Im Zusammenhang mit den verschiedensten Autoimmunerkrankung, wie zum Beispiel der Hashimoto-Thyreoiditis, taucht immer wieder verstärkt der Begriff Leaky-Gut-Syndrom (deutsch: leckender, löchriger Darm) auf. Doch wie äussert sich dieses Syndrom und in welchem Kontext steht es als Auslöser für Autoimmunerkrankungen?

Spricht man vom Leaky-Gut Syndrom, kurz LGS genannt, so ist damit eine schadhafte oder auch undichte Darmschleimhaut gemeint. Um genau zu sein liegt eine Lockerung der Zell-Zell-Verbindung (Tight-Junctions) vor. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass diese schadhafte Barriere im Dünndarm eine entscheidende Rolle dabei spielt, ob Autoimmunkrankheiten überhaupt entstehen, beziehungsweise ausgelöst werden. Ebenso ist dieses Syndrom mitverantwortlich dafür, wie eine chronische oder auch unheilbare Erkrankung, wie beispielsweise die Hashimoto-Thyreoiditis verläuft und fortschreitet.

Was passiert bei einem Leaky Gut Syndrom im Körper?

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei dem Leaky-Gut um eine Durchlässigkeit (Permeabilität) der Darmschleimhaut. Diese stellt in einem gesunden Körper die Schutzwand zwischen dem Inhalt des Darms und dem Blutkreislauf dar. Im Normalfall lässt die Darmschleimhaut nur Wasser und die für den Körper wichtigen Nährstoffe hindurch. Doch bei einer beschädigten Darmschleimhaut gelangen auf diesem Wege auch immer wieder Nahrungsmittelbestandteile, Stoffwechselprodukte, Schadstoffe, Bakterien und Giftstoffe mit in den Blutkreislauf. Man könnte das auch mit einem kaputten Sieb vergleichen. Ist es intakt, wird nur der feine Saft von Beeren hindurch gelassen. Befindet sich aber ein kleiner Riss im engmaschigen Gewebe, gelangen auch die gröberen Stücke mit ins Glas.

Funktionsweise des Leaky-Gut

Eine gesunde Darmwand besteht im Grunde aus vier Schichten. Von Innen nach aussen gesehen wären das folgende:

1. Die Darmflora (Microbiota): Diese Schicht besteht aus unseren Darmbakterien. Diese haben die Aufgabe unsere Darmwand vor Krankheitserregern zu schützen, Enzyme und Mineralstoffe zu produzieren, Schleim abzubauen und das Immunsystem zu trainieren

2. Eine Schleimschicht, die Schadstoffe bindet und mit dem Stuhlgang nach draussen befördert wird.

3. Eine Schleimhautschicht, welche aus separaten Hautzellen besteht und über die „Tight Junctions“ miteinander verbunden sind.

4.Die vierte Schicht besteht aus Bindegewebe.

Durch eine beschädigte Darmschleimhaut gelangen Gift- und Schadstoffe, aber auch Viren, Bakterien und Pilze in unseren Blutkreislauf, die von unserem Immunsystem als feindliche Übermacht klassifiziert und eingestuft werden. Somit ist es also nur natürlich, dass es zu einer Immunreaktion kommt. Das bedeutet, dass der Körper Entzündungsstoffe ausschüttet und gleichzeitig Antikörper gegen diese Eindringlinge gebildet werden. Grundsätzlich wäre dies eine gute Sache. Doch da diese Fremdstoffe, die aus dem Darm in den Organismus gelangt sind in ihrer Struktur oftmals der körpereigenen Gewebestruktur sehr ähnlich sind, kommt es häufig zu Irrtümern. Das hat zur Folge, dass das Immunsystem nun auch körpereigene Zellen angreift, welche zufälligerweise eine ähnliche molekulare Struktur aufweisen, wie jene die durch den löchrigen Darm ins Blut gelangt sind. Schlussendlich beginnt der Körper fälschlicherweise sich selbst zu attackieren und eine Autoimmunerkrankung wie die Hashimoto-Thyreoiditis entsteht.

Vor allem Gluten ist in diesem Zusammenhang ein sehr grosses Problem. Aufgrund der molekularen Ähnlichkeit zwischen dem Schilddrüsengewebe und dem Proteinbaustein Gliadin, kann im Organismus eine folgenschwere Verwechslung stattfinden. Gelangen aufgrund der durchlässigen Darmwand Gluten in den Blutkreislauf, aktiviert das Immunsystem die Ausschüttung von Antikörpern, welche das unverträgliche Glutenprotein Gliadin attackieren und abwehren sollen. Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit wird aber auch fälschlicherweise das Schilddrüsengewebe angegriffen und es entsteht schnell eine Entzündung der Schilddrüse.

