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Januar-Juni 2012

Nach der Schilddrüsen-OP habe ich noch ein paar freie Tage gehabt um mich zu erholen und diese konnte ich sehr gut gebrauchen, da meine Müdigkeit mit voller Wucht zugeschlagen hat.  Zunächst war die Operation für den Körper wohl doch kein Pappenstiel und entweder geriet ich in eine ordentliche  Überfunktion oder meine Nebenniere hat wieder komplett schlapp gemacht. Leider schaffe ich es immer noch nicht so ganz die Symptome einzuschätzen, da auch die Überfunktion bei mir mit massiver Müdigkeit und Schwäche daherkommt.

hashimoto-tattoo

Um mich ein wenig abzulenken und meinen Körper ein wenig Farbe zu verpassen, rückte meine Tattootermin endlich näher und meine Hashimoto-Tätowierung
wurde endlich fertiggestellt.   Zumindest bekommt der kleine Japaner auf meiner Haut eine ordentliche Abreibung und läßt mich nun bei jedem Blick auf dieses Kunstwerk ein wenig neue Energie schöpfen.

Die kommenden Wochen habe ich damit verbracht meine Dosis anzupassen, was auch zeitweise halbwegs funktionierte. Alles in allem wurde mein Befinden aber deutlich konstanter…nicht gut, aber kontstanter. Entweder es ging mir konstant gut oder konstant schlecht, aber es gab kaum nicht ein auf und ab.

Mit der Zeit musste ich aber feststellen, das nach solch einer Operation eine Tabula-rasa-Situation entsteht und man nicht mehr mit der Hormondosis, mit der man vor OP relativ gut klar kam, einfach so weiterhin gut klarkommt. Somit musste ich feststellen, das die Dosisempfehlung des Chirurgen vielleicht doch nicht so verkehrt war. Als zurück auf Start und das ganze von vorn, aber diesmal ohne Armour. Dafür ganz klassisch mit 100µq Euthyrox.

Mittlerweile habe ich auf 125µg gesteigert und versuche diesmal auch mit viel Geduld mindestens 8 Wochen die Dosis zu halten, egal was passiert. Die Müdigkeit quält mich immer wieder noch, aber lange nicht mehr so wie vor OP. Zudem versuche ich weiterhin meine Nebenniere aufzubauen und erziele gerade sehr verblüffende Erfolge mit Phytocortal N. Aber darüber werde ich noch in den kommenden Wochen berichten. Nach wie vor kann ich nur sagen, das die OP der beste Schritt war den ich bisher gewagt habe.

Cortisolspeicheltest

Auch die alternativen Medikamente zur Nebennierenbehandlung schlagen an. Ein gutes Jahr später, obwohl ich sagen muss das ich nicht alles dauerhaft genommen habe, da es auch eine Kostenfrage war diese Mittelchen zu beschaffen, sieht der Nebennierentest deutlich besser aus.  Man muss sagen das da natürlich noch viel Luft nach oben ist, aber man darf auch nicht vergessen, das ich in den letzten 12 Monaten auch noch zwei Operationen hinter mich  gebracht, die die Nebennieren auch noch massiv geschwächt haben. Das Mittel Phytocortal N erzielt bei mir gerade eine drastische Verbesserung des allgemeinen Befindens, darüber werde ich noch berichten, wenn ich es eine Weile genommen habe.

Juni-Juli 2012

Wie bereits erwähnt, habe ich einige Versuche mit dem homöopathischen Mittel Phytocortal N unternommen und überzeugende Ergebnisse damit erzielt. Bisher habe ich ja versucht, die Nebennieren mit Cytozyme AD, Vitamin B5 und C etc. aufzubauen. Leider habe ich davon nicht direkt etwas gemerkt, obwohl ich natürlich weiß, das man da auch viel Zeit mitbringen muss, um messbare Erfolge verbuchen zu können. Was bei dem Phytocortal aber ganz anders war. 30 Minuten nach der ersten Einnahme ging es mir sehr gut. Ohne zu übertreiben. Ich konnte das nicht glauben und hielt alles für einen komischen Zufall. Somit habe ich es am nächsten Tag nochmal ausprobiert und das Ergebniss war das selbe. Unfassbar. Allerdings ließ die Wirkung nach ca. 3 Stunden schnell wieder nach, sodaß ich nachlegen musste. Aber ich hatte da ein Mittel gefunden, welches mir tatsächlich hilft, die Abstürze und Müdigkeitsanfälle zu überbrücken.  Mittlerweile habe ich mich auf 4x 30 Tropfen eingependelt und damit gehts ganz gut.

