Auch die alternativen Medikamente zur Nebennierenbehandlung schlagen
an. Ein gutes Jahr später, obwohl ich sagen muss das ich nicht alles
dauerhaft genommen habe, da es auch eine Kostenfrage war diese Mittelchen
zu beschaffen, sieht der Nebennierentest deutlich besser aus.
Man muss sagen das da natürlich noch viel Luft nach oben ist, aber man
darf auch nicht vergessen, das ich in den letzten 12 Monaten auch noch
zwei Operationen hinter mich gebracht, die die Nebennieren auch noch
massiv geschwächt haben. Das Mittel Phytocortal N erzielt bei mir gerade
eine drastische Verbesserung des allgemeinen Befindens, darüber werde
ich noch berichten, wenn ich es eine Weile genommen habe.
Juni-Juli 2012
Wie bereits erwähnt, habe ich einige Versuche mit dem homöopathischen
Mittel Phytocortal N unternommen und überzeugende Ergebnisse damit erzielt.
Bisher habe ich ja versucht, die Nebennieren mit Cytozyme AD, Vitamin
B5 und C etc. aufzubauen. Leider habe ich davon nicht direkt etwas gemerkt,
obwohl ich natürlich weiß, das man da auch viel Zeit mitbringen muss,
um messbare Erfolge verbuchen zu können. Was bei dem Phytocortal aber
ganz anders war. 30 Minuten nach der ersten Einnahme ging es mir sehr
gut. Ohne zu übertreiben. Ich konnte das nicht glauben und hielt alles
für einen komischen Zufall. Somit habe ich es am nächsten Tag nochmal
ausprobiert und das Ergebniss war das selbe. Unfassbar. Allerdings ließ
die Wirkung nach ca. 3 Stunden schnell wieder nach, sodaß ich nachlegen
musste. Aber ich hatte da ein Mittel gefunden, welches mir tatsächlich
hilft, die Abstürze und Müdigkeitsanfälle zu überbrücken. Mittlerweile
habe ich mich auf 4x 30 Tropfen eingependelt und damit gehts ganz gut.
Allerdings konnte das natürlich nicht so bleiben und somit habe ich
mir zwei Wurzelentzünungen an zwei Backenzähnen eingefangen, die über
mehrere Tage behandelt werden mussten. Zu allem Übel musste ich auch
noch Antibiotika dazunehmen, was für mich immer sowas ähnliches wie
den Tod bedeutet. Jedesmal wenn ich Antibiotika nehmen muss, falle ich
in eine Art Koma. Ich leide dann unter einer unbeschreiblichen Schwäche
und Müdigkeit, die mich teilweise noch nicht mal das Bett verlassen
läßt...und das mit 34 Jahren. Und genauso war es diesmal auch. Ich habe
das Antibiotikum nur drei Tage genommen, aber bereits am zweiten Tag
ging es mit mir sowas von bergab. Heute ist der vierte Tag nach Absetzen
des Medikaments und mir geht immer noch sehr dreckig. Zu der ganzen
Schwäche und Müdigkeit kommen heute noch Kreislaufprobleme hinzu. Ich
bin gerade ernsthaft verzweifelt. Hoffentlich gibt sich das in den nächsten
Tagen wieder ein bisschen, damit ich am Wochenende zumindest ein paar
Stunden Geburtstag feiern kann.
August-Dezember 2012
Es geht weiterhin bergauf...zumindest wenn es meine Hashimoto geht. Ich schaffe es immer weiter zu steigern und nach jeder Steigerung gehts wirklich besser. Der erste Tag nach einer Steigerung ist eigentlich immer der Beste, da gehts mir wirklich gut und ich könnte diese Krankheit fast vergessen. Darauf folgen meist 10-14 Tage die richtig schlecht sind und erst danach geht es wieder bergauf. Dieses Schema zeichnet sich mittlerweile eigentlich nach jeder Steigerung ab. Bis zum Jahresende habe ich es tatsächlich auf 175mg Euthyrox geschafft.