Aber auch gegen andere Nahrungsmitteln die fälschlicherweise in den Blutkreislauf geraten, werden entsprechende Antikörper gebildet, sodass auch einfach Allergien und Unverträglichkeiten gegen diese entstehen können.

Welche Symptome sprechen für ein Leaky-Gut-Syndrom ?

Die Durchlässigkeit (Permeabilität) des Darmes wirkt sich meist sehr unterschiedlich aus und kommt mit verschiedensten Symptome daher. Hier ein kleiner Auszug der möglichen Anzeichen:

  • Nahrungsmittelallergien / Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Autoimmunerkrankungen
  • Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO)
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Verdauungsprobleme
  • Hauterkrankungen, Neurodermitis und Ekzeme
  • Allgemeine Müdigkeit und Leistungsabfall
  • Diabetes Typ I
  • Rheuma
  • Zöliakie
  • Hirnnebel
  • Chronische Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen und allgemeine psychische Symptome
  • Nährstoffmangel
  • Allergien
  • Chronische Bauchbeschwerden in Form von Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchkrämpfen
  • Haarausfall
  • Gewichtsabnahme

Was sind die Ursachen für das Leaky-Gut Syndrom?

Verursacht werden kann das Leaky-Gut Syndrom unter anderem durch:

  • Falsche, stark allergen- und zuckerlastige Ernährung
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Darmpilze (Candida Albicans) & Parasiten
  • Schwermetallbelastungen
  • Stress
  • Vitalstoffmangel
  • Infektionen im Verdauungssystem
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Stoffwechselstörungen
  • Veränderte Zusammensetzung der Gallensäuren und Magensäuremangel

Betrachtet man sich die Ursachen für das Leaky-Gut-Syndrom näher, so ist es vor allem im Hinblick auf die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis offensichtlich, dass diese beiden Faktoren sich stark beeinflussen und in einem engen Zusammenhang stehen:

Falsche Ernährung

Wird über die Nahrung sehr viel Zucker und isolierte Kohlehydrate aufgenommen, dafür aber gleichzeitig zu wenig Gemüse und Ballaststoffe zugeführt, ist das LGS oftmals schon vorprogrammiert. In vielen Fällen werden dann auch noch die falschen Fette, wie etwa jene aus Wurst und Käse, in grösseren Mengen konsumiert. Kommt dann vielleicht auch noch eine Überempfindlichkeit gegen Gluten oder Milcheiweis hinzu, sind für die Entstehung von Leaky Gut bereits gute Voraussetzungen geschaffen – oftmals, ohne es zu wissen oder gleich zu bemerken. Aber auch unentdeckte Intoleranzen reizen den Darm permanent und sorgen auf diese Weise auf Dauer für eine Durchlässigkeit.

Medikamente

Viele der heutigen Schmerzmittel und Antibiotika stellen für die Darmschleimhaut und die Darmflora ein echtes Problem dar. Denn antibiotische Medikamente greifen die Darmschleimhaut an, zerstören neben den unerwünschten und schädlichen Bakterien durchaus auch gesundheitsförderliche Bakterien. Oftmals wird nach der Einnahme von Antibiotika zudem eine Pilzinfektion mit Candida Albicans festgestellt, welcher sich durch die von Antibiotika reduzierter Darmflora, ungestört ausbreiten kann. Durch eine einmalige Antibiotikabehandlung entsteht ein Schaden im Darm, der frühestens nach 6 Monaten vom Körper selbst repariert werden kann. Bei mehreren, aufeinanderfolgenden Antibiotikagaben kann im Grunde gar keine vollständige Regeneration der Darmflora mehr stattfinden und ein kranker Darm ist vorprogrammiert.

Aber auch entzündungshemmende Schmerzmittel schädigen die Magen- und Darmschleimhäute oftmals so stark, dass es tatsächlich zu inneren Blutungen kommen kann. Doch auch Cortison oder Bestrahlungen und Chemotherapie schädigen den gesunden Darm folgenschwer.