Allerdings konnte das natürlich nicht so bleiben und somit habe ich mir zwei Wurzelentzünungen an zwei Backenzähnen eingefangen, die über mehrere Tage behandelt werden mussten. Zu allem Übel musste ich auch noch Antibiotika dazunehmen, was für mich immer sowas ähnliches wie den Tod bedeutet.  Jedesmal wenn ich Antibiotika nehmen muss, falle ich in eine Art Koma. Ich leide dann unter einer unbeschreiblichen Schwäche und Müdigkeit, die mich  teilweise noch nicht mal das Bett verlassen läßt…und das mit 34 Jahren. Und genauso war es diesmal auch. Ich habe das Antibiotikum nur drei Tage  genommen, aber bereits am zweiten Tag ging es mit mir sowas von bergab. Heute ist der vierte Tag nach Absetzen des Medikaments und mir geht immer noch sehr dreckig. Zu der ganzen Schwäche und Müdigkeit kommen heute noch Kreislaufprobleme hinzu. Ich bin gerade ernsthaft verzweifelt. Hoffentlich gibt sich das in den nächsten Tagen wieder ein bisschen, damit ich am Wochenende zumindest ein paar Stunden Geburtstag feiern kann.

August-Dezember 2012

Es geht weiterhin bergauf…zumindest wenn es meine Hashimoto geht. Ich schaffe es immer weiter zu steigern und nach jeder Steigerung gehts wirklich  besser. Der erste Tag nach einer Steigerung ist eigentlich immer der Beste, da gehts mir wirklich gut und ich könnte diese Krankheit fast vergessen. Darauf folgen meist 10-14 Tage die richtig schlecht sind und erst danach geht es wieder bergauf. Dieses Schema zeichnet sich mittlerweile eigentlich nach jeder  Steigerung ab. Bis zum Jahresende habe ich es tatsächlich auf 175mg Euthyrox geschafft.

Meine Werte sehen wie folgt aus:

  • FT3 (2.0-4.4) – 4.02 >>> 84,17%
  • FT4 (0.9-1.7) – 1.40 >>> 62,15%
  • TSH (0.27-4.20) – 0.02

Diese Werte sind nach 4 Wochen 175µg, viel Sport (jeden Tag oder jeden zweiten) und nach dem ich mit dem Rauchen aufgehört habe :) Vorher lagen die freien Werte sogar bei um die 90-95%, wobei ich mich da auch viel besser gefühlt habe. Allerdings habe ich es mir zum Ziel gesetzt, wieder regelmässig Sport zu  treiben, sodaß es mir nach dem Radfahren oder Fitnesstraining zwar immer wieder schlechter geht/ging, aber auf dieses Pensum möchte ich mich einstellen. Interessant ist es beobachten zu können, das die freien Werte unter Belastung schon ordentlich einknicken.

Aber auch in diesen Monaten gab es wieder viel Leid. Ich plagte mich schon seit geraumer Zeit mit einem Nierenstein rum, der im Harnleiter festhing und selbst nach dem Beschiessen wollte sich dieser nicht lösen. Somit musste ich leider den letzten Schritt gehen und diesen Stein holen lassen :( Für mich persönlich war das das schlimmste Erlebniss überhaupt. Aus 2 Tagen Krankenhaus sind 11 Tage geworden….inkl. Blutvergiftung und allen denkbaren Komplikationen, die man sich vorstellen kann. Naja, Murphy is my Homeboy :) Heulen nützt ja nichts, somit muss ich diese Pechsträhne einfach so  hinnehmen. Das einzig Gute an der Geschichte ist, das ich nun seit dem 30.Oktober 2012 (OP-Tag) nicht mehr rauche :)

Im Bezug auf meine Nebennieren und das Phytocortal hat sich auch etwas geändert. Ich habe auf lange sicht keine Verbesserung mit Phytocortal feststellen. Somit habe ich dies reduziert und dann ganz eingestellt. Nichts hat sich geändert. Ich vermute das das Phytocortal kurzfristig die freien SD-Werte anhebt, weshalb ich damals diese Verbesserung meines Befindens verspürt habe.

Einen neuen Cortisolspeicheltest habe ich allerdings bisher nicht gemacht, vor allem, da ich zunächst Arztrechnungen in Höhe von einigen Tausend Euro begleichen musste und diese dann noch bei meiner Krankenkasse geltend machen musste. Das ist immer anstrengend und in dieser Zeit ist das Geld immer etwas knapp :) Aber bald bestelle ich mir noch einen, um zu sehen, ob sich was getan hat.

Da ich nach wie vor öfters Probleme mit meinem verspannten Rücken habe, bin ich bei einer Heilpraktikerin gelandet, die mir sehr empfohlen wurde. Diese hat mir auch tatsächlich sehr gut helfen können. Da wir währen der einstündigen Behandlung immer viel Zeit zum quatschen hatten, habe ich ihr natürlich immer wieder von meinen Problemen erzählt, wobei ihr aufgefallen ist, das viele meiner Beschwerden auch auf eine KPU/HPU (Kryptopyrrolurie) deuten könnten. Da sie sich damit verstärkt beschäftigt, konnte sie mir dazu auch wirklich viel erzählen, sodaß ich mir am nächsten Tag einen Urintest bestellt habe. Und wie konnte es anders sein ??? Der Normwert hierbei ging bis 6….alles was drüber ist, ist KPU. Mein Wert lag bei 5,96. Also wieder mal absolut grenzwertig. Auf anraten habe ich mir Depyrrol besorgt und nehme es nun seit paar Tagen. Ich meine ich konnte mir eine kleine Verbesserung einbilden, bin mir aber noch nicht ganz sicher…Fortsetzung folgt……

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