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Januar-Juli 2009

Nun ging es also los mit der Hormoneinstellung. Meine Ärztin hatte mir empfohlen mit 50µg L-Thyroxin von Henning einzusteigen. Als sie mich dann nochmal genauer gemustert hatte und mich nach meinen Gewicht gefragt hatte, korrigierte sie ihre Empfehlung auf 100µg, da ich ja ein kräftiger Junge wäre und zu der Zeit 90 Kilo wog. Da ich mich bis dato im Hashimoto-Forum und anderen Quellen in das Thema eingelesen habe, wurde mir bereits hier klar, das die Ärztin doch nicht so kompetent sein konnte, wie mir zunächst schien. Im Bereich der Endokrinoligie ist allgemein bekannt, das man niedrige einsteigen sollte und dann alle paar Wochen vorsichtig steigern sollte. Wäre ich mit 100µg eingestiegen, wäre ich vermutlich vor lauter Überfunktionssymptomen in der nächsten geschlossenen Anstalt gelandet.

Somit ging es sachte mit 25µg L-Thyroxin los. In den ersten Tagen verspürte ich, trotz deutlichen Anflutens am Morgen, eine deutliche Verbesserung meines Zustandes. Diese Verbesserung ging allerdings nach ein paar Tagen nahtlos in die bekannte Erstverschlechterung über. Ich habe diese Dosis fast drei Wochen gehalten und habe dann auf 50µq gesteigert. Allerdings ging es mir damit immer schlechter, sodaß ich gegen Ende März auf 75µg hochgegangen bin. Aber auch das hatte keine Besserung mit sich gebracht. Ganz im Gegenteil. Ich wurde immer blasser, hatte Kreislaufprobleme, Schwindel, litt unter massiver Müdigkeit und anderen Symtomen.

Mein Befinden schwankte jeden Tag. Jeden Tag ging es mir anders schlecht. Immer wieder kamen neue Symptome dazu, andere gingen. So einfach schien die Sache nun doch nicht zu sein, wie die Ärztin es zu Beginn geschildert hatte. Somit machte ich mich weiterin schlau und laß viele Bücher die mir sehr geholfen haben und mich auf eine weitere Problematik aufmerksam machten. Die Nebennierenschwäche. Diese Erkrankung sollte häufig bei Hashimotopatienten beobachtet worden sein und brachte alle Symptome mit sich, die mich dauerhaft plagten. Also nichts wie los zum Arzt…

Juli-Dezember 2009

Meine Ärztin war zwar der Meinung, das dies kaum der Fall sein kann, da es einen Nebennierenschwäche ja nicht gibt. Es gäbe nur Morbus-Addison (Totalversagen der Nebennieren), aber da sie mir ansah wie dreckig es mir geht, hat sie sich auf einen Cortisol-Speicheltest eingelassen. Gesagt, getan. Es  hatte recht lange gedauert, bis die Ergebnisse des Tests da waren, aber dann war es endlich soweit. Hier das Ergebnis:

  • Corts1 0.185 – 1.457 ug/dl >>> 0.41 — 17,69%
  • Corts2 0.076 – 0.569 ug/dl >>> 0.10 — 4,87%
  • Corts3 0.065 – 0.438 ug/dl >>> 0.09 — 6,7%
  • Corts4 0.033 – 0.333 ug/dl >>> 0.02 — 4,33%

Parallel dazu wurde noch das Blut untersucht und es kam ein stark erhöhter ACTH-Wert heraus. Leider war dies alles kein Grund für meine Ärztin, eine  ordentliche Behandlung in die Wege zu leiten. Ihrer Meinung nach war alles soweit noch in Ordnung.

Da ich es zu der Zeit leider nicht viel besser wußte, habe ich mich auf ihre Worte verlassen und ein weiterer Strohhalm, an den ich mich geklammert hatte, war weggebrochen. Hätte ich mich damals mal besser informiert, dann wäre mir klar gewesen, das da bereits eine Nebennierenschwäche vorlag und somit eine Therapie mit L-Thyroxin sogar absolut kontraproduktiv war. Aber ich war ja nun mal kein Arzt und hörte auf das, was man mir sagte. Ein grober Fehler !

Somit mussten meine Probleme wohl weiterhin im “Thema Schilddrüse” zu suchen sein, sodaß ich den Rest des Jahres weiterhin versuchte, mich irgendwie mit dem L-Thyroxin einzustellen, was aber unmöglich war. [weiterlesen]

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