Alkohol

Das dieses Genussmittel prinzipiell nicht gerade gesund ist, weiss wohl jeder. Doch bei einem regelmässigen Alkoholkonsum wird ebenso die Darmschleimhaut geschädigt, wie bei Medikamenten oder falscher Ernährung. Das Problem liegt hier aber hauptsächlich darin, dass bei einem regelmässigen Konsum von Alkohol die Darmschleimhaut keine Möglichkeit hat, sich auf natürlichem Wege zu regenerieren.

Darmpilze und Parasiten

Jeder von uns beherbergt den Hefepilz Candida Albicans im Darm. Doch wenn er sich aufgrund von falscher Ernährung oder auch einer höheren Dosis von Antibiotika zu stark vermehrt, kann er das Leaky-Gut-Syndrom auslösen. Denn in höherer Konzentration schädigt auch er die natürliche Schutzschicht im Darm. Dabei vermehrt er sich so stark, dass er die gesunde Darmflora stark zurückdrängt und anschliessend Pilztoxine und Fuselalkohole abgibt, die für unsere Darmgesundheit giftig sind und welche die Darmschleimhaut zerstören.

Schwermetalle

Schwermetalle begegnen uns mittlerweile überall im alltäglichen Leben. Die Hauptquellen für Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Arsen, Nickel, Cadmium und Palladium sind aber weiterhin Zahnmaterialien, Luftbelastung, Zigarettenkonsum und belastete Nahrungsmittel. Das Zahnmaterialien die Hauptquelle Nummer 1 für Schwermetalle sind ist mittlerweile bekannt, aber auch die Belastung unserer Nahrungsmittel nimmt ungeahnte Dimensionen an.

Im Bezug auf das Leaky-Gut-Syndrom wirken Schwermetalle in vielerlei Hinsicht nachteilig. Schwermetalle an sich reizen die Darmschleimhaut, was schon ausreichen würde um einen LeakyGut hervorzurufen. Dazu zerstören sie die gesamte Darmflora, was wieder um den Weg frei macht für Pilze und Parasiten. Zudem entstehen durch Schwermetalle signifikante Defizite im Mineralstoffhaushalt, was letztendlich zu einem schwachen Immunsystem führt, was wieder Darmpilze und Parasiten auf den Plan ruft. Durch den Mineralstoffmangel ist der Körper auch nicht mehr in der Lage die Darmschleimhaut zu regenerieren und konstant neu aufzubauen. Ich kann immer wieder nur betonen, dass Schwermetalle nicht nur beim LeakyGut-Syndrom eine zentrale Rolle spielen. Auch im Bezug auf die Hashimoto-Thyreoiditis, HPU/KPU und auch die Nebennierenschwäche kann man den Zusammenhang mittlerweile einfach nicht mehr leugnen.

Stress

Es ist mittlerweile hinlänglich bewiesen, dass Stress krank machen kann. Im Zusammenspiel mit falscher Ernährung, Medikamenteneinnahme und/oder ständigem Alkoholkonsum sogar richtig krank. Nun ist es nicht der Stress selbst, der unsere Darmgesundheit bedroht, sondern er löst wieder andere Faktoren, wie den Befall von Candida aus, was schlussendlich zur Schädigung der Darmschleimhaut führt. Aber Stress führt häufig auch zu der sogenannten Nebennierenschwäche, bei der die Nebennieren nicht mehr in der Lage sind, genügend Cortisol zu produzieren. Cortisol ist entzündungshemmend und sorgt für eine entsprechende Wundheilung. Ist zu wenig Cortisol aufgrund von Stress verfügbar, können selbst augenscheinlich harmlose Nahrungsmittel zu Entzündungen im Darm führen.

Vitalstoffmangel

Unser gesamter Organismus ist auf Vital- und Nährstoffe sowie Vitamine angewiesen, um reibungslos zu funktionieren. Herrscht in diesem Bereich grundsätzlich über längere Zeit ein Mangel, kommt es zur Erkrankung des Darms und die aktive Funktionsweise unseres gesamten Verdauungsapparates nimmt stark ab. Vor allem Vitamin A und Zink werden unbedingt in ausreichender Menge für einen gesunden Darm benötigt. Während Vitamin A für gesunde Schleimhäute zuständig ist, dient Zink dazu, zu regenerieren und zu heilen.

