ich auch direkt angefangen, 2 ¾ Grain Armour einzunehmen.

Im Gespräch mit dem Chirurgen stellte sich heraus, dass das Schilddrüsengewebe vollständig entfernt werden konnte und dass meine Schilddrüse sehr silbrig und gräulich wirkte. Zudem war das gesamte Gewebe sehr stark vernarbt und verklebt.

Alle vier Nebenschilddrüsen konnten lokalisiert und erhalten werden. Glücklicherweise hatte ich keinerlei kribbeln oder eingeschlafene Hände oder Fuße, was seine Aussage bestätigte und gegen einen Kalziummangel sprach.

Die Histologie ergab, dass die Schilddrüse mit unzähligen Miniknötchen durchzogen war, was wohl eine Autonomie bestätigte und das ständig schwankende befinden erklärte.

Alles in allem bin ich bisher sehr zufrieden. Die OP war gar nicht so schlimm wie befürchtet. Ich hatte kaum Schmerzen oder sonstige Beschwerden. Nur die Müdigkeit kehrte langsam wieder zurück.


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Quellenangaben
Bildquellen:
  • Titelbild: © Michael Ayed | Hashimoto-Info.de
  • Cortison: © Zerbor | Fotolia.com
  • Cortisolspeicheltest: © Michael Ayed | Hashimoto-Info.de
  • Szintigramm: © Michael Ayed | Hashimoto-Info.de
  • Schilddrüsen-Operation-Puzzle: © sakramir | Fotolia.com
  • Schilddrüsen-OP-Narbe: © Michael Ayed | Hashimoto-Info.de

Michael Ayed

ist seit 2008 von der Hashimoto-Thyreoiditis betroffen und hat seither einen schweren Leidensweg hinter sich gebracht, um 2019 endlich eine deutliche Besserung seines gesundheitlichen Zustandes erfahren zu können. Er betreibt seit mehr als 12 Jahren intensive Recherchen zum Thema Hashimoto-Thyreoiditis und schreibt hier die gesammelten Informationen und Erfahrungen für Laien verständlich nieder.
Michael Ayed
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