Meine Werte sehen wie folgt aus:
- FT3 (2.0-4.4) – 4.02 >>> 84,17%
- FT4 (0.9-1.7) – 1.40 >>> 62,15%
- TSH (0.27-4.20) – 0.02
Diese Werte sind nach 4 Wochen 175µg, viel Sport (jeden Tag oder jeden zweiten) und nach dem ich mit dem Rauchen aufgehört habe :)
Vorher lagen die freien Werte sogar bei um die 90-95%, wobei ich mich da auch viel besser gefühlt habe. Allerdings habe ich es mir zum Ziel gesetzt, wieder regelmässig Sport zu treiben, sodaß es mir nach dem Radfahren oder Fitnesstraining zwar immer wieder schlechter geht/ging, aber auf dieses Pensum möchte ich mich einstellen. Interessant ist es beobachten zu können, das die freien Werte unter Belastung schon ordentlich einknicken.
Aber auch in diesen Monaten gab es wieder viel Leid. Ich plagte mich schon seit geraumer Zeit mit einem Nierenstein rum, der im Harnleiter festhing und selbst nach dem Beschiessen wollte sich dieser nicht lösen. Somit musste ich leider den letzten Schritt gehen und diesen Stein holen lassen :( Für mich persönlich war das das schlimmste Erlebniss überhaupt. Aus 2 Tagen Krankenhaus sind 11 Tage geworden....inkl. Blutvergiftung und allen denkbaren Komplikationen, die man sich vorstellen kann. Naja, Murphy is my Homeboy :) Heulen nützt ja nichts, somit muss ich diese Pechsträhne einfach so hinnehmen. Das einzig Gute an der Geschichte ist, das ich nun seit dem 30.Oktober 2012 (OP-Tag) nicht mehr rauche :)
Im Bezug auf meine Nebennieren und das Phytocortal hat sich auch etwas geändert. Ich habe auf lange sicht keine Verbesserung mit Phytocortal feststellen. Somit habe ich dies reduziert und dann ganz eingestellt. Nichts hat sich geändert. Ich vermute das das Phytocortal kurzfristig die freien SD-Werte anhebt, weshalb ich damals diese Verbesserung meines Befindens verspürt habe.
Einen neuen Cortisolspeicheltest habe ich allerdings bisher nicht gemacht, vor allem, da ich zunächst Arztrechnungen in Höhe von einigen Tausend Euro begleichen musste und diese dann noch bei meiner Krankenkasse geltend machen musste. Das ist immer anstrengend und in dieser Zeit ist das Geld immer etwas knapp :) Aber bald bestelle ich mir noch einen, um zu sehen, ob sich was getan hat.
Da ich nach wie vor öfters Probleme mit meinem verspannten Rücken habe, bin ich bei einer Heilpraktikerin gelandet, die mir sehr empfohlen wurde. Diese hat mir auch tatsächlich sehr gut helfen können. Da wir währen der einstündigen Behandlung immer viel Zeit zum quatschen hatten, habe ich ihr natürlich immer wieder von meinen Problemen erzählt, wobei ihr aufgefallen ist, das viele meiner Beschwerden auch auf eine KPU/HPU (Kryptopyrrolurie) deuten könnten. Da sie sich damit verstärkt beschäftigt, konnte sie mir dazu auch wirklich viel erzählen, sodaß ich mir am nächsten Tag einen Urintest bestellt habe. Und wie konnte es anders sein ??? Der Normwert hierbei ging bis 6....alles was drüber ist, ist KPU. Mein Wert lag bei 5,96. Also wieder mal absolut grenzwertig. Auf anraten habe ich mir Depyrrol besorgt und nehme es nun seit paar Tagen. Ich meine ich konnte mir eine kleine Verbesserung einbilden, bin mir aber noch nicht ganz sicher...Fortsetzung folgt......