Infektionen im Verdauungssystem

Schnell kann man sich Bakterien-, Viren- oder auch Pilzinfektionen einhandeln, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Lebt man nicht in einem sterilen Glashaus, wird man sich dem nicht immer entziehen können. Grundsätzlich stellt eine solche Infektion für einen gesunden Menschen auch kein so riesiges Problem dar. Doch um dieses Ungleichgewicht im Körper wieder herzustellen, werden leider heutzutage sehr schnell Medikamente verabreicht, die sich wieder nachteilig auf die Darmgesundheit auswirken. Denn Antibiotika und Co greifen eben nicht nur die schädlichen Bakterien an, sondern auch jene, die für eine optimale Darmgesundheit zuständig sind.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Viele Menschen, die über einen längeren Zeitraum unter Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen leiden, wissen oftmals nicht, dass sie möglicherweise unter eine Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden. Das können Allergien ebenso sein, wie beispielsweise eine Glutenüberempfindlichkeit. Das kann dazu führen, dass man immer wieder die Nahrungsmittel zu sich nimmt, die das eigene Immunsystem schwächen und damit die Darmgesundheit schädigen. Wird eine solche Nahrungsmittelunverträglichkeit ausser Acht gelassen oder die Ursachen nicht bekämpft, kann es auch hier zu einem Auslösen des Leaky Gut Syndroms kommen.

Stoffwechselstörungen

Bei den Stoffwechselstörungen haben vor allem die HPU/KPU-Betroffenen ein erhöhtes Risiko zu tragen, an LGS zu erkranken. Denn bei der Hämopyrrollaktamurie/Kryptopyrrolurie kommt es durch Enzymdefekte zu einer erhöhten Menge an Stoffwechselabbauprodukten im Blut, die dann über den Urin mit Zink, Vitamin B6 und Mangan ausgeschieden werden. Hauptsächliche Ursache für das erhöhte Risiko für LGS sind hier die fehlenden Vitalstoffe, über welche die Betroffenen nicht verfügen. Das führt dann schlussendlich dazu, dass auch hier das Leaky Gut Syndrom nahezu vorprogrammiert ist.

Wie wird das Leaky-Gut Syndrom diagnostiziert ?

Plötzlich auftretende Nahrungsmittelunverträglichkeiten können bereits ein Hinweis sein. Hierbei zählt zu der klassischen Laktose- und Fruktoseintoleranz vor allem auch die Histaminintoleranz. Aber auch zu niedriges sekretorisches IgA im Stuhl ist häufig ein Indiz für das Leaky-Gut-Syndrom.

In der Vergangenheit wurden häufig die Marker Calprotectin, Histamin und Alpha-1-Antitrypsin bei Verdacht auf Leaky Gut getestet. Diese haben sich aber als nicht zuverlässig herausgestellt, da sie auch bei anderen Erkrankungen Auffälligkeiten aufzeigen können. Die zwei echten und direkten Tests auf das Leaky-Gut Syndrom sind heutzutage der leicht veraltete Lactulose-Mannitol-Test und der aktuelle Zonulin-Test im Blut.

Der Zweifachzucker Lactulose wird im Normalfall nicht im Dünndarm resorbiert, da der Körper es nicht verstoffwechseln kann. Beim Leaky-Gut-Syndrom gelangt die Lactulose aber in grösseren Mengen durch den löchrigen Darm ins Blut und ist im späteren Verlauf im Urin nachweisbar. Mannitol hingegen ist ein Einfachzucker der immer vollständig vom Dünndarm resorbiert wird und im späteren Verlauf im Urin gemessen werden kann. Aus dem Verhältnis zwischen dem gemessenen Mannitol und der Lactulose lassen sich dann konkrete Schlüsse zum Leaky-Gut ziehen.

Zonulin ist ein Protein welches in der Lage ist die Tight Junctions der Darmschleimhaut zu öffnen und somit den Leaky Gut begünstigt. Sind erhöhte Zonulin-Werte im Blut-Serum messbar, so ist dies ein Hinweis auf das Leaky-Gut Syndrom.

Wie kann man gegen das Leaky-Gut-Syndrom vorgehen?

In erster Linie ergeben sich die eigenen Massnahmen gegen das LGS aus den möglichen Ursachen. Das bedeutet, dass man über eine Nahrungsumstellung und einer veränderter Ernährungsform den eigenen Darm dabei unterstützt, sich wieder zu regenerieren und gesund zu werden.

Mit einer entsprechenden Nahrungsumstellung und speziellen Ernährungsform kannst du:

  • die Schleimschicht im Darm besser schützen
  • die Darmflora wieder aufbauen
  • zur Regeneration der Darmschleimhaut beitragen
  • Entzündungen hemmen

Im Einzelnen bedeutet das, man durch die Ernährungsumstellung schon sehr viel erreichen kann. So solltest du in erster Linie darauf achten, dass möglichst viele deiner Lebensmittel reich an probiotischen und präbiotischen Inhaltsstoffen sind. Also reichere deinen Speiseplan beispielsweise stark mit selbstgemachtem Milchkefir, fermentiertem Gemüse oder auch Joghurt an. Darüber hinaus solltest du vermehrt Artischocken, Spargel, Auberginen oder auch Hülsenfrüchte zum Beispiel zu dir nehmen. Denn darin sind Nährstoffe enthalten, die den natürlichen und gesundheitsfördernden Bakterien in deinem Darm helfen, sich schneller zu regenerieren.

Zudem solltest du die Zufuhr von Ballaststoffen erhöhen. Denn Gemüse, Samen oder auch Nüsse enthalten jene Stoffe, die dafür bekannt sind, dass die Pilze im Darm schneller ausgeschieden werden können. Hier ist allerdings wichtig, dass du dabei berücksichtigst, ob du diese Lebensmittel gut verträgst.

Zur Unterstützung der natürlichen Regenerierung deines Darms, insbesondere der Darmschleimhaut ist es hilfreich, wenn du deinen wöchentlichen Speiseplan mit L-Glutamin anreicherst. Dazu können unter anderem Rindfleisch, Spinat und auch Petersilie dienen, die besonders reich an Glutamin sind. Um sicher zu gehen, sollte L-Glutamin aber auch in Pulverform ergänzt werden. Üblich sind Dosierungen der Aminosäure von 5-20g am Tag.

Darüber hinaus sind Nahrungsergänzungsmittel eine optimale Möglichkeit, deinem Körper täglich die Vitamine A, C und D3 sowie NAC, Zink, Butyrate, Lecithin, Rhodiola und pflanzliche Enzyme zuzuführen. Doch auch Eisen, Selen, Calcium, Magnesium, Co-Enzym Q10 und hochdosierte Probiotika sollten nicht vergessen werden.

Zur Entlastung des gesamten Systems und einer Darmsanierung bieten sich Darmeinläute und /oder die Colon-Hydro-Therapie an. Auf diese Weise hilft man dem Organismus Giftstoffe und Abbauprodukte zu sanft zu entfernen und die Darmperistaltik anzuregen.

In aller Regel lässt sich das Leaky Gut Syndrom mit ...

  • einer gezielten Ernährungsumstellung
  • dem Abbau von Stress und der Vermeidung von Stresssituationen
  • dem Auffüllen der Nähr- und Vitalstoffe

ganz gut in den Griff bekommen.

Erfahrungen zeigen, dass bereits eine gezielte Umstellung der Ernährung und die Zufuhr von Nähr- und Vitalstoffen andere Ursachen für das LGS abschwächen oder gänzlich eindämmen. So zeigt sich immer wieder, das mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung unter anderem die Nebennieren weniger gestresst reagieren und sich besser erholen, einfach weil unter anderem durch die veränderte Nahrung auch der Schlaf besser und tiefer ist.

Fazit

Das Leaky Gut Syndrom steht in engem Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Hashimoto-Thyreoiditis. Es kann diese Krankheit zum einen auslösen, zum anderen aber stark beeinflussen.

Das Syndrom selbst kann durch andere Erkrankungen in Erscheinung treten, oder aber ist eine Folge von falscher Ernährung, übermässigen Alkoholkonsum oder ständiger Medikamenteneinnahme, um nur einige Ursachen zu nennen.

Prinzipiell ist das Leaky-Gut Syndrom massgeblich dafür verantwortlich, dass schädliche und giftige Zellen aus dem Darm über den Blutkreislauf in den Organismus gelangen, denn bei diesem Syndrom ist die Darmschleimhaut beschädigt und durchlässig.

Gerade im Anfangsstadium ist LGS nicht immer eindeutig zu diagnostizieren. Die Ursachen für ein Leaky-Gut Syndrom können verschieden sein. Um es einigermassen in den Griff zu bekommen, empfehlen sich eine gesunde Lebensweise und die Umstellung auf eine spezielle Ernährungsform, damit der Darm sich wieder regenerieren kann.

Im Hinblick auf die eigene Autoimmunkrankheit ist Leaky Gut aber nicht nur Auslöser, sondern auch ständiger Begleiter, der die Erkrankung schneller fortschreiten lassen kann oder den gesamten Verlauf von Hashimoto-Thyreoiditis mitbestimmt.

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